Natur, Park und Geschichte 

Alle Jahre wieder treffe ich mich mit Schulfreundinnen und den jeweiligen  Familien irgendwo in Deutschland zum Wandern. Dieses Jahr im Nationalpark Eifel, allerdings bin ich alleine unterwegs, weil ich übersehen hatte, dass der Sohn keinen Brückentag frei nehmen kann. So müssen er uns der Mann daheim bleiben.

Die Anreise mit dem Zug dauert lange, ist aber entspannt, wenn man sich die sieben Vatertagsväter mit ihren zwei Kästen Bier wegdenkt. Die fangen nämlich schon vor sieben Uhr morgens an, das Bier zu killen und leider fahren sie auch bis Köln. Naja.

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Schafe, Hühner und ein Rekord 

Am schönsten finde ich es, ein offizielles Ziel für eine Radtour zu haben anstatt nur einfach in der Gegend herum zu fahren. Und das war gestern gegeben und zwar so:

Der Sohn verbringt in diesem und im nächsten Schuljahr ziemlich viel Zeit auf einem Bauernhof. Achtmal fünf Tage, in denen die Kinder außerschulisch lernen, wie es heißt. Die Kochgruppe kümmert sich um fünf Mahlzeiten für die Arbeitsgruppen. Die Tierversorgungsgruppe versorgt die Schafe und sammelt die Eier aus dem Hühnermobil. Sie werken und werkeln, sie lernen über Landwirtschaft und Gemüse und lauter Zeug, was das typische Stadtkind nicht automatisch mitbekommt. Und Kinder kommen weg von daheim und lernen Selbständigkeit. In den ersten beiden Wochen hat sich jeder auch noch einen sensationell schönen Grünholzhocker gezimmert, was uns Eltern wirklich stolz machte. Damit wir Eltern sehen, wo unsere Kinder sind und  was sie machen, während wir daheim die sturmfreie Bude genießen, gab es ein Hoffest.

Siebzig Kilometer von daheim Richtung Berge am Kochelsee. Perfekte Strecke für das Rad. Der Sohn organisiert sich eine Mitfahrgelegenheit, ich backe noch schnell den obligatorischen Elternkuchen, packe ihn zusammen mit ein paar Zivilklamotten dem Sohn zum Mitnehmen ein, und dann fahren der Mann und ich los. Drei Stunden haben wir Zeit. Die halbe Stunde Puffer ist leider schon verpufft bevor wir wegkommen. Schafe, Hühner und ein Rekord  weiterlesen

Stadtrundfahrt mit Mission

Gestern war Ride of Silence-Tag. Hatte ich erwähnt, oder?
Treffpunkt um sechs im Norden der Stadt. Vorher noch aus der Arbeit im fernen Osten in Giesing (mittlerer Osten) den Sohn einsammeln. Ich habe ihn dazu verdonnert überredet mitzufahren.
Von dort einmal mitten durch die Stadt. Schönes Wetter und Feierabendzeit treiben Myriaden RadfahrerInnen auf die Straße bzw. Radwege. An den Ampeln und Kreuzungen ballen sie sich. Überholen, biegen ab, halten an, kümmern sich wenig um die hinter ihnen. Nicht alle natürlich, aber ganz schön viele.

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Throwback und Blick nach vorn

Wenn aktuell nicht viel los ist, dann muss man sich an aufregendere Zeiten erinnern. Und das kann ich seit gestern ausführlich tun. Gestern vor einem Jahr begann am südlichen Bodensee nämlich meine große Tour durch Deutschland. Heute vor einem Jahr war ich zwischen Schaffhausen und Basel unterwegs. Das Wetter war heute wie damals auch deutlich zu nass, was aber der authentischen Erinnerung recht zuträglich ist.

Natürlich erinnere ich mich das ganze Jahr schon immer wieder an unterschiedliche Aspekte meiner Tour. An Gefühle, an Gerüche, an Orte oder an Menschen. Throwback und Blick nach vorn weiterlesen

Following

Seit Freitag Abend hänge ich gespannt am Internet, um kleinen blauen Fähnchen zuzusehen, wie sie sich langsam auf einer Landkarte von Frankfurt/Main nach Berlin bewegen. Dahinter stecken etwas 70 Radfahrer und – fahrerinnen, die mit dieser Fahrt dem Flug der Rosinenbomber während der Luftbrücke huldigen. Die Fahrt nennt sich Candy B. Graveller und beginnt beim Luftbrückendenkmal in Frankfurt und endet bei seinem Pendant am Tempelhofer Feld.

Candy B. Graveller 2017. Luftbrücke nachempfunden im Track

Und dazwischen liegen 660 Kilometer Herausforderung, denn wie der Flugkorridor ist die Streckenführung auch eher geradlinig. Ohne Rücksicht auf Berge und ohne Berücksichtigung eventuell einfacher zu fahrenden Umwege, wie mir manchmal scheint. Die meisten Fahrer haben einen Chip implantiert, der sie auf einer Landkarte immer sichtbar macht. Namentlich verfolge ich Jochen , den ich schon aus dem RL kenne, bevor wir zu Bloggern wurden. Und Joas, den Kettenpeitscher, dessen Blog ich gerne lese, und der eine oder andere Name kam mir auch sonst noch bekannt vor.

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