Hundert und sechzig Kilometer durch Berlin

Der Mann und ich hatten ein gemeinsames Projekt für den Saisonbeginn: Der Velothon in Berlin. Ich hatte mich schon im Herbst für die Hundert-Kilometer-Strecke angemeldet und den Mann überredet, dass er auch. Hat er dann auch. Er ist ja seit letzem Herbst auch Rennradler und eine Rennerfahrung fehlte ihm noch. Verglichen mit dem letzten Jahr, in dem die Vorbereitung auf die Cyclassics ja ganz schön viel Raum einnahm, war es dieses Jahr erschreckend wenig bei mir: Im Winter nicht so oft gefahren, wie gut und möglich gewesen wäre, dann hatte ich diese Knieprobleme und überhaupt. Auf jeden Fall fand ich dann irgendwann, dass ich die Hundert nicht schaffen würde und habe (mal wieder) downgegraded. Sechzig bei dem geforderten Schnitt schaffe ich, da hatte ich keine Sorge. Trotzdem fehlte mir die Lust und die Vorfreude. Hundert und sechzig Kilometer durch Berlin weiterlesen

Shelter from the storm

Im letzten Artikel einfach nur so nebenbei erwähnt, weckte es reges Interesse. Daher kommt jetzt hier eine ausführliche Anleitung für das Schutzhüttenverzeichnis und Trinkwasserverzeichnis für den Offline-Betrieb.

Im Prinzip geht es so: Gehe zu overpass-turbo.eu, gib eine Suchabfrage ein, lade das Ergebnis als GPX-Datei von dort herunter, und dann lade sie auf ein geeignetes Gerät hinauf, beispielsweise auf ein Garmin-Navi oder eine App auf dem Smartphone, die Offline-Karten hat.  Shelter from the storm weiterlesen

Ein Punkt namens Jota

640 KM, CA. 7.000 HM  |   12.4.2018
START: FRANKFURT AIRPORT, LUFTBRÜCKENDENKMAL
ZIEL: BERLIN, TEMPELHOF
Eine Etappe, Selbstversorger, keine Zeitnahme.
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Das ist die Definition des Candy B. Graveller, einer Radfahrt quer durch Deutschland dem Flugkorridor der Luftbrücke der Candy Bomber folgend und diese so ehrend. Schon letztes Jahr hat mich diese Veranstaltung in ihren Bann gezogen und ich folgte ihr ausgiebig. Dieses Jahr fand sie wieder statt und ich war noch mehr involviert. Der Mann machte sich nämlich auf den Weg in dieses Abenteuer. So hatte ich zwei Punkte auf der Karte, denen ich folgen musste, Jochen, und ein Punkt namens Jota. Jochen hat schon in seinem Blog berichtet, den Mann musste ich ein bisschen ausgefragen:

Andraktiv: Erzähl mal, wie du zum Candy B. gekommen bist. Wie fing es an?

Jürgen: Letztes Jahr hast du intensiv den Candy B. beobachtet und mir dann erzählt, was unser Freund Jochen gerade so Verrücktes treibt. Das hat mich gleich sofort sehr fasziniert. Erst dachte ich ja, du würdest gerne mitfahren, aber als es nicht so aussah, habe ich mich im Januar angemeldet. Startplatz Vierundzwanzig von Siebzig.

Und was hat dich an dieser Veranstaltung so gereizt? Radfahren kannst du ja eigentlich auch wann und wo du lustig bist. 

Für mich war der Anreiz, etwas zu machen, was mich an meine Grenzen bringt. Vielleicht auch darüber hinaus. So lange Strecken bin ich noch nie gefahren. Donau– oder Gurkenradweg sind ja inzwischen nicht mehr so die Herausforderung. Beim Laufen hatte ich schon eher solche Erlebnisse gehabt: Der Jakobsweg vor einigen Jahren, meine Marathons oder auch der Jakobslauf im letzten Jahr.

Bei so einer Fahrt steigt man ja nicht einfach mal so aufs Rad und sagt, ich bin dann mal weg. Hast du trainiert? Bergfahren, Graveln. Überhaupt Kilometer schrubben. 

Nö.
[Anm. d. Red: Natürlich hat er trainiert: Laufen, Spinning, Skifahren gehört auch zum Training.] Ein Punkt namens Jota weiterlesen

Durch das Oberland

Der letzte Beitrag hier hieß “Auftaktfahrt” und ist vom sechsten Januar. Das Loch bis jetzt beschreibt ganz gut meine sportlichen Aktivitäten in dieser Zeit. Ein beredtes Schweigen sozusagen.

Aber jetzt könnte ich mal wieder was erzählen. Ich war nämlich Radfahren. Boah. Toll. Nein wirklich, war toll. Über hundert Kilometer und unglaubliche tausend Höhenmetern. Wer hier schon länger mitliest, wird wissen, was das für mich bedeutet.  Durch das Oberland weiterlesen