Archiv der Kategorie: Radausfahrt

Tagesausflüge mit dem Radl. Meistens mit dem Rennrad.

Lost in Nordost

Violett glasierte Plätzchen auf einem Backbrett
Muss ja nicht immer alles Rot an Weihnachten sein

Tagelang schon versprach Wetteronline Sonne. Mittwoch, Donnerstag, Freitag. Immer hieß es “Morgen wird es schön.” Haha, alles gelogen. War aber egal, weil ich eh nicht aus dem Haus konnte. Aber heute dann. Dieser Samstag ist ein wahrer Sonnentag. Gegen Mittag  wird es sogar schon fast warm. Noch schnell ein paar Plätzchen glasiert, dann ab in die Thermohose, doppelt Socken, Fleece-Pulli, warmes Wasser in die Flasche. Reifendruck prüfen. Los.

Ich bin mutig und fahre mal nicht wie üblich nach Osten raus sondern nach Norden. Da waren wir schon mal mit dem Marathon-Mann unterwegs. Lost in Nordost weiterlesen

3 Touren, 2 Flüsse und 1 Fest

Dieses Jahr wird eingehen in meine Geschichte als das Jahr der Urlaube. Kaum zwei Wochen zuhause und schon wieder auf Achse.

Premium-Radweg
Premium-Radweg

Diesmal vier Tage in der Moseleifel, wie ein rühriger Tourismusverband die Region zwischen Eifel und Mittelmosel neuerdings nennt. Vor mehr als dreißig Jahren machte ich in Wittlich Abitur und das soll gefeiert werden. Also spendiere ich ein paar meiner zahlreichen Überstunden, verlängere das Wochenende um zwei Tage und nehme mein Radel mit.

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Härtetest gleich zu Anfang

Hier sind meine neuesten (und auch letzten) Teile Equipment für die Tour: Eine Sonnenbrille. Vor zwei Wochen rang ich mich durch und zwang mich so lange im Brillenladen zu bleiben, bis ich was gefunden haben würde. Es war schnell klar, dass es die typische Rad- bzw. Sportbrille nicht werden würde. Da käme ich mir einfach zu affig vor, die Brille zu tragen, ohne auf einem Rad zu sitzen. Am Ende wurde es dann ein recht stark gebogenes Gestell, was auch fast ganz abschließt. Was die geschliffenen Gläser wegen der starken Krümmung kosteten, mag ich gar nicht sagen. Naja, so hat jede ihr Handicap.

Wetteronline.de ist am pessimistischsten
Wetteronline.de ist am pessimistischsten

Die zweite Errungenschaft sind wind- und wasserdichte Socken. Die sehen auf dem Foto nicht so aus als würden sie passen, tun sie aber.  Meine Radschuhe sind natürlich nicht wasserdicht und die Überziehdinger, die ich noch hatte, taugen einfach nichts, und außerdem sind sie schwer und sperrig. Also suchte ich und fand im Internet den Hinweis auf diese Socken.

Und ich freu mich so, denn wie es aussieht, werde ich sie gleich am ersten Tag meiner Tour so richtig ausgiebig testen können. Je nach Wetterdienst, .de, .com, oder .ch, schwanken die Vorhersagen zwischen “ergiebigem Regen”, “Dauerregen” oder einfach nur “Regen” dafür aber mit “sehr frischem Westwind in Böen stürmisch”.  Oder eine Mischung aus allem.

Wir werden sehen, ob die Socken halten, was sie versprechen. Die Sonnenbrille muss sich erst später beweisen.

Kein Kindergeburtstag

Nach der kleinen Rundfahrt mit dem Rennrad gestern, halte ich es heute für eine gute Idee, wieder das Giant auszufahren. Weil ich die neue Packtasche ausprobieren möchte und weil ich meinen Po etc. bestmöglich an das Rad gewöhnen möchte.

Soweit so vernünftig. Allerdings weiß ich nicht, was mich geritten hat, als ich beschloss mal die Isar hochwärts, also südlich Richtung Berge zu fahren. Isarradweg abhaken? Gefälle am Ende als Belohnung für Schinderei am Anfang? Ein bissel offroad als Test, was auf meiner Tour noch geht und was nicht mehr? Oder einfach nur zuviel Morgensonne aufs Hirn?  Kein Kindergeburtstag weiterlesen

Radfahren im Dezember

Zweiter Advent. Leichter Schneefall hat über Nacht die Tannenspitzen überzuckert. Auf unserem Sonntagsspaziergang beobachten wir, wie der See beginnt an den Rändern zuzufrieren. Die Nasen sind von der Kälte rot und ein Tröpfchen hat sich hartnäckig festgesetzt. Bei Einbruch der Dunkelheit erreichen wir einen Weihnachtsmarkt und wärmen uns Hände und Bauch mit einem heißen Glühwein.
Soweit die Theorie. In der Praxis sind es draußen gut zehn Grad, und die Sonne knallt. Die Familie verweigert gemeinsames weihnachtliches Plätzchenbacken, und so sehe ich zu, dass ich diesen Tag bestmöglich ausnutze. Mein Rennrad hatte bisher noch keine Jahresabschlussfahrt und fühlte sich überhaupt ganz schön vernachlässigt in den letzten Monaten. Das will ich heute gut machen.
Ich präpariere mich also mit Thermoradhose und Merino-Shirt unter der Windjacke, eine Entscheidung, die ich recht schnell bereue. Ich schwitze mich fast tot, mag aber nicht umdrehen, weil das Radeln wieder so wahnsinnig Spaß macht. Wieso habe ich das Rennrad eigentlich so lange nicht mehr gefahren?
Ich rase dahin und schaffe auf den ersten zehn Kilometern tatsächlich einen Schnitt von um die 27 km/h. Und das mit Ampeln und Kreuzungen, und ohne Rückenwind und Windschatten. Ich bin begeistert.
Meine Runde wird immer größer, weil ich einfach nicht umdrehen mag. Immer weiter in eine Richtung. So wird es auf meiner großen Radtour 2016 auch sein. Darauf freue ich mich.
Heute geht das aber nicht. Irgendwann muss ich abbiegen, um den Bogen heim hinzukriegen. Als ich nach gut drei Stunden daheim ankomme, zeigt der Tacho 75 km an. Mein Gesicht ist rot wie nach einem Tag am Strand und meine Laune bestens. Ich glaube, dem Rad hat unsere Jahresabschlussfahrt auch gefallen. Radfahren im Dezember weiterlesen

Sommerabschlussfahrt

Der Sommer neigt sich jetzt wirklich dem Ende entgegen. Zeit wird’s für eine letzte große Ausfahrt. Das Wochenende habe ich frei, also suche ich mir einen schönen Weg zusammen. Nach Landshut wollte ich schon lange mal, Niederbayern finde ich schön. Also abgemacht. Samstag schnall ich meine Tasche ans Rad, zieh mich warm an und radel los in den Nebel.

Herbst an der Isar
Herbst an der Isar

Ich schleiche mich hintenrum zur Isar und treffe sie dank meines tollen Orientierungssinns erst in Ismaning. Ab hier also Isarradweg. Der Weg ist nicht asphaltiert und führt durch den Wald. Das bedeutet um diese Jahreszeit ein Haufen Vertrauen, denn wer weiß denn schon, was unter der dichten Schicht Blätter ist. Könnte ja ein Krater versteckt sein. Ich lese den Weg wie so ein Winnetou und fahre nur da, wo schon Spuren zu sehen sind. So komme ich ganz gut voran und akkurat bei Kilometer vierzig in Freising kommt die Sonne raus. Na also, geht doch. Ab jetzt wird’s toll.  Und ab jetzt befahre ich mir unbekanntes Terrain. Sommerabschlussfahrt weiterlesen

Niederbayern im November

Zum passenden Beitrag hier im Blog

Heiß auf die Berge

Irgendwann musste es ja mal passieren, nämlich, dass ich in die Berge muss. An diesem Wochenende bietet es sich an. Ein Freund feiert seinen Geburtstag auf einem Campingplatz in hinter Fischbachau. 70 km südlich meiner Homebase auf 771 m ü. N. Komoot sagt eine “schwierige Rennradtour” mit 640 hm voraus. Ich will schon wieder verzagen, aber der Mann bietet an, mich abzuholen, wo immer ich zusammenbreche. Mit diesem Notfallplan im Hinterkopf mache ich mich bei fast dreißig Grad auf Richtung Südsüdost. Ich bin schon gespannt auf die Gegend um Miesbach, weil mich gerade die Miesbach-Krimis über Wallner und Kreuthner amüsieren, und ich mir endlich ein Bild machen kann.

Moooment. Was soll das denn jetzt werden? Schon wieder ein Tourbericht? So wie jede Woche einer? Laaaangweilig!

Ja, schon. Warum nicht?

Weil in der letzten Zeit von dir nur solche Berichte kommen. Und sonst nichts anderes.  Heiß auf die Berge weiterlesen

Und das alles für Pups

Dank meiner hochgeschätzten Dreißigstundenwoche kann ich es mir heute leisten, schon um drei zusammenzupacken. Ich bin mit dem Rennradl in der Arbeit und habe mir etwas besonderes vorgenommen. Eine Tour in den Südosten, in die Gegend von Glonn. Genauer nach Pups. Der Bruder hat neulich so geschwärmt: “Die Gegend um Pups ist sensationell zum Radeln.” Nun gibt es in der Gegend um Pups viele Orte die größer sind und es verdient hätten, dass “die Gegend” nach ihnen benannt wird, Unterlaus zum Beispiel, aber nur wenige davon sind so originell und  passen so schön in die Sammlung lustiger Ortsnamen. Auch deshalb wollte ich da hin. Und weil ich mal testen wollte, ob es denn schon besser mit den Bergen und mir geworden ist und ob ich eine Chance hätte, nächsten Sonntag die Rosenheim-Rundfahrt zu überleben (106 km mit über 800 hm, weil für die 60 km-Runde stehe ich nicht um sechs Uhr auf). Und überhaupt wollte ich mich dieser Herausforderung stellen. Heute 60 km mit 450 hm hört sich jetzt ja nicht sooo schrecklich an. Den ganzen Tag über schütte ich Wasser in mich hinein, renne in der Folge dauernd zum Klo, nur dass mein Vorhaben nicht an Austrocknung scheitert. Und das alles für Pups weiterlesen

Olympisch

Ich habe mich bei Freundinnen in Feldafing am Starnberger See angekündigt und beim Radlkollegen den besten Weg dorthin angefragt. Zurück kam von ihm seine “kleine Runde um den See”: 120 km, 850 hm. Aber lauter schöne Wege. Nach meinem Rekordflug letzte Woche schien mir das jetzt nicht vollkommen abwegig. Also beschäftige ich mich am Vorabend intensiv mit der Streckenführung. Ich schreibe mir jede Kreuzung auf, wenn nötig mit Kilometerangabe dazu und schicke mir diese Liste per Mail aufs Handy. Weil mein Handyakku so eine lange Tour auf jeden Fall nicht durchhält, wenn ich ihn immer mit komoot oder Google Maps belaste, und meine Garmin-Uhr die Funktion “Strecke an Gerät senden” verweigert, probiere ich es halt mal so.

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