Archiv der Kategorie: Bloggen

Reflektionen über das Bloggen im Allgemeinen und meinen Blog im Besonderen.

Following

Seit Freitag Abend hänge ich gespannt am Internet, um kleinen blauen Fähnchen zuzusehen, wie sie sich langsam auf einer Landkarte von Frankfurt/Main nach Berlin bewegen. Dahinter stecken etwas 70 Radfahrer und – fahrerinnen, die mit dieser Fahrt dem Flug der Rosinenbomber während der Luftbrücke huldigen. Die Fahrt nennt sich Candy B. Graveller und beginnt beim Luftbrückendenkmal in Frankfurt und endet bei seinem Pendant am Tempelhofer Feld.

Candy B. Graveller 2017. Luftbrücke nachempfunden im Track

Und dazwischen liegen 660 Kilometer Herausforderung, denn wie der Flugkorridor ist die Streckenführung auch eher geradlinig. Ohne Rücksicht auf Berge und ohne Berücksichtigung eventuell einfacher zu fahrenden Umwege, wie mir manchmal scheint. Die meisten Fahrer haben einen Chip implantiert, der sie auf einer Landkarte immer sichtbar macht. Namentlich verfolge ich Jochen , den ich schon aus dem RL kenne, bevor wir zu Bloggern wurden. Und Joas, den Kettenpeitscher, dessen Blog ich gerne lese, und der eine oder andere Name kam mir auch sonst noch bekannt vor.

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2017 wird gut

MeinTriathlon.de fragt: Was ist dein sportliches Ziel in diesem Jahr? Ich antworte hiermit.

Mein sportliches Ziel 2017 ist die erfolgreiche Teilnahme an den Euroeyes Cyclassics in Hamburg. Und erfolgreich heißt, dass ich die 120-Kilometer-Runde in den geforderten Mindestzeit von gut viereinhalb Stunden schaffe.

Das ist das Ziel. Der Weg dahin ist auch schon einigermaßen ausgelegt und in Excel gegossen. Soviel Radfahren wir möglich. Zur Arbeit und zurück, auch mal mit Umweg. Und am Wochenende und am Abend. Insgesamt möchte ich bis zum Rennen Ende August 4.000 Kilometer in den Beinen haben (seit Dezember 16). Das ist wahrscheinlich die größere Herausforderung. Auch vom Zeitmanagement her.

Direkt an mein sportliches Ziel habe ich noch ein anderes geknüpft: Meine Spendenaktion für World Bicycle Relief. 2017 wird gut weiterlesen

2016 – das wars

Achtung Jahresrückblick! Keine Sorge, wird nicht schlimm und auch nicht wahnsinnig besinnlich oder rührselig. Eher schön und zufrieden. 2016 war für mich persönlich ein schönes Jahr, auch wenn drumherum alle sagen, wie schrecklich es war. Natürlich machen mich Kriege und verstorbene Prominente betroffen, aber die gibt es jedes Jahr. Durchgeknallte Politiker gibt es nicht jedes Jahr, aber die verschwinden hoffentlich auch bald wieder. Viel mehr bleiben doch die persönlichen Erinnerungen, oder nicht?

Hier sind ein paar von meinen. Die Dinge, mit denen 2016 mir in Erinnerung bleiben wird.

Und für die Leserinnen und Leser, denen das hier jetzt zu lang wird: Vielen Dank für Eure Treue, fürs Mitlesen, fürs Kommentieren (hier oder auf anderen Kanälen). Mir macht es Spaß für Euch zu schreiben und ihr seid mir immer wieder Motivation. Mag komisch klingen, sowas zu einer mehr oder weniger anonymen Menge zu schreiben, ist aber so. Also wünsche ich euch nicht nur einen guten Jahresanfang, sondern auch ein gutes Jahr 2017. Wir sehen uns hier. Liebe Grüße, Alexandra

Und jetzt der Jahresrückblick. 2016 – das wars weiterlesen

Was kommt?

Vernetzung ist wichtig. Diese wunderbar banale Wahrheit habe ich gestern wieder erfahren. Und zwar auf einem Blogger-Workshop, veranstaltet von Trusted Blogs und Blogger@Work. Natürlich habe ich inhaltlich einiges gelernt, die ReferentInnen allesamt erfahrene und “große” BloggerInnen. Vielviel wichtiger war jedoch wieder der Spirit.

Ein Tisch mit Donuts und Kuchen, davor zwei Bloggerinnen mit Fotokameras in der Hand
Was tun Blogger vor einem Kuchenbüffet? Fotografieren natürlich!

Der Spirit der Gleichgesinnten, der ähnlich denkenden, die mit gleichen Ideen und Problemen daher kommen. Das geht mir auch auf Konferenzen meines Berufstandes so. Die Fachvorträge sind gut und alles. Aber die vielen anderen Menschen zu sehen, die beruflich das Gleiche machen und auch mit der gleichen Freude, gibt mir immer wieder einen Begeisterungsschub, der eine ganze Weile anhält.

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Liebster Award

Dem Jochen sein Fahrrad und er, auch bekannt als meinfahrradundich, haben mich für den Liebster Award nominiert. Ich danke sehr und freue mich, dass Eiseimer aus der Mode gekommen sind. Der Liebster Award ist ein Kettenbrief unter Bloggern. Ein Blogger denkt sich Fragen aus und nominiert Blogs, die diese Fragen beantworten dürfen. Es gibt Mutationen mit fünf, sechs oder zehn Fragen. Ich habe die mit den elf Fragen erwischt. Ich liebe es ja, ausgefragt interviewt zu werden, daher: Jochen, aufgemerkt! Hier sind meine Antworten auf deine Fragen. Liebster Award weiterlesen

Früher oder später kriegen wir dich 

Drei Jahre schreibe ich nun hier. Zuerst völlig unbeachtet von der Welt, seit einem guten Jahr mit einer stabilen, wenngleich auch mit einer mir unbekannten weil weitgehend stummen, Stammkundschaft. Seit der Radtour im Frühjahr weiß auch mein persönliches Umfeld von Andra, meinem Alter Ego. Wie ich damit umgehe, werde ich in einem anderen Post einmal behandeln müssen.

Hier geht es jetzt um mich und die Blogger Relation Agents. Regelmäßig, etwa einmal pro Monat, ereilt mich ein Kooperationsangebot. Meistens geht es darum, dass ich einen Informationtext auf meinem Blog veröffentlichen soll. Der Text sei gut geschrieben, passe thematisch perfekt (“Elektrolytmangel bei Ultramarathon in der Wüste Gobi vermeiden”), und verdienen könnte ich auch was. Meine Antworten sind kurz aber bestimmt absagend. Die andere Kategorie sind Produkte zur Teststellung. Da schaue ich schon genauer hin, sowohl auf das Produkt als auch auf die Konditionen. Meistens passt entweder das eine (Fahrradreinigungsset aus dem bayerischen Chemieviertel) oder das andere nicht.  Früher oder später kriegen wir dich  weiterlesen

Einfach mal die Klappe halten

Lange war es still um mich, Zeit der Besinnung, Zeit der Ruhe. So könnte ich es nennen. Oder einfach auch nur Einfallslosigkeit. Meine Blog-Einträge waren mir in der letzten Zeit zu langweilig und witzlos. Was ich von anderen fordere, wenn sie nichts zu sagen haben, nämlich “Einfach mal die Klappe halten”, nahm ich mir zur Herzen.  Dazu kommt, dass ich mir ein anderes Ziel setzen muss. Das mit dem Triathlon wird in absehbarer Zeit wohl nichts. Laufen geht nicht und geht immer weniger. Und anstatt dauernd zu jammern und zu hadern, lass ich es einfach mit dem Triathlon-Ziel.
Neues Ziel: Spaß am Sport, Fitness durch Sport, Seelenheil mit Sport. Das sollte erstmal reichen.
Ab jetzt werde ich unter diesem Motto bloggen. Von Belanglosigkeiten, wie meinem Schwimmtraining heute, meinen Radausfahrten wie gestern meine Muttertagsrunde, oder irgendwelchen Walkingrunden in malerischen Landschaften. Aber auch von besonderen Dingen wie das Wanderwochenende im frühlingsblühenden Odenwald um den ersten Mai,  unsere Donauwanderfahrt nach Wien übernächste Woche, den Urlaub mit Rad am Gardasee. So Zeug halt.
Dem triathletisches Publikum wird das vielleicht langweilen, aber dafür gibt es sicher die eine oder andere mittelalte, mittelfitte Frau, der es geht wie mir und die sich anspornen lässt. Ich freue mich über jedes Publikum! Und über Kommentare natürlich auch.
Also auf geht’s in die nächste Runde mit AndrAktiv, der Frau, die fit werden will.

Neues Kleid

Manchmal müssen sich Dinge ändern. Und wenn es mit den großen und wichtigen zu schwer oder zu langsam ist, müssen die kleinen dran glauben. Deshalb beschloss ich neulich, diesem Blog ein neues Kleid zu verpassen. Das hat mich ein paar (viele) Stunden des Wochenendes gekostet. Nicht weiter schlimm, weil bei dem Wetter eh nicht viel sonst zu reißen ist. Bis ich endlich ein schönes Template gefunden und anwenden konnte, dauerte es, und das Fein-Tuning nimmt ja dann eh immer die meiste Zeit in Anspruch. Leider sind noch ein paar Baustellen offen, die ich mit meinen Wald- und Wiesen-CSS-Kenntnissen noch nicht zuschütten konnte. Insbesondere ist die Anordnung der Elemente im IE noch mehr als sub-optimal.
Deshalb bitte ich um Nachsicht, wenn noch einiges nicht so schön und ordentlich ist,wie es sein könnte bzw. sollte. Ich arbeite dran.

Happy first anniversary to AndrAktiv

Ein Jahr ist vorbei. Ein Jahr des Sports. Ein Jahr der Bloggerei. Ein Jahr der Veränderungen. Und zur Feier des Tages ist dies der 100. Beitrag in diesem Blog. Extra so getimet.
Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, in diesem Beitrag ein Resümee der philosophischen Art zu ziehen. Mit Einblicken und Tiefgang und so.
Aber das will nicht so recht kommen. Fang ich also mal mit den Fakten an.

Vor einem Jahr begann ich den Laufkurs aus dem Wunsch heraus laufen zu lernen. Weil ich das gerne wollte, weil ich das noch nie konnte, auch nicht früher.
Dieses Ziel ist erreicht: ich bin neulich den 6.4 km Firmenlauf gelaufen. Ich lief auch irgendwann in diesem Jahr schon mal fast neun Kilometer.  Am Anfang tat es weh, viel Muskelkater, die Knie verlangten regelmäßig nach Quarkwickeln. Aber irgendwann ging es dann. Jetzt nutze ich das nächste Jahr, um schneller laufen zu lernen.
Summe: 250 km

Im März bekam ich mein neues Rennradl. Dazu habe ich ja schon viel gebloggt. Viel Spaß, viele Kilometer, und auch mit dem alten Rad verbrachte und verbringe ich viel Zeit. Fahrradfahren macht Spaß, insbesondere wenn der Radius immer größer wird. In den nächsten Wochen möchte ich meine erste Hundert-Kilometer-Tour machen. Im nächsten Jahr sollen auch ein paar Höhenmeter dazu kommen. Vor denen habe ich mich ja bisher immer gedrückt.
Summe: 1543 km (Trecking) + 1167 km (Rennrad)  = 2.710 km

Im Schwimmen kann ich nicht so viele Kilometer vorweisen. Dafür aber die beste Leistungssteigerung. Hier habe ich im Betrachtungszeitraum meine Geschwindigkeit auf 500m fast verdoppelt. Das liegt zum einen an der besseren Kondition, zum anderen aber auch an der Technik. Die beiden Kraulkurse halfen, aber auch der Technik-Tag von Triathlon.de und mein stetes Üben. Im nächsten Jahr möchte ich für die 500m unter die zehn Minuten kommen.

Neben meinen Sportaktivitäten ist auch dieser Blog jetzt ein Jahr alt. Zu Beginn nur für mich, ausschließlich. Erst nach zwei drei Monaten weihte ich mein Umfeld ein und so langsam fand er auch LeserInnen im Internet. Vor ein paar Tagen knackten wir die Marke von 5.000 Hits. Und im Moment boomt es – für meine Verhältnisse.

Herzlichen Dank an die “KollegInnen”, die mich in ihre Blogroll aufgenommen haben. Susan als erstes. Und dann irgendwann Helge und Karina. Letzteres freut mich besonders, zum einen, weil die beiden in einer ganz anderen Liga spielen und sich seit gestern Ironwomen nennen dürfen (Herzlichen Glückwunsch!), zum anderen weil es mir als Ex-Wittlicherin virtuellen Kontakt zur alten Heimat beschert. Was mich auch freut: MeinSportplatz.de hat meinen Blog auch als Linktipp gelistet. Habe ich jemanden vergessen? Bitte melden!
Und natürlich freue ich mich jederzeit über Kommentare! Sie halfen mir in diesem Jahr immer mal wieder über Krisen hinweg. Komisch eigentlich, was ein paar nette Worte von fremden Leuten bewirken können.
So, das war das Jahr. Ich mach dann mal weiter so.

Bilanz und Ausblick

Der Slogan meines Blogs stimmt jetzt nicht mehr. Jetzt habe ich nämlich den 47. Geburtstag hinter mich gebracht und es ist Zeit Bilanz zu ziehen.
Im Juli habe ich mit dem Lauftraining angefangen und das soll mein Stichtag sein.
1.808 Kilometer geradelt, 202 Kilometer gelaufen und 20 Kilometer geschwommen. Insgesamt mit allem 165 Stunden Sport in neun Monaten aufgezeichnet, macht im Schnitt 18 Stunden pro Monat, etwas mehr als eine halbe Stunde pro Tag.
So – was mache ich jetzt mit dieser Erkenntnis? Gute Frage.
Mein Ziel war es ja, vor meinem fünfzigsten Geburtstag an einem Triathlon-Wettbewerb teilzunehmen. Bis dahin ist natürlich noch gut Zeit. Wenn ich es dieses Jahr noch machen will, wird es schon enger. Ganz konkret ist der 30. März der Stichtag. Da öffnet nämlich die Anmeldung für den Karlsfelder Triathlon im Juli. Im Prinzip der einzige in und um München, den ich machen kann. Der Triathlon Ende des Sommers, den ich eigentlich angepeilt hatte geht nicht, weil wir da in Urlaub sind.
Ich habe mir mal die Zeit angeschaut, die in Karlsfeld im letzten Jahr gebracht wurden, und zwar von der letzten Frau, die ins Ziel kam:
Schwimmen (500m): 13 Minuten
Radfahren (26,8 km): 1,26 Stunden
Laufen (5km): 38 Minuten

Nach aktuellem Stand sieht das bei mir so aus:
Schwimmen: 13 Minuten
Radfahren: 1,25 Stunden
Laufen: 48 Minuten
Ich wäre also mit zehn Minuten Abstand die letzte. Und das sind eigentlich auch nur Einzelwerte. Ich bin ja noch nie gelaufen, nachdem ich eine Stunde geradelt bin.
Auf der Website der Karlsfelder gibt es einen Countdown: Ab heute sind es noch 111 Tage bis zum Wettbewerb. Ich bin verzagt. Ich will mich eigentlich nicht öffentlich blamieren. Soll ich noch ein Jahr warten?
Ein anderes nettes Ziel wäre ja auch der Firmenlauf. Das sind sieben Kilometer durch den Olympiapark. Wäre auch eine ganz gute Leistung.
Noch sieben Tage.