Archiv der Kategorie: Das Leben

Alles was so passiert im Leben und in keine der anderen Kategorien passt.

Fakten schaffen

Nachdem ich mich zwei Tage offline und online über einen moralischen Aspekt meiner Radtour habe beraten lassen, bin ich zu dem Entschluss gekommen, doch keine Spendenaktion aus meiner Urlaubsreise zu machen. Ein ander Mal und dann gezielt und mit Bezug. So dann ist das geklärt.

Geklärt ist jetzt auch der Beginn. Ich besitze jetzt nämlich eine Fahrkarte nach St. Gallen für mich und mein Rad. Das Rad bekam sogar noch zusätzlich irgendein Zolldings, weil wir eine Grenze überqueren müssen. War ja auch so eine Frage, ob ich Nord- oder Südseite vom  Bodensee fahren will, und weil kein ordentlicher Input kam, warf ich eine Münze. Innerlich. Erste Nacht ist in Schaffhausen, die zweite in Basel, die dritte in Ettenheim bei Verwandtschaft. Ab dann wird es vage. Fakten schaffen weiterlesen

Gewissensfrage

Kantinengespräch über AfD und Flüchtlinge und die Stimmung im Land, und dass wir nicht verstehen, warum das wohlhabende Europa und das reiche Bayern insbesondere sich so sperren gegen das Helfen. Den einen Kollegen nimmt es besonders mit, es ist ihm peinlich, wie wir (Europa/Deutschland/Bayern) da stehen in der Weltöffentlichkeit mit unseren geschlossenen Grenzen und überhaupt. Und was man tun könnte, außer Geld spenden und die richtige Partei wählen. Außer ehrenamtlicher Hilfe in einem Flüchtlingsheim fällt mir auch nicht viel ein. Also frag ich Google und stoße prompt auf die Seite der Aktion Deutschland hilft, einem Zusammenschluss so ziemlich aller großen deutschen Hilfsorganisationen. Die bieten an, eine eigene Spendenaktion zu starten, anlässlich eines Geburtstags, einer Hochzeit, eines Marathons oder einer Radtour. Oha, denke ich, interessant. Das mach ich. Ich eröffne eine eigene Spendenaktion anlässlich meiner Radtour demnächst. Super Idee. Gewissensfrage weiterlesen

Moderne Technik

Heute endlich mal wieder im Studio. Wochenlang kam ich zu nichts wegen Virus, Besuch und anderer Hindernisse. Einzig meine Schrittanzahl pro Tag war in den letzten Wochen nicht zum Weglaufen. Ich gebe zu, ich trage jetzt auch so eine Handgelenkfessel und schinde Schritte, in dem ich auf dem Bahnsteig auf und ab laufe oder den Kaffee nicht auf dem Weg von der Toilette mitnehme sondern lieber zwei mal laufe. Aber das nur am Rande.

So richtig viel habe ich nicht erwartet konditionsmäßig, da bin ich realistisch genug. Immerhin mal wieder ein Anfang. Auch war ich viel zu abgelenkt von der Technik. Früher, als alles noch besser war (vor Januar 2016, Anm. d. Red.), war das im Studio so: Jede(r) hatte einen RFID-Schlüssel, auf dem der Trainingsplan gespeichert war. Die freundliche Trainingsberaterin stellte mir den Plan zusammen und speicherte ihn auf dem Schlüssel. Ich bin dann von Gerät zu Gerät getingelt, habe meinen Schlüssel reinsteckt, und das Gerät sagte mir, was ich einstellen soll und wie lange und wann Pause machen. Und dann schickte es mich zum nächsten Gerät. Genau das, was ich brauche. No brain, all muscles. Moderne Technik weiterlesen

Ist Weihnachten schon vorbei?

Die Märzenbecher, Winterlinge und Schneeglöckchen blühen schon seit Wochen, der Weihnachtsbaum liegt auch schon seit drei Wochen auf dem Brennholzhaufen, im Einkaufladen muss man sich neuerdings an Ostereiern und -hasen vorbei drücken bevor man zur normalen Schokolade kommt. Ich kombiniere: Weihnachten ist vorbei. Ergo auch die Weihnachtspause in diesem Blog. Problem ist nur, dass ich so eine kleine Schreibblockade hatte, eine Bloggade sozusagen. Deshalb ist vieles der letzten Wochen unbeschrieben geblieben und soll hier nur kurz mal erwähnt werden. Im Schnelldurchlauf sozusagen:

Winter
Fuchsspuren im Schnee
Fuchsspuren im Schnee

Ja, hatten wir. Glaube ich jedenfalls. Ich erinnere mich an drei Tage, die ich durch den Schnee gestapft bin auf meinem Weg zur Arbeit. An Spuren im Schnee, tierischen, denn vor mir ging kein Mensch in dieser Wildnis zwischen A99 und S-Bahnlinie.

Training

Steht ganz im Zeichen der Großen Tour (s.u.). Radfahren, Rückentraining, Kondition. Im Januar habe ich über 300 Kilometer  und 20 Stunden zusammengesammelt, gehend, radelnd, schwimmend, rudernd. Februar ist ein bisschen mau, aber März wird wieder gigantisch. Muss es auch. Ist Weihnachten schon vorbei? weiterlesen

Das war der Winter 2016

Der Winter 2016 fand dieses Jahr in der KW 3 statt. Alle anderen Schneeereignisse waren vernachlässigbar kurz, so dass sie statistisch nicht ins Gewicht fallen.

Heute lassen wir uns nicht vom schönen Wetter terrorisieren. Wir bleiben einfach im Haus, kruscheln rum, und machen nix. Soll sich die Sonne doch einen Wolf scheinen. Ist uns heute egal. Wir lassen die Räder in der Garage und die Berge in Frieden.

Ein bisschen konsequent

Juchuh, Urlaub! Nie mehr arbeiten in diesem Jahr. Ich freue mich. Trotzdem wache ich wie gewohnt zu einer Uhrzeit mit einer sechs davor auf. Egal. Dann ist der Tag länger. Ich mache mir einen Plan mit den Dingen, die ich heute erledigen will. Ein bisschen Putzen, ein bisschen Aufräumen und dann noch das Essen kaufen für die Feiertage. Für uns drei ist das nicht weiter schwer, aber am ersten Feiertag kommt die erweiterte Familie, und da sind wir insgesamt neun Personen.  Und vorher noch in den Baumarkt, wegen … psst, kann ich hier und jetzt noch nicht sagen, kann sein, der Mann liest mit. 

Das Wetter überschlägt sich heute mit Frühlingsgefühlen, und ich will mit dem Rad fahren. Außerdem finde ich es inzwischen ein bisschen komisch, im Biomarkt lauter gesunde und sorgsam hergestellte Lebensmittel zu kaufen, und die dann mit dem Diesel heimzukarren. Also beginne ich das Jahresende schon mal mit einem guten Vorsatz, schnalle meine Satteltaschen an und nehme vorsichtshalber auch noch einen großen Rucksack mit. Ein bisschen konsequent weiterlesen

Ventillichtlein

Nikolausi hat ein neues Spielzeug gebracht: Ein Ventillichtlein. Eigentlich hat der Mann welche gekriegt, in Blau passend zu seinem Rad. Aber damit es sich lohnt habe ich mir auch gleich ein paar grüne mitbestellt.

Ventillicht muss auf die Einweihung warten
Ventillicht muss auf die Einweihung warten

Ein Ventillicht ist ein Licht, was man auf’s Ventil steckt, Auto oder Rad oder Motorrad. Und wenn das Lichtlein bewegt wird, leuchtet es.  Immer bedacht auf Sicherheit im Straßenverkehr, zumal in der Dunkelheit, denke ich, dass ein zusätzliches Licht nicht verkehrt sein kann.

Ich wollte schöne Bilder, also musste die Fotocrew heute abend noch ran. Ich fahre auf und ab und auf und ab und Sohn und Mann geben Anweisungen und drücken auf den Auslöser. Es sind ein paar ganz lustige Effekte dabei herausgekommen. Leider weniger grün als ich erhofft hatte.

Als Fahrerin merke ich nicht viel von dem Licht, außer dass es ein bisschen von unten hoch blendet.  Gesehen wird man mit diesem Licht auch im Wesentlichen nur von der Seite. (Auf den Fotos oben habe ich übrigens mit Absicht kein weiteres Licht an, von wegen dem Effekt, sonst fahre ich schon etwas beleuchteter!)

Wer ein bisschen mehr will und auch ein bisschen mehr ausgeben will, könnte sich mal das Revolight Projekt auf Indigogo ansehen. Deren Lichtlein strahlen nach vorne und hinten und blinken und können mit dem Handy sprechen und das Wetter vorhersagen. Supercool stuff.

Links:

Muss das denn sein?

Die Vorzeichen waren gut: avisierte fünfzehn Grad, bewölkt und Regen erst am Vormittag. Also bin ich zuversichtlich, packe meine Radtaschen, montiere mein neues Ventillichtlein und bereite mich innerlich auf die Fahrt vor. Und das war der Fehler. Die Vorbereitung dauerte zu lange und gab dem Regentief genug Zeit sich von Westen in meine Richtung zu schieben.

Als ich endlich soweit bin, regnet es. Noch nicht richtig satt. Ich pule mich in die Regenhose und bin immer noch wild entschlossen. Der Mann auch. Er ist in Laufklamotten und empfindet den Regen als Herausforderung.

Ventillicht muss auf die Einweihung warten
Ventillicht muss auf die Einweihung warten

Als ich endlich in der Regenhose drin bin, gießt es ordentlich. Ich fluche ein bisschen, ziehe die Regenhose wieder aus, parke das Rad in der Garage und fahre mit dem Auto in die Arbeit.

Man muss es ja nicht übertreiben.