Archiv der Kategorie: Das Leben

Alles was so passiert im Leben und in keine der anderen Kategorien passt.

Rüttelschall

Ich habe sie gesehen, die Vibrotrucks, direkt vor unserem Haus. Diese Trucks, die ihren Rüttelschall in die Tiefe senden. Und die Tiefe sendet ihn zurück zu den Messgeräten, die mit den orangen Kabeln in der Gegend herumliegen.

Und hier auch mit Sound (laut und nicht schön).

Zum passenden Beitrag hier im Blog

Münchner Momente

Dies ist eine Premiere: Ich folge einer Blogparade. Aufgerufen hat muenchen.de über unsere schönsten Münchner Momente zu bloggen. Seit einiger Zeit überlege ich schon hin über meinen schönsten Münchner Moment, aber Bier oder Fußball gehören nur peripher dazu.  Über den Föhn schreibe ich sowieso. Also was dann?

Wirre Wegführung
Wirre Wegführung

Seit es abends so früh dunkel wird, fahre ich ungern durch den unbeleuchteten Park, sondern nehme die Wasserburger Landstraße, eine große Ein-/Ausfallstraße. Der Fahrradweg dort entlang war bislang eine Katastrophe. Schmal und total kaputt. Baumwurzeln haben sich nach oben durchgebohrt. Schlecht reparierte Löcher sind zu Hügeln geworden. Kein Spaß. Insbesondere nicht, wenn es dunkel ist und die Beleuchtung nur auf Straße und Fußweg ausgerichtet ist. Und neulich dann das Aha-Erlebnis. Auf langen Strecken wird der Weg jetzt erneuert. Fast durch ganz Trudering haben wir RadlerInnen schon eine glatte Bahn. Das ist schön und hat mich ehrlich gefreut. Münchner Momente weiterlesen

Radpolitik

Noch ein Ausflug in ungewohntes Terrain. Diesmal die Verkehrspolitik. Jochen und sein Fahrrad bringen es immer besser auf jeden Punkt als das ich das je könnte, deshalb überlasse ich die Feinheiten ihm und reiche hier nur den Link weiter:

https://formularserver.bayern.de/intelliform/forms/rzsued/stmi/stmi/Radverkehrsplan/index

Das bayerische Innenministerium möchte dort gerne wissen, ob und wie die Untertanen so zum Rad und zum Radfahren stehen. Ein paar Fragen, die schnell beantwortet sind und, da muss ich Jochen recht geben, recht naiv daherkommen:

Wie wichtig sind mir “Informationen rund ums Fahrrad und Fahrradfahren”? Hm, lassen Sie mich mal überlegen. Ja, sehr wichtig. Aber dafür brauche ich nicht das Innenministerium. Die Infos, die ich haben will, bekomme ich anderweitig besser. Aber vielleicht wären die Hauptsächlich-Autofahrenden oder die Hundehalter-ohne-Leine an Informationen rund ums Fahrradfahren interessiert? Radpolitik weiterlesen

Der Zopf ist ab

Also jetzt mal nicht erschrecken, aber ich schneide heute ein ganz anderes Thema an.  Fremdes Terrain sozusagen.  Natürlich nicht, ohne mich vorher ausgiebig umgesehen zu haben in der Welt der …. Beauty-Blogs. Ganz schön spannend, was die dort spannend finden.

Colli bespricht in ihrem Blog tobeyoutiful.com (genialer Name) diverse Nagellack-Farben und ich frage mich, wann sie die Zeit hat, dauernd neue Farben aufzutragen. Überhaupt muss sie ein Warenlager voll mit Beauty-Kram und Klamotten haben, wenn sie das alles zu Hause testet.  Und dann lerne ich von Julia über den Nude Look, dass er sich nicht nur  auf Make-Up sondern auch Maniküre und Kleidung bezieht. Ich stelle fest, dass das meinen Look beschreibt, nur mit deutlich weniger Aufwand und weniger Hilfsmitteln, und bis auf das mit der Kleidung, da wirke ich doch lieber angezogen. Der Zopf ist ab weiterlesen

Heini schiebt von hinten

Heute war die Fahrt in die Arbeit die reine Freude. Sturmtief Heini kommt von Westen und will nach Osten, genau wie ich. Die meiste Zeit bin ich genau in seiner Richtung.  Dann ist es schön leise, ich höre den Wind nicht, spüre ihn kaum und sehe ihn nur an den sturmgebeutelten Bäumen und Sträuchern neben mir. So stelle ich mir Ballonfahren vor.

Das wilde Wetter erkennt man auch an der Brandung, die den sonst so langweilig-ruhigen See im Park aufpeitscht, und an der Skulptur aus Wäschespinnen, die laute Lieder singt. Überhaupt pfeift der Wind an allen Geländern und Pfosten entlang. Heini schiebt von hinten weiterlesen

Spannung im Park

Heute morgen auf meinem Weg zu Arbeit fallen mir Kabel auf. Das erste ziemlich nah zu Hause, weil es über die Straße ging. Dachte ich mir aber noch nichts dabei. Dann im Park wurde es auffällig: Überall dieses orange Kabel, das aussieht wie unser Rasenmäher-Kabel daheim. Nur länger. Viel länger, denn dieses Kabel zieht sich durch den ganzen Park. Ein Kilometer, zwei Kilometer. Aus dem Park raus sehe ich es neben dem Radweg, halb im Feld versteckt. Drei Kilometer. Ich bin in Haar, fahre extra einen Umweg, um dem Kabel zu folgen. Im Ortskern verliere ich es aber. Leider habe ich keine Zeit und muss die Suche verschieben. Spannung im Park weiterlesen

Frau vor Flussradwegen

Beim Planungsträumen meiner großen Tour lerne ich,  dass man kreuz und quer durch Deutschland kommen kann, wenn man nur den Flüssen folgt. Ich finde das ganz spannend und stelle mir vor, wie die Menschen in präautobahnischen Zeiten durch die Lande gereist sind. Entweder auf Pfaden, die römische Legionen schon runtergetrampelt hatten, oder eben entlang der Flüsse. Diese hatten sich freundlicherweise schon viele Jahre vor den Menschen durch Hügel und Berge gefräst und uns so die Wege geebnet.

Unglaublich viele Flüsse und Flusstäler sind (radweg-)technisch erschlossen, benannt und entsprechend ausgeschildert. Das war im Mittelalter etc. bestimmt nicht so. Da stelle ich mir zwischendurch mal krankheitsübertragende Sumpfgebiete oder unpassierbare Felseneinschnitte vor. Oder Hochwasser, plötzlich entstehende Seitenarme und geänderte Flussläufe, weil die Flüsse damals noch eher konnten wie sie wollten. Radwandern auf asphaltierten Wegen ist dagegen ein Kindergeburtstag.

Meine Google Map, die ich für die Planung verwende, enthielt am Anfang nur drei Wege: Lindau – Xanten am Rhein, Xanten – Cuxhaven gerade rüber und Cuxhaven – Dresden an der Elbe.

Mittlerweiler sind viele Flussradwege, ehemalige Bahntrassen und anderweitige benannte Radwege hinzugekommen. So ist es inzwischen durchaus eine Option für mich, von Xanten ein Stück an der Lippe, dann über Münster und Telgte an die Ems, diese südlich bis Gütersloh, von dort weiter nach Bad Oeynhausen an der Weser, und die Weser weiter entlang nach Norden bis zur Wümme zu fahren, und die weiter Richtung Hamburg zu nehmen.  Frau vor Flussradwegen weiterlesen

Ein verregneter Sonntag

Ein Sonntag mit richtig schlechten Aussichten, wettermäßig. Aber nur drinnen hocken ist auch keine Option. Also packen wir ein paar Kinder in Regenklamotten und ab geht’s in den Zoo. An einem Tag wie diesem ist es schön leer und auch keine Schlangen an den Kassen. Nirgendwo eigentlich, außer im Schlangenhaus. Aber da kann man nichts sagen, denn da gehören sie hin.

Fahrradgarage, Tschaikowski und die Zufälle

Meine Eltern haben ein Abo bei den Münchner Philharmonikern, und weil die Mutter hustet, springe ich für sie ein. Gegen Abend brezel ich mich also auf, entstaube meine feinen Schuhe und mache mich auf Richtung S-Bahn. Aber nur drei Meter. Denn dann merke ich, dass die Schuhe zwar angemessen für einen Konzertbesuch sind, aber nicht für die siebenhundert Meter zur S-Bahn taugen.

20151017_180012Also schwinge ich mich aufs Rad und bin schmerzfrei und schnell am Bahnhof. Dort gibt es ganz schicke Fahrradgaragen mit Duplex-Ständern, seit Jahren schon, bisher hatte ich bloß nie Bedarf. In der ebenerdigen Reihe ist schon alles voll, also wuchte ich mein Rad in einen der oberen Ständer. Ich freue mich, dass mein Rad so leicht und ich so groß bin. Also kein großer Act. Draußen sehe ich dann eine Anleitung, wie ich es mir einfacher hätte machen können. Ich merke mal wieder, dass ich zwar von Berufs wegen Bedienungsanleitungen schreibe, sie aber generell nicht lese. Zumindest nicht vor Gebrauch und selten für Geräte mit weniger als zehn Funktionsteilen. Das Berufsmotto meiner Zunft “Liest ja eh keiner” stimmt bei mir leider. Fahrradgarage, Tschaikowski und die Zufälle weiterlesen