Archiv der Kategorie: Gesundheit

“Krankheit” passt wohl eher zur dieser Kategorie. Es geht um Schnupfen, Muskelkater und schmerzende Knie.

Self-fulfilling prophecy (part I)

 Schon nach vierzehn Tagen, aber erst nach 270 Kilometern ist es heute passiert: ich bin umgefallen, weil ich nicht schnell genug aus den Pedalen ausgeklickt bin. Peinlich peinlich!
Zum Glück war es quasi aus dem Stand und es ist nicht viel passiert, außer ein paar Kratzern an Knie und Ellenbogen und einem unangenehmen Erguss in der Fingergelenkkehle.
Und das Ego hat auch gelitten. Denn erst heute morgen habe ich festgestellt, dass ich mit dem Rennradl eigentlich ganz gut zurecht komme in den Kurven und beim Anfahren und so.
Hochmut kommt vor dem Fall.

Läufer im Nebel

Jeder Morgen ist anders – wenn ich mal unterwegs bin. Was jeden Morgen gleich ist, ist die Überwindung loszufahren, der Gedanke an den kalten Po, an die eingefrorenen Knie und an die vierzig Minuten allein gegen mich.
Wenn ich dann mal unterwegs bin, ist es meistens schön (außer der kalte Po und die eingefrorenen Knie; die lassen sich einfach nicht schöndenken).
Aber ich bin froh, dass ich es jetzt doch schon eine halbe Woche durchgehalten habe, was ich mir vorgenommen habe – nämlich so oft wie möglich mit dem Rad zur Arbeit zu fahren. Sprich, jeden Tag um die fünfundzwanzig Kilometer. Derzeit macht das Wetter ja auch schön mit. Ich weiß nicht, wie es ist, wenn es mal regnet. Ich habe eigentlich keine Lust total zerstört in der Arbeit aufzutauchen. Auf dem Rückweg heim ist es mir egal, aber den ganzen Tag feucht und ohne ordentliche Frisur in der Arbeit, das ist nicht meins.
Auf dem Weg in die Arbeit bin ich eh immer langsamer, zum einen, weil es auf der ganzen Strecke latent bergauf geht, und zum anderen, um nicht so ins Schwitzen zu geraten. Um es professionell zu sagen: Eine Trainingseinheit in GA1. Hört sich doch besser an, oder?

Ich bin wieder da

Jetzt war es doch ganz schön still um mich. Zwei Wochen mit Krankheit und folgender Schlappheit haben mich ruhig gestellt. Und dann die übliche Lethargie, bevor ich wieder anfange mit den “Ich bin so unfit, ich trau mich gar nicht los”-Gedanken.
Aber jetzt habe ich mich doch aufgerafft. Gestern habe ich erstmal den Trainingsplan mit meinem Freund Endo Mondo zurückgesetzt. Hinter dem alten Plan war schon so weit hinterher, dass es nicht mehr aufzuholen war. Der neue Plan ist der alte: “Coach to 5K”. Und heute war der erste Tag, der erste Abend, um genau zu sein. Ich laufe lieber in der Anonymität der Dunkelheit.

Der erste Run war gar nicht mal so schlecht. Guter Durchschnitt, um genau zu sein. Die drei Kilometer habe ich in 26 Minuten geschafft. Erstaunlich.
Viel mehr war aber auch nicht drin. Das linke Bein war schon bald recht müde, und die Sprunggelenke haben auch zwischendurch mal geschwächelt.
I am back on track.

Und noch downer

Ja, ist es denn die Möglichkeit? Das wird immer langsamer mit jedem Lauf. Demnächst überholen mich die Schnecken. Heute war die Katastrophe. Meine unteren Beine und die Knöchel sind sooo müde, dass ich nur rumgestolpert bin. Mit Laufen hatte das nichts zu tun. Gar nichts.
Dabei war ich so motiviert und bin ganz tapfer bei Minusgraden raus. Und dann das. Ich habe nach 26 Minuten und unter drei Kilometern abgebrochen.
Was kann ich machen: Größere Pausen zwischen den Läufen? Dann werde ich lieber zwischendurch eine Crosstrainer-Einheit einschieben. Ist auch gut für die Kondition und irgendwelche Muskeln werden da auch trainiert. Ist halt nur super langweilig.

Downsizing

Mein Freund Endo Mondo backt jetzt wieder kleinere Brötchen mit mir. Und das kam so: Neulich sollte ich einen Fitnesstest machen. “Run 12 minutes as fast as you can.” Und mit diesem Ergebnis würde er meinen Trainingsplan anpassen, hat er angedroht. Ist schon recht, dachte ich mir.
Ich lauf also los und gebe mein Bestes. Leider war das noch in meiner Erkältungsphase und mein Bestes an dem Tag war schlechter als mein Bestes, was ich schon mal September geschafft hatte. Aber mein Freund Endo Mondo ist da knallhart. Alle folgenden Trainingseinheiten sind jetzt wieder bei dreißig Minuten und um die drei Kilometer.
Ein bissel enttäuscht bin ich ja schon, aber realistisch ist es, muss ich zugeben. Und es bleibt ja mir überlassen, ob ich noch zehn oder fünfzehn Minuten drauf lege. Oder mal schneller laufe. Der nächste Fitnesstest folgt erst wieder nach achtzehn Läufen. Das ist voraussichtlich Mitte Dezember, denn inzwischen bin ich etwa zwei Wochen im Verzug. Es ist eher unwahrscheinlich, dass ich das Trainingsziel, nämlich die fünf Kilometer in dreißig Minuten, bis Silvester schaffe.

Eisen macht hart

… und es macht fit. Vor einigen Monaten hat ein Bluttest ergeben, dass mein Eisenhaushalt in allen Messwerten deutlich unter gut ist. Natürlich habe ich die obligatorischen Eisentabletten bekommen. Weil ich aber so meine Probleme mit der regelmäßigen Einnahme von Tabletten habe, habe ich das schnell wieder schleifen lassen.
Bis es mir mit der Zeit immer schlapper ging, meine Nägel immer brüchiger wurden und die Haare ausfielen (nicht dramatisch, aber mehr als sonst). Und, was mich am meisten nervt, diese fiese Atemnot nach zwei Stockwerken. Muskeltechnisch und von der Kondition her haut das hin, aber ich bin trotzdem so außer Atem, dass ich kaum reden kann. Das waren dann der Alarmzeichen genug, und ich habe meine Eisenkur wieder aufgenommen: nicht nur die Tabletten, auch eisenreiche Nahrung wie Linsen, Petersilie und sogar Leber. Und natürlich den leckeren floradix Eisen-Saft. (Kann man den eigentlich überdosieren?) Ich weiß, in drei Wochen sind die Eisenspeicher noch nicht aufgefüllt, aber ich bilde mir doch ein, dass ich nicht mehr so ganz schlapp bin. Schauen wir mal, wie es in drei Monaten aussieht.
P.S.: Ich habe auch den Verdacht, dass mein Fiasko am Berg  auch mit diesem Eisenmangel zusammenhing, weil ich so gar keinen Muskelkater hatte, und ich ja sonst gerne und schnell Muskelkater bei ungewohnten Bewegungen bekomme.

Auskuriert

Eine Woche habe ich jetzt vor mich hingekränkelt und quasi nicht gesportelt. Sogar Schwimmen habe ich ausfallen lassen, weil ich so schlapp war. Aber jetzt ist der Husten weg und ich bin auf die Piste.
Erst hatte ich Sorgen, dass es ganz furchtbar wird – fitnesstechnisch. War aber dann gar nicht so schlimm. Im Gegenteil. Ich bin lustig drauf los gelaufen und habe sogar ein “personal best” geschafft, eines, von dem mein Freund Endo Mondo nichts mit gekriegt hat: 30 Minuten ohne Gehpause.
Angezogen war ich viel zu warm, weil die im Radio immer was von “Winter is coming.”  und Schneeregen erzählen. Da habe ich noch kein Gefühl für, was gut für welche Temperatur ist. Eine 3/4-Leggings und die kurze Laufhose drüber, Unterhemd, Sweatshirt und ein Windbreaker sind eindeutig zu viel für 7°C. Bisher bin ich materialtechnisch noch nicht auf dem neuesten Stand der Technik. Laufschuhe, klar, die habe ich mir neu gekauft. Dazu habe ich mir Laufsocken aufschwatzen lassen. Die sind schön und laufen auch gut, aber es geht auch mit den Tschibo-Socken. Ansonsten habe ich eine Funktionslaufhose (knielang) und eine kurze aus Baumwolle. Eine Softshell-Jacke und ein ganz dünnes neongelbes Etwas, das ich mir mal für’s Radeln gekauft habe. War damals noch verfrüht, aber ein Schnäppchen. Alles andere ist Bestand aus dem Schrank. Das soll auch noch eine Weile so bleiben, bis ich das Gefühl habe, dass die Kleidung eine Verbesserung oder wenigstens einen Unterschied bringt.

Verschnupft

Husten, Schnupfen, Heiserkeit. Und kein Bock auf Bewegung. Nein, stimmt nicht ganz. Irgendwie hätte ich schon Lust, raus zu gehen. Aber mit den fiesen Hustenanfällen, und alles in Nebel und dann noch in fremder Umgebung in der Rhön, wo ich nicht weiß, wo ich hinlaufen soll.
Schlechte Laune.

Langsam schmerzfrei

Die letzten beiden Wochen habe ich ein bissel langsamer gemacht und auch weniger mit dem schönen Resultat, dass ich seit Ewigkeiten mal wieder schmerzfrei bin in den Knien.
Per CT habe ich es ja amtlich, dass meinen Knien nichts fehlt, und die Schmerzen im linken Knie nur eine Reizung war. Allerdings eine unangenehme, die sich hauptsächlich nach langem Schreibtischsitzen bemerkbar gemacht hat und mich wie eine alte Frau aufstehen ließ. Mit Quarkwickeln und Schonung ist das jetzt auch weg.
Die Heilung meiner Knie ist ja fast ein Wunder. Seit den frühen Neunzigern mache ich jetzt schon mit den Knien rum. Nach einer erfolglosen Operation im rechten Knie ist es eigentlich nie gut gewesen. In diesem Sommer war ich dann mal bei einer Osteopathin, deren Behandlung wirklich sehr wohltuend war. Und diese Osteopathin meinte auch, dass ich ruhig laufen lernen könnte. Und das habe ich dann auch gemacht. Ich bin einfach gelaufen und, wie schon berichtet, waren die Knieprobleme die kleineren meiner Probleme. Während des Laufens waren die Schmerzen eher weniger, was es leichter gemacht hat. Und bei den Schmerzen beim Nicht-Laufen habe ich einfach die Zähne zusammengebissen und weitergemacht. Und das scheint sich ausgezahlt zu haben . Die Muskeln sind jetzt ausreichend stark, um die Kniescheibe da zu halten, wo sie hingehört.
Das ist ein schönes Gefühl, sowohl in den Knien als auch im Kopf.
P.S.: Das Foto hat nichts mit diesem Eintrag zu tun. Es war einfach nur sehr schön heute morgen, mild und sonnig und ruhig.

Enttäuscht

Ich muss gestehen, dass ich schon ein bissel stolz war auf das, was ich bisher bewegungstechnisch so geschafft habe. Und ich dachte auch, dass sich meine Kondition auch verbessert hätte.
Pustekuchen. Nix war. Dieser Berg war zuviel für mich. Eindeutig. Eine Stunde steilst bergauf. Alle warteten schon oberhalb der Baumgrenze, einschließlich der Kinder, als ich angeschnauft kam. Und dann wollten die anderen weiter zum Gipfel; und ich bekam einen Heulkrampf. Ich weiß nicht, was es war: die Erschöpfung, die Enttäuschung. Ich war jedenfalls verzweifelt, auch bei der Vorstellung, diesen matschigen steilen Pfad wieder runter zu müssen. Mein Mann war dann so nett, mich zu begleiten. Der Sohn geht mit den anderen weiter hoch.
Positives Fazit: der Berg war schön und die Aussicht auch. Und meine Knie hätten früher nach so einer Aktion mehr weh getan.