Archiv der Kategorie: Giant Anyroad 2

Mein Alltagsrad seit März 2015: Giant Anyroad 2 mit zusätzlichen Schutzblechen und Gepäckträger

Halt mal schnell …

Seit ein paar Wochen fahre ich nun mein Giant Anyroad 2 mit dem Bremsenupgrade. Die alte Avid BB5, die bei meinem 2015er Modell noch serienmäßig verbaut war, verabschiedete sich ja auf besorgniserregende Weise. Der Radschrauber meines neuen Vertrauens empfahl eine TRP Spyre-Scheibenbremse sowie eine größere Scheibe. Und er versprach soundsoviel Prozent bessere Leistung. Halt mal schnell … weiterlesen

Rosa Brillen und schöne Aussichten. Adria-Alpe 4

Es muss gesagt werden, weil es wahr ist: Der Weg zurück war schön. Knallblauer Himmel, angenehme Temperaturen, eine humane Abfahrtszeit des Zuges. Zwischendurch hatte ich schon nochmal einen Kloß im Hals, wenn ich an Italien dachte, aber was soll’s? Wir sind zeitig am Bahnhof und chillen (mal wieder) herum. Ich starre die Berge an, während der Sohn mir auf seinem Handy irgendwelche Präludien vorspielt. (Nein, er ist kein Klaviervirtuose, es handelt sich um eine Spiele-App, bei der man ganz schnell irgendwelche Tasten drücken muss. Die klassische Musik ist nur Begleiterscheinung. Man ist ja dankbar für alles.)

Irgendsoeinberg und blauer Himmel

Der Zug ist noch schön leer. Ich sitze die meiste Zeit auf einem Klappsitz im Fahrradwagen, weil da die Fenster größer und die Aussicht schöner ist. Der Zugführer, der sein Abteil auch im Fahrradwagen hat, gibt mir zwischendurch den guten Rat, mich doch auf einen ordentlichen Sitz zu setzen. Ich lehne ab wegen der Aussicht. Rosa Brillen und schöne Aussichten. Adria-Alpe 4 weiterlesen

Lebensgefahr und Aus. Alpe-Adria 3

Sonne in Mallnitz. Vor uns liegt eine Mordsabfahrt. Serpentinen und insgesamt 700 Höhenmeter auf fünf Kilometer. Wir freuen uns darauf. Aber stell dir vor, du fährst bergab, und deine Bremsen machen nicht mit. Vorne zieht die Bremse so gut wie gar nicht, und die hintere schafft es nicht, mein Gewicht und das des Gepäcks bei dieser Geschwindigkeit abzubremsen. Ein ganz übles Gefühl. Ganz übel. Hinter mir juchzt der Sohn, der mit seinen hydraulischen Bremsen den Spaß seines Lebens hat.  Lebensgefahr und Aus. Alpe-Adria 3 weiterlesen

Dahme, Gurken und Bergbau

Ostern = Feiertage = freie Tage = Kurzurlaub. Mich hat die Radreiselust schon lange im Griff, insbesondere seit ich auf Instagram den Fernreisenden folge,  und der Mann hat auch mal wieder Lust auf ein Türchen/Tourchen. Weil wir am Karfreitag Termine in Berlin haben, beginnen wir unsere Tour halt dort. Angedacht ist Dresden als Ziel, weil wir von da einigermaßen zuverlässig wieder mit dem Zug heim kommen. Der ADFC empfiehlt für Berlin-Dresden eine gut ausgeschilderte Tour, der wir folgen wollen.

Tag 1: Köpenick bis Lübbenau

In Köpenick beginnt unsere Reise mit dem Dahmeradweg, der dort endet. Er führt uns durch so noblige Gegenden wie Grünau oder Schmöckwitz. Immer wassernah und rudersportgeprägt. Dann durch Königs Wusterhausen und bis Märkisch Buchholz. Meist geradeaus, gut ausgeschildert und ohne großen Kopfeinsatz zu fahren. In größeren Orten leitet uns der Radweg ab und zu weg von der Hauptstraße, was unweigerlich zu Kopfsteinpflasterreiten führt. Ich stelle mir Paris-Roubaix vor und alles ist nicht mehr so schlimm. 

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Alltagsradeln

Wie angekündigt, kommen jetzt wieder die Alltäglichkeiten. Sowas wie der tägliche Weg zur Arbeit. Das ist nicht mehr so spektakulär, aber dieser Blog war und ist ja ein Normalleben-Blog, und das Reiserad ist wieder zum Alltagsbike für das Normalleben mutiert und der Inhalt meiner Ortlieb-Taschen ist jetzt auch wieder ein anderer.

Das Radfahren im Normalleben besteht zur Zeit hauptsächlich aus dem Weg zur Arbeit. Aus dem letzten Post, dem mit dem Interview, kamen noch die Fragen, ob und wie sich mein Alltagradeln verändert hat. Gar nicht, war mein erster Gedanke, aber das stimmt nicht. Wenn ich jetzt auf dem Alltagsrad sitze, bin ich weniger gehetzt. Es sieht zwar aus wie ein Rennrad, aber es ist keins. Wenn ich mit dem echten Rennrad unterwegs bin, sehe ich zu, dass ich schnell bin und auch aus der Puste komme und schwitze. Mit dem Alltagsrad ist mir das egal. Ich fahre und wenn mir der Wind entgegen bläst, dann wird es halt langsamer. Ich habe auch keine Lust, vollkommen derangiert in der Arbeit anzukommen, deshalb
geht es gemütlicher.

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Vielen Dank

Von Halle (Saale) nach Leipzig

Das ist er also,  mein letzter Tag.  Von Halle nach Leipzig und dann in den Zug. Der geht erst um drei,  also habe ich locker Zeit für die 45 Kilometer.  Mein letzter Fluss heute heißt Weiße Elster und soll mich auf einer grünen Achse durch den Metropolregion von Halle nach Leipzig bringen.

Die Mündung der Weißen Elster in die Elbe finde ich recht schnell und auch die Ausschilderung ist ausreichend.  Aber auf den ersten zehn Kilometern hätte ich abwechselnd heulen oder schreien können.  Die Wege raus aus Halle waren eine Katastrophe. Nicht auf der Hauptstraße,  was aber Nebenstraße bedeutet,  und Nebenstraße bedeutet in diesem Teil der Republik Kopfsteinpflaster,  Löcher,  meterhohe Bordsteinkanten.  Ich wiederhole mich: Eine Katastrophe.  Ich komme mit einem Schnitt von 10 km/h aus Halle raus.  Völlig runter mit den Nerven,  weil ich mir ja vorstelle,  dass es die ganze Zeit so weitergeht.

Es wird aber besser.  Sehr gut sogar zwischenzeitlich.  Die Weiße Elster hat einen Deich mit einem neu asphaltierten Weg obenauf. Kein Grund zur Beschwerde mehr auf den restlichen dreißig Kilometern.  Nach Leipzig rein und den Bahnhof finden ist auch kein Problem.  Ich bin zu faul,  um mich mit dem Fahrkartenautomaten auseinanderzusetzen und warte lieber ein Viertelstündchen im Servicecenter und lass mich bedienen.  Eine halbe Stunde vor Abflug sitze ich im Zug,  mein Rad hat einen hübschen Platz.  Ich ziehe mir noch schnell Zivilklamotten an,  und dann penne ich ein.  Erst um Gera rum,  werde ich wieder richtig wach.  Als ich aus dem Fenster sehe,  bin ich heilfroh,  dass ich hier nicht mit dem Rad herwollte. Hier sind ja nur Berge!! Trotz enormem Konditionszuwachses in den letzten Wochen, bin ich dazu nicht bereit.

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Zwei Touren an einem Tag

Von Schaffhausen nach Albbruck und von Basel nach Neuenburg

Tag zwei fängt gut an. Geschlafen wie ein Stein, trotz Mehrbettzimmer und lautstarker Maturafeier im Schlosshof bis nach drei Uhr. Frische Luft macht wohl müde. Bis ich gefrühstückt, mein Zeug zusammengekruschelt und die Kette geölt habe, ist es fast zehn. Ich verbringe die Zeit bis Punkt zehn mit der Bewunderung des Rheinfalls und mache mich dann auf den Weg nach oben. Weil ich werde den Rhein heute ein bisschen allein lassen und mich über den Klettgau ihm von Norden wieder nähern. Ich verspreche mir davon weniger aufgeweichte, kettenkillende Sandwege und überhaupt, wer war schon mal im Klettgau? Vielleicht ist es ja schön.
Also nach oben über die Berge. Eine kleine Wanderung, denn diese Steigungen kann ich nicht fahren, nicht mit dem Gepäck, nicht am Morgen und, wenn ich ehrlich bin, auch sonst nicht. Oben angekommen, geht es nach unten. Langsam aber stetig, auf super Wegen, erstklassig ausgeschildert, einfach nur schön. Und: die Sonne scheint zwischendurch sogar auch.
Vor Waldshut-Tiengen treffe ich auf die Wutach, die sich vom Schwarzwald herunter wütet. Sehr voll, sehr laut und schnell. Ich folge ihr zu ihrer Mündung. Vorbei an Tiengen, was gerade einen Pferdeevent hatte. Ich stelle wieder fest, dass diese Tiere nicht so meins sind. Ich hatte auch nie Wendy-Fotos an den Wänden. Ich schwör!

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Beunruhigende Geräusche

Vor ein paar Tagen waren sie schon einmal da, diese beunruhigenden Klockgeräusche am Fahrrad unten rum. Und dann wieder weg und wieder da. Und heute sind sie nicht nur zu hören, sondern auch zu spüren unter der Fußsohle. Klock klock klock. Ich teste ein paar Sachen durch, um das Problem einzugrenzen: Unterschiedliche Gänge = egal, mit Kraft oder ohne = egal. Wenn das Klock mal weg ist, dann ist das nicht nachzuvollziehen.

Ich fürchte schlimme Sachen, wie immer, wenn ich mir etwas nicht erklären und den potentiellen Schaden nicht einschätzen kann, und bin komplett verzagt.

Ganz vorsichtig klockere ich also nach Hause, um nichts noch schlimmer zu machen. Mann und Sohn sind nicht daheim, sie reparieren gerade am Auto eines Freundes herum. Gut, wenn jemand helfen kann, dann Freund Ch., der kann alles reparieren. Beunruhigende Geräusche weiterlesen

Kein Kindergeburtstag

Nach der kleinen Rundfahrt mit dem Rennrad gestern, halte ich es heute für eine gute Idee, wieder das Giant auszufahren. Weil ich die neue Packtasche ausprobieren möchte und weil ich meinen Po etc. bestmöglich an das Rad gewöhnen möchte.

Soweit so vernünftig. Allerdings weiß ich nicht, was mich geritten hat, als ich beschloss mal die Isar hochwärts, also südlich Richtung Berge zu fahren. Isarradweg abhaken? Gefälle am Ende als Belohnung für Schinderei am Anfang? Ein bissel offroad als Test, was auf meiner Tour noch geht und was nicht mehr? Oder einfach nur zuviel Morgensonne aufs Hirn?  Kein Kindergeburtstag weiterlesen

Packesel-Präparation

Jetzt ist mein Rad fertig für die Reise. Als letztes hat es seit gestern eine Packtasche am Lenker. Es war ganz schön schwierig, aber jetzt ist sie dran.

Der Lenker des Giant Anyroad 2 ist ja bekanntlich ganz schön voll, weil es auf jeder Seite zwei Bremshebel hat. Und einen sehr breiten Rahmen. Und diese beiden Umstände machen es unmöglich ein Standardmodell mit Halterung einfach so hinzumontieren. Also mach ich mich auf den Weg, um professionelle Hilfe zu suchen.

Zunächst in einem großen Radsupermarkt. Dort verspreche ich mir die gewünschte Tasche zu sehen und mal an das Rad halten zu können.  Das ist mir gelungen, aber außer der Erkenntnis, dass es eng wird, bekam ich keine Erleuchtung. Und von professioneller Hilfe weit und breit keine Spur. Um mich herum viele Großeltern mit ihren Enkelkinder auf der Suche nach einem Rad und Beratung. Auch vergeblich. Ich troll mich also wieder und nehme mir vor, einen kleineren Laden aufzusuchen. 
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