Archiv der Kategorie: Müsing

Mein Rennrad seit März 2014. In der Basis ein Müsing Onroad Lite. Fulcrum Felgen. Shimano 105 Gruppe.

Waterloo liegt im Vilstal

Generalprobe, es ist dringend Zeit für eine  Generalprobe. Für die Cyclassics.  Endlich die hundertzwanzig Kilometer fahren, vielleicht auch mehr. Und mit den voraussichtlichen fünfhundert Höhenmetern. Diese Gedanken spuken schon länger in meinem Hirn herum.

Schon letztes Wochenende sollte es sein, aber da war es zu heiß, zu gewittrig, und so wurden es nur fünfundsechzig. Also dann nochmal. Ich frage beim Bruder an, der winkt aber ab, er ist überbucht. Der Mann dagegen sagt sofort ja. Wir wollen früh los, die Zeit nutzen, die der Sohn in seinem Teenagerkoma verschläft. Ich bastel eine Acht durch das Vilstal zusammen, weil die Landschaft dort ist hügelig (wegen der Höhenmeter), ich will dem Mann den Vilstalradweg zeigen (weil den mag ich), und weil es dort insgesamt schön ist. Waterloo liegt im Vilstal weiterlesen

Lost in Nordost

Violett glasierte Plätzchen auf einem Backbrett
Muss ja nicht immer alles Rot an Weihnachten sein

Tagelang schon versprach Wetteronline Sonne. Mittwoch, Donnerstag, Freitag. Immer hieß es “Morgen wird es schön.” Haha, alles gelogen. War aber egal, weil ich eh nicht aus dem Haus konnte. Aber heute dann. Dieser Samstag ist ein wahrer Sonnentag. Gegen Mittag  wird es sogar schon fast warm. Noch schnell ein paar Plätzchen glasiert, dann ab in die Thermohose, doppelt Socken, Fleece-Pulli, warmes Wasser in die Flasche. Reifendruck prüfen. Los.

Ich bin mutig und fahre mal nicht wie üblich nach Osten raus sondern nach Norden. Da waren wir schon mal mit dem Marathon-Mann unterwegs. Lost in Nordost weiterlesen

Wellness für Müsing

Peeling-Massage mit Ölen

Nach der Beziehungskrise von neulich, die am nächsten Tag sogar noch in einer Totalverweigerung in Form eines Plattens gipfelte, war ein paar Tage Funkstille zwischen dem Müsing und mir. Ich war beleidigt, weil ich einen Platten immer persönlich nehme, und das Müsing war auch sauer, weil ich den Platten nicht sofort beseitigte. Wellness für Müsing weiterlesen

Beziehungskrise

Das Rennrad Müsing und ich. In diesem Sommer war gar nicht viel zwischen uns. Gerade einmal 780 Kilometer haben wir zusammen verbracht. Ich an seiner Stelle wäre in diesem Jahr schon öfter mal eifersüchtig gewesen. Den großen Radurlaub und auch sonst fast alle Touren war ich ja mit dem Giant Anyroad unterwegs. Weil ich aber nächsten Sommer ein Rennradrennen machen will, muss ich natürlich trainieren. Mit Müsing. Beziehungskrise weiterlesen

Heiß auf die Berge

Irgendwann musste es ja mal passieren, nämlich, dass ich in die Berge muss. An diesem Wochenende bietet es sich an. Ein Freund feiert seinen Geburtstag auf einem Campingplatz in hinter Fischbachau. 70 km südlich meiner Homebase auf 771 m ü. N. Komoot sagt eine “schwierige Rennradtour” mit 640 hm voraus. Ich will schon wieder verzagen, aber der Mann bietet an, mich abzuholen, wo immer ich zusammenbreche. Mit diesem Notfallplan im Hinterkopf mache ich mich bei fast dreißig Grad auf Richtung Südsüdost. Ich bin schon gespannt auf die Gegend um Miesbach, weil mich gerade die Miesbach-Krimis über Wallner und Kreuthner amüsieren, und ich mir endlich ein Bild machen kann.

Moooment. Was soll das denn jetzt werden? Schon wieder ein Tourbericht? So wie jede Woche einer? Laaaangweilig!

Ja, schon. Warum nicht?

Weil in der letzten Zeit von dir nur solche Berichte kommen. Und sonst nichts anderes.  Heiß auf die Berge weiterlesen

Und das alles für Pups

Dank meiner hochgeschätzten Dreißigstundenwoche kann ich es mir heute leisten, schon um drei zusammenzupacken. Ich bin mit dem Rennradl in der Arbeit und habe mir etwas besonderes vorgenommen. Eine Tour in den Südosten, in die Gegend von Glonn. Genauer nach Pups. Der Bruder hat neulich so geschwärmt: “Die Gegend um Pups ist sensationell zum Radeln.” Nun gibt es in der Gegend um Pups viele Orte die größer sind und es verdient hätten, dass “die Gegend” nach ihnen benannt wird, Unterlaus zum Beispiel, aber nur wenige davon sind so originell und  passen so schön in die Sammlung lustiger Ortsnamen. Auch deshalb wollte ich da hin. Und weil ich mal testen wollte, ob es denn schon besser mit den Bergen und mir geworden ist und ob ich eine Chance hätte, nächsten Sonntag die Rosenheim-Rundfahrt zu überleben (106 km mit über 800 hm, weil für die 60 km-Runde stehe ich nicht um sechs Uhr auf). Und überhaupt wollte ich mich dieser Herausforderung stellen. Heute 60 km mit 450 hm hört sich jetzt ja nicht sooo schrecklich an. Den ganzen Tag über schütte ich Wasser in mich hinein, renne in der Folge dauernd zum Klo, nur dass mein Vorhaben nicht an Austrocknung scheitert. Und das alles für Pups weiterlesen

Olympisch

Ich habe mich bei Freundinnen in Feldafing am Starnberger See angekündigt und beim Radlkollegen den besten Weg dorthin angefragt. Zurück kam von ihm seine “kleine Runde um den See”: 120 km, 850 hm. Aber lauter schöne Wege. Nach meinem Rekordflug letzte Woche schien mir das jetzt nicht vollkommen abwegig. Also beschäftige ich mich am Vorabend intensiv mit der Streckenführung. Ich schreibe mir jede Kreuzung auf, wenn nötig mit Kilometerangabe dazu und schicke mir diese Liste per Mail aufs Handy. Weil mein Handyakku so eine lange Tour auf jeden Fall nicht durchhält, wenn ich ihn immer mit komoot oder Google Maps belaste, und meine Garmin-Uhr die Funktion “Strecke an Gerät senden” verweigert, probiere ich es halt mal so.

Olympisch weiterlesen

Hat sich’s doch gelohnt

Mein Loblied auf das Münchner Wetter ist zurzeit ein wenig leiser. Gestern hat es die Sonne nicht raus geschafft und wir saßen den ganzen Tag in einer grauen Suppe. Heute will sie es noch einmal probieren. Bis jetzt ist es noch feucht und grau und kalt, aber ich glaube fest an sie und fahre deshalb mit dem Rad los. Heute mal mit dem schnellen, aber in Zivil. Unterwegs fällt mir siedendheiß ein, dass ich ja gar kein Schutzblech habe und mir potentiell einen schönen Schmutzstreifen am Rücken zuziehen kann mit dem ganzen Matsch auf den Wegen.
Ab da war der Spaß vorbei, denn ich habe peinlich darauf geachtet, nur die trockensten Stellen zu fahren. War gar nicht so einfach. Hatte was von Parcourreiten. Alles ist aufgeweicht, matschiges Laub auf dem Boden, Pfützen. Überall, wenn man mal drauf achtet. Irgendwie habe ich es dann doch geschafft. Kurz vor dem Ziel quere ich die Autobahn und freue mich. Ein Monsterstau. Den hätte ich erwischt, wenn ich meinen Schweinehund hätte entscheiden lassen. Glück gehabt.

Hundert und Münster

Der Bruder hat seit August nun auch ein Rennrad und seine Liebe zu langen und bergigen Strecken entdeckt. Bisher haben wir es nicht geschafft, einmal zusammen loszuziehen. Nachdem das Wetter für dieses Wochenende aber so grandios angesagt war, blieb uns eigentlich keine andere Wahl. Ich habe ihm, seiner Ortskenntnis und komoot die Streckenplanung überlassen, und nur um keine Harakiri-Tour gebeten.
Treffpunkt in Harthausen unterm Maibaum. Ich verfahre mich mal wieder in diesem Stadtteil, den ich eh nicht mag (siehe gestern) und habe schon fast zwanzig Kilometer auf dem Tacho, als ich endlich ankomme.
Und los geht’s mit ordentlichem Tempo, ich im Windschatten, aber ich fürchte, dass ich das so nicht lange durchhalten werde. Zum Glück wird es dann ein wenig gemütlicher und wir haben manchmal auch Strecken, in denen wir nebeneinander fahren und ratschen. Wir müssen ja keine Rekorde aufstellen.
Der Weg führt auf kleinen und kleinsten Wegen durch die östlichen Landkreise. Wo ich eh schon mal hinwollte, nämlich da, wo das Hügelland anfängt. Wegen meinem Vorsatz für dieses Jahr, mehr Höhenmeter zu meistern. Erstmal kamen aber viele Tiefenmeter, eine schöne Abfahrt, übersichtlich, ohne viele Kurven. Spaß! Hundert und Münster weiterlesen