Archiv der Kategorie: Material

Räder, aber auch Computer und Sportuhren, wichtige Sachen für den Sport.

Wellness für Müsing

Peeling-Massage mit Ölen

Nach der Beziehungskrise von neulich, die am nächsten Tag sogar noch in einer Totalverweigerung in Form eines Plattens gipfelte, war ein paar Tage Funkstille zwischen dem Müsing und mir. Ich war beleidigt, weil ich einen Platten immer persönlich nehme, und das Müsing war auch sauer, weil ich den Platten nicht sofort beseitigte. Wellness für Müsing weiterlesen

Beziehungskrise

Das Rennrad Müsing und ich. In diesem Sommer war gar nicht viel zwischen uns. Gerade einmal 780 Kilometer haben wir zusammen verbracht. Ich an seiner Stelle wäre in diesem Jahr schon öfter mal eifersüchtig gewesen. Den großen Radurlaub und auch sonst fast alle Touren war ich ja mit dem Giant Anyroad unterwegs. Weil ich aber nächsten Sommer ein Rennradrennen machen will, muss ich natürlich trainieren. Mit Müsing. Beziehungskrise weiterlesen

Wasser, Fett und Muskeln

Ich werde Testerin. Ui, spannend. Die Firma Beets BLU kontaktierte mich schon vor Wochen mit der Bitte eines ihrer drei Produkte zu testen. Ein unkomplizierter und freundlicher Kontakt, das Produkt interessierte mich, warum also nicht.

Für die Anlieferung des Produkts habe ich einen Amazon-Gutschein erhalten. Ich konnte selbst bestellen und per Amazon die Sendung tracken. Sowas mache ich ja gerne, denn es erhöht die Vorfreude.

Der absolut beste Produkttester im Bereich Sport-Gadgets ist ja DC Rainmaker. Keiner testet so ausführlich und wissenschaftlich und schreibt dann so witzige Testberichte. Meistens lese ich die Berichte nicht, weil ich mir so ein Gerät kaufen möchte, ich lese sie wegen des Unterhaltungswertes. Natürlich komme ich nicht an ihn ran, das weiß ich spätestens als ich das Unboxing-Video aufnehmen will. Weil der Versuch schlecht vorbereitet und im Ergebnis peinlich ist, reden wir nicht mehr weiter darüber. Unboxing fand statt, ja natürlich, bloß in Form von Karton aufreißen. Wasser, Fett und Muskeln weiterlesen

Früher oder später kriegen wir dich 

Drei Jahre schreibe ich nun hier. Zuerst völlig unbeachtet von der Welt, seit einem guten Jahr mit einer stabilen, wenngleich auch mit einer mir unbekannten weil weitgehend stummen, Stammkundschaft. Seit der Radtour im Frühjahr weiß auch mein persönliches Umfeld von Andra, meinem Alter Ego. Wie ich damit umgehe, werde ich in einem anderen Post einmal behandeln müssen.

Hier geht es jetzt um mich und die Blogger Relation Agents. Regelmäßig, etwa einmal pro Monat, ereilt mich ein Kooperationsangebot. Meistens geht es darum, dass ich einen Informationtext auf meinem Blog veröffentlichen soll. Der Text sei gut geschrieben, passe thematisch perfekt (“Elektrolytmangel bei Ultramarathon in der Wüste Gobi vermeiden”), und verdienen könnte ich auch was. Meine Antworten sind kurz aber bestimmt absagend. Die andere Kategorie sind Produkte zur Teststellung. Da schaue ich schon genauer hin, sowohl auf das Produkt als auch auf die Konditionen. Meistens passt entweder das eine (Fahrradreinigungsset aus dem bayerischen Chemieviertel) oder das andere nicht.  Früher oder später kriegen wir dich  weiterlesen

Ungeschickt

Neulich habe ich mal ein paar Stündchen in Fahrradpflege investiert. Mein Reiserad wünschte sich nach seiner langen Reise ein wenig Kosmetik, und dem Rennrad schadete es auch nicht. Ich zieh also den Kärcher aus dem Keller und drück dem Sohn die Düse in die Hand. Ich halte ihm die Räder hin und ermahne ihn ab und zu, doch nur die dreckigen Stellen der Räder abzuspritzen und nicht gleich auch noch mich und die Blümchen nebenan. Hach, er ist halt so experimentierfreudig, der Kleine. Ungefähr bis zu dem Zeitpunkt, an dem er sich selbst die Zehen abkärchert, und merkt, wie unschön es ist, den harten Wasserstrahl selbst abzubekommen. Ungeschickt weiterlesen

Alltagsradeln

Wie angekündigt, kommen jetzt wieder die Alltäglichkeiten. Sowas wie der tägliche Weg zur Arbeit. Das ist nicht mehr so spektakulär, aber dieser Blog war und ist ja ein Normalleben-Blog, und das Reiserad ist wieder zum Alltagsbike für das Normalleben mutiert und der Inhalt meiner Ortlieb-Taschen ist jetzt auch wieder ein anderer.

Das Radfahren im Normalleben besteht zur Zeit hauptsächlich aus dem Weg zur Arbeit. Aus dem letzten Post, dem mit dem Interview, kamen noch die Fragen, ob und wie sich mein Alltagradeln verändert hat. Gar nicht, war mein erster Gedanke, aber das stimmt nicht. Wenn ich jetzt auf dem Alltagsrad sitze, bin ich weniger gehetzt. Es sieht zwar aus wie ein Rennrad, aber es ist keins. Wenn ich mit dem echten Rennrad unterwegs bin, sehe ich zu, dass ich schnell bin und auch aus der Puste komme und schwitze. Mit dem Alltagsrad ist mir das egal. Ich fahre und wenn mir der Wind entgegen bläst, dann wird es halt langsamer. Ich habe auch keine Lust, vollkommen derangiert in der Arbeit anzukommen, deshalb
geht es gemütlicher.

Alltagsradeln weiterlesen

Vielen Dank

Von Halle (Saale) nach Leipzig

Das ist er also,  mein letzter Tag.  Von Halle nach Leipzig und dann in den Zug. Der geht erst um drei,  also habe ich locker Zeit für die 45 Kilometer.  Mein letzter Fluss heute heißt Weiße Elster und soll mich auf einer grünen Achse durch den Metropolregion von Halle nach Leipzig bringen.

Die Mündung der Weißen Elster in die Elbe finde ich recht schnell und auch die Ausschilderung ist ausreichend.  Aber auf den ersten zehn Kilometern hätte ich abwechselnd heulen oder schreien können.  Die Wege raus aus Halle waren eine Katastrophe. Nicht auf der Hauptstraße,  was aber Nebenstraße bedeutet,  und Nebenstraße bedeutet in diesem Teil der Republik Kopfsteinpflaster,  Löcher,  meterhohe Bordsteinkanten.  Ich wiederhole mich: Eine Katastrophe.  Ich komme mit einem Schnitt von 10 km/h aus Halle raus.  Völlig runter mit den Nerven,  weil ich mir ja vorstelle,  dass es die ganze Zeit so weitergeht.

Es wird aber besser.  Sehr gut sogar zwischenzeitlich.  Die Weiße Elster hat einen Deich mit einem neu asphaltierten Weg obenauf. Kein Grund zur Beschwerde mehr auf den restlichen dreißig Kilometern.  Nach Leipzig rein und den Bahnhof finden ist auch kein Problem.  Ich bin zu faul,  um mich mit dem Fahrkartenautomaten auseinanderzusetzen und warte lieber ein Viertelstündchen im Servicecenter und lass mich bedienen.  Eine halbe Stunde vor Abflug sitze ich im Zug,  mein Rad hat einen hübschen Platz.  Ich ziehe mir noch schnell Zivilklamotten an,  und dann penne ich ein.  Erst um Gera rum,  werde ich wieder richtig wach.  Als ich aus dem Fenster sehe,  bin ich heilfroh,  dass ich hier nicht mit dem Rad herwollte. Hier sind ja nur Berge!! Trotz enormem Konditionszuwachses in den letzten Wochen, bin ich dazu nicht bereit.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Vielen Dank weiterlesen

Zwei Touren an einem Tag

Von Schaffhausen nach Albbruck und von Basel nach Neuenburg

Tag zwei fängt gut an. Geschlafen wie ein Stein, trotz Mehrbettzimmer und lautstarker Maturafeier im Schlosshof bis nach drei Uhr. Frische Luft macht wohl müde. Bis ich gefrühstückt, mein Zeug zusammengekruschelt und die Kette geölt habe, ist es fast zehn. Ich verbringe die Zeit bis Punkt zehn mit der Bewunderung des Rheinfalls und mache mich dann auf den Weg nach oben. Weil ich werde den Rhein heute ein bisschen allein lassen und mich über den Klettgau ihm von Norden wieder nähern. Ich verspreche mir davon weniger aufgeweichte, kettenkillende Sandwege und überhaupt, wer war schon mal im Klettgau? Vielleicht ist es ja schön.
Also nach oben über die Berge. Eine kleine Wanderung, denn diese Steigungen kann ich nicht fahren, nicht mit dem Gepäck, nicht am Morgen und, wenn ich ehrlich bin, auch sonst nicht. Oben angekommen, geht es nach unten. Langsam aber stetig, auf super Wegen, erstklassig ausgeschildert, einfach nur schön. Und: die Sonne scheint zwischendurch sogar auch.
Vor Waldshut-Tiengen treffe ich auf die Wutach, die sich vom Schwarzwald herunter wütet. Sehr voll, sehr laut und schnell. Ich folge ihr zu ihrer Mündung. Vorbei an Tiengen, was gerade einen Pferdeevent hatte. Ich stelle wieder fest, dass diese Tiere nicht so meins sind. Ich hatte auch nie Wendy-Fotos an den Wänden. Ich schwör!

Zwei Touren an einem Tag weiterlesen

Härtetest gleich zu Anfang

Hier sind meine neuesten (und auch letzten) Teile Equipment für die Tour: Eine Sonnenbrille. Vor zwei Wochen rang ich mich durch und zwang mich so lange im Brillenladen zu bleiben, bis ich was gefunden haben würde. Es war schnell klar, dass es die typische Rad- bzw. Sportbrille nicht werden würde. Da käme ich mir einfach zu affig vor, die Brille zu tragen, ohne auf einem Rad zu sitzen. Am Ende wurde es dann ein recht stark gebogenes Gestell, was auch fast ganz abschließt. Was die geschliffenen Gläser wegen der starken Krümmung kosteten, mag ich gar nicht sagen. Naja, so hat jede ihr Handicap.

Wetteronline.de ist am pessimistischsten
Wetteronline.de ist am pessimistischsten

Die zweite Errungenschaft sind wind- und wasserdichte Socken. Die sehen auf dem Foto nicht so aus als würden sie passen, tun sie aber.  Meine Radschuhe sind natürlich nicht wasserdicht und die Überziehdinger, die ich noch hatte, taugen einfach nichts, und außerdem sind sie schwer und sperrig. Also suchte ich und fand im Internet den Hinweis auf diese Socken.

Und ich freu mich so, denn wie es aussieht, werde ich sie gleich am ersten Tag meiner Tour so richtig ausgiebig testen können. Je nach Wetterdienst, .de, .com, oder .ch, schwanken die Vorhersagen zwischen “ergiebigem Regen”, “Dauerregen” oder einfach nur “Regen” dafür aber mit “sehr frischem Westwind in Böen stürmisch”.  Oder eine Mischung aus allem.

Wir werden sehen, ob die Socken halten, was sie versprechen. Die Sonnenbrille muss sich erst später beweisen.

Beunruhigende Geräusche

Vor ein paar Tagen waren sie schon einmal da, diese beunruhigenden Klockgeräusche am Fahrrad unten rum. Und dann wieder weg und wieder da. Und heute sind sie nicht nur zu hören, sondern auch zu spüren unter der Fußsohle. Klock klock klock. Ich teste ein paar Sachen durch, um das Problem einzugrenzen: Unterschiedliche Gänge = egal, mit Kraft oder ohne = egal. Wenn das Klock mal weg ist, dann ist das nicht nachzuvollziehen.

Ich fürchte schlimme Sachen, wie immer, wenn ich mir etwas nicht erklären und den potentiellen Schaden nicht einschätzen kann, und bin komplett verzagt.

Ganz vorsichtig klockere ich also nach Hause, um nichts noch schlimmer zu machen. Mann und Sohn sind nicht daheim, sie reparieren gerade am Auto eines Freundes herum. Gut, wenn jemand helfen kann, dann Freund Ch., der kann alles reparieren. Beunruhigende Geräusche weiterlesen