Archiv der Kategorie: Deutschland

Diverse (Kurz-)Reisen immer mal wieder und in verschiedene Ecken.

Franken erradeln

Noch ein paar Tage Urlaub übrig, der Sohn hat noch Sommerferien, was fällt mir da sofort ein: Eine Radtour. Der Sohn ist aus Reflex erstmal dagegen, aber mit ein paar Überredungstricks gelingt es ihn zu überzeugen. Start soll Ingolstadt sein, weil das das Ende der letzten Tour war, Ziel ist die Oma in der Rhön. Die gesamte Strecke werden wir in den drei möglichen Tagen nicht schaffen, daher plane ich so, dass wir in der Nähe von Bahnstrecken bleiben.

Am Ende ist es so, dass wir am Montag am Nachmittag in Nürnberg starten. Das Loch zwischen Ingolstadt und Nürnberg müssen wir halt wann anders füllen.  Franken erradeln weiterlesen

Jetzt wird es dann langsam ernst

Vier Wochen Angststarre lösen sich langsam und ich fahre wieder Rennrad.

What?!? 

Großes Schiff mit Containern auf dem Kanal
Großes Schiff mit Containern

Ja, ich weiß, nicht so ganz die richtige Strategie für eine Wettkampfvorbereitung. War aber so, und ist jetzt vorbei und am Sonntag fahre ich halt einfach so mit. Werde schon unter die vorderen Zehntausend kommen. Vielleicht. Erzählen wollte ich aber hier und jetzt nur kurz von meiner heutigen Ausfahrt. Die ging nämlich von Felde nach Eckernförde. Vollkommen unbekanntes Terrain für mich, was daran liegt, dass wir hier im Urlaub sind, und vorher noch nicht hier waren. Jetzt wird es dann langsam ernst weiterlesen

Ohne Berge ist auch doof. Amper-Donau 2

Nach einem göttlichen Frühstück machen wir uns weiter auf unserem Weg gen Norden. Ingolstadt ist nach wie vor unser Ziel. Ich schmiere uns dick mit Sonnenmilch ein, besonders die rückwärtigen Körperpartien, weil wir ja nach Norden fahren. Ein bisschen habe ich schon gelernt aus meinen diversen Sonnenbränden und tan lines.

Der Bürgerpark in Pfaffenhofen ist gerade Gartenschau.

Der Weg aus Pfaffenhofen heraus gestaltet sich schwierig, zum einen weil der Bürgerpark an der Ilm derzeit Gartenausstellung, kostenpflichtig und somit abgesperrt ist. Zum anderen folge ich nicht dem Navigator, wie ich sollte. Ich sehe das Umleitungsschild und biege flink links ab, während der Navigator rechts navigiert. Wir verlieren uns für etwa fünf Minuten aus den Augen, was den Navigator komplett aus der Bahn wirft. Nachdem wir uns wieder beruhigt haben, geht es weiter.

Dieser Hopfen hat noch was vor sich

Eine meine Lieblingsgegenden Deutschlands ist ja die Holledau. Die wellige Gegend, die Hopfengärten, die hellen Betonstraßen dazwischen, riesige weißgetünchte Höfe mit roten Dächern gehören zu meinen Kindheitserinnerungen, die ich auch als Erwachsene schön finde.   Ohne Berge ist auch doof. Amper-Donau 2 weiterlesen

Take it easy. Amper-Donau 1

Hier also der Ferien zweiter Teil. Der Sohn will nach Ingolstadt. Ich habe aufgegeben zu fragen, warum. Weil Isso. Also plan ich mal los. Mit dem Bayernnetz Routenplaner und zur Verfeinerung dann mit komoot. Drei Tage haben wir, die müssten reichen für München-Ingolstadt, dann Altmühl und weiter bis Regensburg. Als Startpunkt gönnen wir uns Dachau. Die halbe Stunde S-Bahn spart uns anderthalb Stunden Großstadtquerung.  Take it easy. Amper-Donau 1 weiterlesen

Natur, Park und Geschichte 

Alle Jahre wieder treffe ich mich mit Schulfreundinnen und den jeweiligen  Familien irgendwo in Deutschland zum Wandern. Dieses Jahr im Nationalpark Eifel, allerdings bin ich alleine unterwegs, weil ich übersehen hatte, dass der Sohn keinen Brückentag frei nehmen kann. So müssen er uns der Mann daheim bleiben.

Die Anreise mit dem Zug dauert lange, ist aber entspannt, wenn man sich die sieben Vatertagsväter mit ihren zwei Kästen Bier wegdenkt. Die fangen nämlich schon vor sieben Uhr morgens an, das Bier zu killen und leider fahren sie auch bis Köln. Naja.

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Dahme, Gurken und Bergbau

Ostern = Feiertage = freie Tage = Kurzurlaub. Mich hat die Radreiselust schon lange im Griff, insbesondere seit ich auf Instagram den Fernreisenden folge,  und der Mann hat auch mal wieder Lust auf ein Türchen/Tourchen. Weil wir am Karfreitag Termine in Berlin haben, beginnen wir unsere Tour halt dort. Angedacht ist Dresden als Ziel, weil wir von da einigermaßen zuverlässig wieder mit dem Zug heim kommen. Der ADFC empfiehlt für Berlin-Dresden eine gut ausgeschilderte Tour, der wir folgen wollen.

Tag 1: Köpenick bis Lübbenau

In Köpenick beginnt unsere Reise mit dem Dahmeradweg, der dort endet. Er führt uns durch so noblige Gegenden wie Grünau oder Schmöckwitz. Immer wassernah und rudersportgeprägt. Dann durch Königs Wusterhausen und bis Märkisch Buchholz. Meist geradeaus, gut ausgeschildert und ohne großen Kopfeinsatz zu fahren. In größeren Orten leitet uns der Radweg ab und zu weg von der Hauptstraße, was unweigerlich zu Kopfsteinpflasterreiten führt. Ich stelle mir Paris-Roubaix vor und alles ist nicht mehr so schlimm. 

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In vollen Zügen

Dies ist noch ein Nachtrag zu meinem Berlin-Trip. Weil der vorige Beitrag eh schon recht divers war und die Fahrradschau ein wenig zu kurz gekommen ist, berichte ich von den sechzehn Stunden Zugfahrt hier gesondert.

Morgens um sieben ist der Zug noch leer

Hinfahrt an einem Donnerstag im IC vor sieben ab München. Am Tag vorher nochmal zum Bahnhof gefahren, weil ich über die App keine Fahrradkarte bekommen habe, das Reisebüro mir keine verkaufen wollte (“die andere Fahrkarte konnten Sie ja auch online kaufen”), und im Lottoladen die Bahnverkaufsmaschine sich gerade aktualisiert und ein Ende nicht absehbar ist. Am nächsten Morgen: Stellplatz im leeren Radabteil, Sitzplatz angrenzend mit Steckdose und Tisch. Sechs Stunden,  um am Re-Design meines Blogs zu arbeiten. Schön!

Die Rückfahrt ist schon ein bisschen anstrengender. Das Fahrrad hat seinen Platz, ich nicht, also bleibe ich einfach neben ihm stehen bis in Leipzig ein Sitzplatz frei wird. In Saalfeld wird unser Zugführer krank und muss von Sanitätern abtransportiert werden. Der Ersatz ist aber schon unterwegs  und so verlieren wir nur ein kleines Stündchen. Macht nichts. Ich liege gut in der Zeit, die Schwiegeltern erwarten mich erst zum Abendbrot.

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Berlin und Berliner Fahrradschau 

Zwei Tage Urlaub und einen Grund in Berlin zu sein. Wetter soll einigermaßen werden. Also Fahrrad bepackt, Zug gebucht und Donnerstag angekommen. Für die Fahrt vom Bahnhof Südkreuz zu meinem Domizil in Köpenick überlasse ich das Denken komoot. Kopfhörer rein, Orientierungshirn ausschalten (besser: ausgeschaltet lassen) und der Fahrt hingeben. Eine gute Stunde später bin ich am Ziel. Vollkommen entspannt und der Meinung, dass die ganzen Horrormeldungen über die schlimmen Radfahrverhältnisse in Berlin nicht stimmen können. Die Radwege sind sehr breit, kaum zugeparkt und die Ausschilderung auch OK. Na gut, ab und zu gibt es ein paar sehr verfallene Abschnitte, bei denen es sich lohnt auf die Straße auszuweichen. Aber im Großen und Ganzen, nix zu meckern.

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2016 – das wars

Achtung Jahresrückblick! Keine Sorge, wird nicht schlimm und auch nicht wahnsinnig besinnlich oder rührselig. Eher schön und zufrieden. 2016 war für mich persönlich ein schönes Jahr, auch wenn drumherum alle sagen, wie schrecklich es war. Natürlich machen mich Kriege und verstorbene Prominente betroffen, aber die gibt es jedes Jahr. Durchgeknallte Politiker gibt es nicht jedes Jahr, aber die verschwinden hoffentlich auch bald wieder. Viel mehr bleiben doch die persönlichen Erinnerungen, oder nicht?

Hier sind ein paar von meinen. Die Dinge, mit denen 2016 mir in Erinnerung bleiben wird.

Und für die Leserinnen und Leser, denen das hier jetzt zu lang wird: Vielen Dank für Eure Treue, fürs Mitlesen, fürs Kommentieren (hier oder auf anderen Kanälen). Mir macht es Spaß für Euch zu schreiben und ihr seid mir immer wieder Motivation. Mag komisch klingen, sowas zu einer mehr oder weniger anonymen Menge zu schreiben, ist aber so. Also wünsche ich euch nicht nur einen guten Jahresanfang, sondern auch ein gutes Jahr 2017. Wir sehen uns hier. Liebe Grüße, Alexandra

Und jetzt der Jahresrückblick. 2016 – das wars weiterlesen

3 Touren, 2 Flüsse und 1 Fest

Dieses Jahr wird eingehen in meine Geschichte als das Jahr der Urlaube. Kaum zwei Wochen zuhause und schon wieder auf Achse.

Premium-Radweg
Premium-Radweg

Diesmal vier Tage in der Moseleifel, wie ein rühriger Tourismusverband die Region zwischen Eifel und Mittelmosel neuerdings nennt. Vor mehr als dreißig Jahren machte ich in Wittlich Abitur und das soll gefeiert werden. Also spendiere ich ein paar meiner zahlreichen Überstunden, verlängere das Wochenende um zwei Tage und nehme mein Radel mit.

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