Archiv der Kategorie: Schweiz

Graubünden März 2014

2016 – das wars

Achtung Jahresrückblick! Keine Sorge, wird nicht schlimm und auch nicht wahnsinnig besinnlich oder rührselig. Eher schön und zufrieden. 2016 war für mich persönlich ein schönes Jahr, auch wenn drumherum alle sagen, wie schrecklich es war. Natürlich machen mich Kriege und verstorbene Prominente betroffen, aber die gibt es jedes Jahr. Durchgeknallte Politiker gibt es nicht jedes Jahr, aber die verschwinden hoffentlich auch bald wieder. Viel mehr bleiben doch die persönlichen Erinnerungen, oder nicht?

Hier sind ein paar von meinen. Die Dinge, mit denen 2016 mir in Erinnerung bleiben wird.

Und für die Leserinnen und Leser, denen das hier jetzt zu lang wird: Vielen Dank für Eure Treue, fürs Mitlesen, fürs Kommentieren (hier oder auf anderen Kanälen). Mir macht es Spaß für Euch zu schreiben und ihr seid mir immer wieder Motivation. Mag komisch klingen, sowas zu einer mehr oder weniger anonymen Menge zu schreiben, ist aber so. Also wünsche ich euch nicht nur einen guten Jahresanfang, sondern auch ein gutes Jahr 2017. Wir sehen uns hier. Liebe Grüße, Alexandra

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Zwei Touren an einem Tag

Von Schaffhausen nach Albbruck und von Basel nach Neuenburg

Tag zwei fängt gut an. Geschlafen wie ein Stein, trotz Mehrbettzimmer und lautstarker Maturafeier im Schlosshof bis nach drei Uhr. Frische Luft macht wohl müde. Bis ich gefrühstückt, mein Zeug zusammengekruschelt und die Kette geölt habe, ist es fast zehn. Ich verbringe die Zeit bis Punkt zehn mit der Bewunderung des Rheinfalls und mache mich dann auf den Weg nach oben. Weil ich werde den Rhein heute ein bisschen allein lassen und mich über den Klettgau ihm von Norden wieder nähern. Ich verspreche mir davon weniger aufgeweichte, kettenkillende Sandwege und überhaupt, wer war schon mal im Klettgau? Vielleicht ist es ja schön.
Also nach oben über die Berge. Eine kleine Wanderung, denn diese Steigungen kann ich nicht fahren, nicht mit dem Gepäck, nicht am Morgen und, wenn ich ehrlich bin, auch sonst nicht. Oben angekommen, geht es nach unten. Langsam aber stetig, auf super Wegen, erstklassig ausgeschildert, einfach nur schön. Und: die Sonne scheint zwischendurch sogar auch.
Vor Waldshut-Tiengen treffe ich auf die Wutach, die sich vom Schwarzwald herunter wütet. Sehr voll, sehr laut und schnell. Ich folge ihr zu ihrer Mündung. Vorbei an Tiengen, was gerade einen Pferdeevent hatte. Ich stelle wieder fest, dass diese Tiere nicht so meins sind. Ich hatte auch nie Wendy-Fotos an den Wänden. Ich schwör!

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Freitag, der dreizehnte

Von St. Gallen nach Schaffhausen

Das war er also, der lang erwartete Freitag, der dreizehnte Mai. Seit Monaten hingefiebert, heiß ersehnt. Die letzten Tage davor war mir auch dauernd flau im Magen, ach was, regelrecht schlecht war’s mir bei dem Gedanken an die Fahrt. Von Vorfreude keine Spur mehr. Auch angesichts der Wetteraussichten. Die waren ja nicht so toll. Und was soll ich sagen? In echt waren sie noch viel schlechter. Es hat, Entschuldigung, gepisst wie blöd. Den ganzen Tag von St. Gallen bis Neuhausen am Rheinfall. Der einzige Unterschied im Wetter bestand in der Stärke des Windes, äh, Sturmes.

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Monochrome Erlebnisse

 Alle Jahre wieder: Der  Skiurlaub in der Schweiz. Diesmal hatte ich mich richtig darauf gefreut. Weil meine Beine ja schön trainiert sind und ich fit bin. Dachte ich. Kurz zusammengefasst: Es war eine einzige Katastrophe. Mir haben die Knie schon weh getan, da war ich noch gar nicht richtig im Schuh drin. Und die erste Fahrt (in dieser Saison überhaupt) war auch so gar kein Spaß. Alles eine Farbe, zuviel Schnee und keine Sicht. Das ist gar nichts für mein Können. Ich habe mich also auf Schneewandern beschränkt. Das ging ganz gut und hat auch Spaß gemacht.
IMG_20140303_133704Außer, dass man auch nichts gesehen hat. Den Blick starr nach unten auf die Spuren von irgendwelchen Schneeschuhen, die den Weg schon mal gegangen sind. Ich fand es erstaunlich, wie schnell das Hirn doch die Orientierung verliert und wie schnell mir schwindelig wurde in einer Landschaft ohne Anhaltspunkte. Wie können das Leute aushalten, die zum Südpol stiefeln? Da ist ja noch mehr nichts.
Interessant fand ich dann noch den Saharasand, den wir in einer Schneeschicht gefunden haben. Vor etwa zwei Wochen ist der ja über München herniedergegangen und offensichtlich auch im südlichen Graubünden.