Archiv der Kategorie: Sport

Saunen und Sausen

Heute hat es den Mann dann auch erwischt. Er ist “im Club”, in der zweiten Hälfte angekommen, oder ein Rüstiger Fünfziger.  Er hat sich den Tag freigenommen und sich ein richtiges Männergeburtstagsprogramm zusammengestellt, und ich bin eingeladen mitzumachen: Morgens will er mit dem Rad in die Berge nach Tegernsee radeln, um in der dortigen Seesauna zu wellnessen und nachmittags mit dem Zug heimfahren.

Blick über den See, Berge am anderen Ufer, Holzbank und Tisch im Vordergrund
Der Tegernsee ist schön

Ich schlage eine winzigkleine Änderung vor, nämlich morgens mit dem Zug hin und heimwärts radeln, weil es doch morgens noch so kalt ist (sagt eine mit amtlichem Winterradeldiplom). Denn eigentlich geht es mir nur um die Höhenmeter, die sind nämlich von Süd nach Nord deutlich angenehmer als anders herum. Das will ich aber nicht so laut sagen.  Der Mann lässt sich darauf ein und so sitzen wir heute um neun im Zug Richtung Tegernsee, und checken eine gute Stunde später ein. Der Mann als Geburtstagskind hat sogar freien Eintritt. Saunen und Sausen weiterlesen

2017 wird gut

MeinTriathlon.de fragt: Was ist dein sportliches Ziel in diesem Jahr? Ich antworte hiermit.

Mein sportliches Ziel 2017 ist die erfolgreiche Teilnahme an den Euroeyes Cyclassics in Hamburg. Und erfolgreich heißt, dass ich die 120-Kilometer-Runde in den geforderten Mindestzeit von gut viereinhalb Stunden schaffe.

Das ist das Ziel. Der Weg dahin ist auch schon einigermaßen ausgelegt und in Excel gegossen. Soviel Radfahren wir möglich. Zur Arbeit und zurück, auch mal mit Umweg. Und am Wochenende und am Abend. Insgesamt möchte ich bis zum Rennen Ende August 4.000 Kilometer in den Beinen haben (seit Dezember 16). Das ist wahrscheinlich die größere Herausforderung. Auch vom Zeitmanagement her.

Direkt an mein sportliches Ziel habe ich noch ein anderes geknüpft: Meine Spendenaktion für World Bicycle Relief. 2017 wird gut weiterlesen

Winterradeln vom Feinsten

Samstag und Sonne. Und warm. Seit langem mal wieder sind positive Temperaturen vorhergesagt. Das schreit nach Outdoor. Meine Männer zieht es in die Berge. Sie wollen eine Skitour machen. Für den Sohn wird es eine Premiere, Initiation sozusagen. (Als ich dies hier schreibe, sind sie noch nicht zurück, daher weiß ich nicht, ob das Vorhaben geglückt ist.)

Selfie einer Frau mit Sonnenbrille und Radhelm vor einem Schneefeld, in der Sonne
Alexandra in der Sonne

Berge und Skier sind nichts für mich, meine Knie und meine Psyche. Daher bleibe ich im Flachen und mache mich für eine kleine Radlrunde fertig. Ich entscheide mich fürs Mountainbike, weil doch noch ordentlich Schnee rumliegt und nicht alle Seitenwege gut geräumt sind. Wissend, dass ich mit diesem Rad keinen ganz tollen Schnitt und damit nur einen kleinen Radius habe, nehme ich mir nicht viel vor, dreißig Kilometer so etwa. Auf und los.

Nach fünf Kilometern muss ich mich gleich mal entblättern. Viel zu warm angezogen. Diese hohen Außentemperaturen bin ich einfach nicht mehr gewohnt. Winterradeln vom Feinsten weiterlesen

93 Kilometer bei minus 63 Grad Celsius

93 Kilometer bei minus 63 Grad Celsius. Das ist die Bilanz meiner ersten richtigen Winterradelwoche in diesem Jahr, wenn man alles zusammenzählt. Am ersten Januar war ich schon bisschen mit dem Rennrad unterwegs. Dann eine Woche nur Indoor-Strampeling und dann war ja das Problem mit der Louise gelöst und ich konnte los.

Mountainbike for Schneefeld
So schön kann der Winter sein

Vier Tage hintereinander. Am ersten Tag noch im frischen Schnee plus seit langem mal wieder auf dem Mountainbike plus arschkalt plus morgens bin ich eh immer langsamer plus es geht bergauf brachten einen Schnitt von bisschen über zwölf kah-em-ha auf zehn Kilometern. 93 Kilometer bei minus 63 Grad Celsius weiterlesen

(Warum) läufst du?

Wie schon mehrfach erwähnt, ist mein sportliches Ziel für 2017 ein fahrradbezogenes. Da bin ich auch echt froh, und zwar aus mehreren Gründen. Bevor mich dieses Ziel ansprang hatte ich mir natürlich Gedanken gemacht, um was es im nächsten Jahr gehen könnte. Und weil ich immer noch ein Triathlon-Fan bin, dachte ich mal in diese Richtung, einen Sprint-Triathlon vielleicht. Und weil ich aber immer noch nicht laufen kann, waren das keine schönen Gedanken. Recht verzagt und wenig erfreut. Schwimmen und Radfahren, kein Problem, nur diese dämliche Laufen. Aber es lässt mich nicht los, ich denke oft daran, habe sogar mal wieder neue Laufschuhe und versuche es immer mal wieder. Und ich treibe es sogar so weit, dass ich hiermit bei Eddys Blogparade zum Thema “Warum läufst du?” mitmache:

Warum läufst Du?

Weil ich denke, dass es doch eigentlich gar nicht so schwer sein kann. Weil ich doch noch irgendwann einen Triathlon machen will. Weil ich Läufen können will. Und überhaupt. (Warum) läufst du? weiterlesen

Lost in Nordost

Violett glasierte Plätzchen auf einem Backbrett
Muss ja nicht immer alles Rot an Weihnachten sein

Tagelang schon versprach Wetteronline Sonne. Mittwoch, Donnerstag, Freitag. Immer hieß es “Morgen wird es schön.” Haha, alles gelogen. War aber egal, weil ich eh nicht aus dem Haus konnte. Aber heute dann. Dieser Samstag ist ein wahrer Sonnentag. Gegen Mittag  wird es sogar schon fast warm. Noch schnell ein paar Plätzchen glasiert, dann ab in die Thermohose, doppelt Socken, Fleece-Pulli, warmes Wasser in die Flasche. Reifendruck prüfen. Los.

Ich bin mutig und fahre mal nicht wie üblich nach Osten raus sondern nach Norden. Da waren wir schon mal mit dem Marathon-Mann unterwegs. Lost in Nordost weiterlesen

Zuviel Licht

Hell wird es gegen acht, und um halb fünf ist es schon wieder fast dunkel. Nicht viel helle Zeit zum Radfahren, wenn der Arbeitgeber auch noch tagsüber Anwesenheit erwünscht. Ich versuche es zu vermeiden, aber es kann schon mal passieren, dass ich mit dem Rad in die Dunkelheit gerate. An sich ist das kein Problem. Mein Radl hat ordentlich Licht, und ich kleide mich auffällig (#Neonkasperl), um gut gesehen zu werden. Zuviel Licht weiterlesen

Beziehungskrise

Das Rennrad Müsing und ich. In diesem Sommer war gar nicht viel zwischen uns. Gerade einmal 780 Kilometer haben wir zusammen verbracht. Ich an seiner Stelle wäre in diesem Jahr schon öfter mal eifersüchtig gewesen. Den großen Radurlaub und auch sonst fast alle Touren war ich ja mit dem Giant Anyroad unterwegs. Weil ich aber nächsten Sommer ein Rennradrennen machen will, muss ich natürlich trainieren. Mit Müsing. Beziehungskrise weiterlesen

Mit Plan

Jetzt war ich schon ein paar Mal zum Schwimmen, aber immer mit ohne Plan. Was erwartungsgemäß zur Folge hat, dass ich a) immer hübsch in der Komfortzone bleibe, b) mich recht schnell langweile und c) dann auch bald wieder aus dem Wasser steige.
Weil ich weiß, dass es mit Plan besser geht, schreibe ich mir halt wieder einen. Hübsch ambitioniert, damit die Komfortzone auch möglichst klein bleibt. Inspirieren lasse ich mich dabei gerne von den Plänen der Website medhealthetlichs.de und aus den Kursunterlagen meiner diversen Kraulkurse. Mit Plan weiterlesen