Archiv der Kategorie: Radfahren

Winterradeln vom Feinsten

Samstag und Sonne. Und warm. Seit langem mal wieder sind positive Temperaturen vorhergesagt. Das schreit nach Outdoor. Meine Männer zieht es in die Berge. Sie wollen eine Skitour machen. Für den Sohn wird es eine Premiere, Initiation sozusagen. (Als ich dies hier schreibe, sind sie noch nicht zurück, daher weiß ich nicht, ob das Vorhaben geglückt ist.)

Selfie einer Frau mit Sonnenbrille und Radhelm vor einem Schneefeld, in der Sonne
Alexandra in der Sonne

Berge und Skier sind nichts für mich, meine Knie und meine Psyche. Daher bleibe ich im Flachen und mache mich für eine kleine Radlrunde fertig. Ich entscheide mich fürs Mountainbike, weil doch noch ordentlich Schnee rumliegt und nicht alle Seitenwege gut geräumt sind. Wissend, dass ich mit diesem Rad keinen ganz tollen Schnitt und damit nur einen kleinen Radius habe, nehme ich mir nicht viel vor, dreißig Kilometer so etwa. Auf und los.

Nach fünf Kilometern muss ich mich gleich mal entblättern. Viel zu warm angezogen. Diese hohen Außentemperaturen bin ich einfach nicht mehr gewohnt. Winterradeln vom Feinsten weiterlesen

93 Kilometer bei minus 63 Grad Celsius

93 Kilometer bei minus 63 Grad Celsius. Das ist die Bilanz meiner ersten richtigen Winterradelwoche in diesem Jahr, wenn man alles zusammenzählt. Am ersten Januar war ich schon bisschen mit dem Rennrad unterwegs. Dann eine Woche nur Indoor-Strampeling und dann war ja das Problem mit der Louise gelöst und ich konnte los.

Mountainbike for Schneefeld
So schön kann der Winter sein

Vier Tage hintereinander. Am ersten Tag noch im frischen Schnee plus seit langem mal wieder auf dem Mountainbike plus arschkalt plus morgens bin ich eh immer langsamer plus es geht bergauf brachten einen Schnitt von bisschen über zwölf kah-em-ha auf zehn Kilometern. 93 Kilometer bei minus 63 Grad Celsius weiterlesen

Lost in Nordost

Violett glasierte Plätzchen auf einem Backbrett
Muss ja nicht immer alles Rot an Weihnachten sein

Tagelang schon versprach Wetteronline Sonne. Mittwoch, Donnerstag, Freitag. Immer hieß es “Morgen wird es schön.” Haha, alles gelogen. War aber egal, weil ich eh nicht aus dem Haus konnte. Aber heute dann. Dieser Samstag ist ein wahrer Sonnentag. Gegen Mittag  wird es sogar schon fast warm. Noch schnell ein paar Plätzchen glasiert, dann ab in die Thermohose, doppelt Socken, Fleece-Pulli, warmes Wasser in die Flasche. Reifendruck prüfen. Los.

Ich bin mutig und fahre mal nicht wie üblich nach Osten raus sondern nach Norden. Da waren wir schon mal mit dem Marathon-Mann unterwegs. Lost in Nordost weiterlesen

Zuviel Licht

Hell wird es gegen acht, und um halb fünf ist es schon wieder fast dunkel. Nicht viel helle Zeit zum Radfahren, wenn der Arbeitgeber auch noch tagsüber Anwesenheit erwünscht. Ich versuche es zu vermeiden, aber es kann schon mal passieren, dass ich mit dem Rad in die Dunkelheit gerate. An sich ist das kein Problem. Mein Radl hat ordentlich Licht, und ich kleide mich auffällig (#Neonkasperl), um gut gesehen zu werden. Zuviel Licht weiterlesen

Beziehungskrise

Das Rennrad Müsing und ich. In diesem Sommer war gar nicht viel zwischen uns. Gerade einmal 780 Kilometer haben wir zusammen verbracht. Ich an seiner Stelle wäre in diesem Jahr schon öfter mal eifersüchtig gewesen. Den großen Radurlaub und auch sonst fast alle Touren war ich ja mit dem Giant Anyroad unterwegs. Weil ich aber nächsten Sommer ein Rennradrennen machen will, muss ich natürlich trainieren. Mit Müsing. Beziehungskrise weiterlesen

Blogparade: Winterradeln – geht das?

Dies ist die Einladung zu einer Blogparade. Details weiter unten und die Mitparadierenden

Giant Anyroad mit verpackten Fahrradlichtern auf dem Gepäckträger. Umwuchert von Knöterich
Lichter noch originalverpackt

Nachdem es heute schon lange und sichtbar schneite, beschließe ich, dass der Sommer offiziell vorbei ist. Und weil es auch schon früh recht finster ist, hab ich mich dann doch mal um ordentliche Beleuchtung fürs Giant Anyroad gekümmert. Die vordere Lampe hat ja den Dauerregen auf der Großen Tour nicht überstanden, und die Rückleuchte habe ich neulich auf meiner Moseltour verloren. Ich habe das schwere Fahrradschloss in Verdacht,  das so unglücklich auf dem Gepäckträger hing und so die Rückleuchte aus der Halterung hebelte. Nun ist aber alles wieder da und leuchtet ordnungsgemäß. Blogparade: Winterradeln – geht das? weiterlesen

Alltagsradeln

Wie angekündigt, kommen jetzt wieder die Alltäglichkeiten. Sowas wie der tägliche Weg zur Arbeit. Das ist nicht mehr so spektakulär, aber dieser Blog war und ist ja ein Normalleben-Blog, und das Reiserad ist wieder zum Alltagsbike für das Normalleben mutiert und der Inhalt meiner Ortlieb-Taschen ist jetzt auch wieder ein anderer.

Das Radfahren im Normalleben besteht zur Zeit hauptsächlich aus dem Weg zur Arbeit. Aus dem letzten Post, dem mit dem Interview, kamen noch die Fragen, ob und wie sich mein Alltagradeln verändert hat. Gar nicht, war mein erster Gedanke, aber das stimmt nicht. Wenn ich jetzt auf dem Alltagsrad sitze, bin ich weniger gehetzt. Es sieht zwar aus wie ein Rennrad, aber es ist keins. Wenn ich mit dem echten Rennrad unterwegs bin, sehe ich zu, dass ich schnell bin und auch aus der Puste komme und schwitze. Mit dem Alltagsrad ist mir das egal. Ich fahre und wenn mir der Wind entgegen bläst, dann wird es halt langsamer. Ich habe auch keine Lust, vollkommen derangiert in der Arbeit anzukommen, deshalb
geht es gemütlicher.

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Ab heute in Pink

Von Ettenheim nach Iffezheim

Ich bin wieder dicht,  und das verdanke ich der Schwägerin,  die mir ihre neue Regenjacke für meine Tour überlässt. Die Farbe passt nicht in mein übliches Farbschema,  aber sie hält Regen ab und hält sogar ein bisschen warm.  Und sie leuchtet. Zusammen mit meinem neongelben Helmüberzieher komme ich mir vor,  wie eine rollende Leuchtreklame.

Der Schwager begleitet mich morgens zur Fähre,  denn ich will wieder in Frankreich radeln.  Blöd nur,  dass die Fähre nicht fährt  wegen Hochwasser.  Also wieder zurück in den letzten Ort und dort trennen sich unsere Wege.  Der Schwager fährt heim in die warme Wohnung,  und ich fahre gen Norden in die nächste Regenwand bei gefühlten Minusgraden.  Meine Packtaschen sind so leer,  dass ich schon Angst hatte,  die Hälfte vergessen zu haben.  Dabei habe ich nur einfach sehr viel des Gepäcks an.

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In Begleitung

Von Neuenburg (Rhein) nach Ettenheim

Tag drei beginnt gemütlich. Der Schwager kommt erst gegen halb elf am Bahnhof an, so habe ich Zeit, Zeit zu haben. Mit dem hoteleigenen Gartenschlauch brause ich den Sand vom Rad, striegel und öle es. Trotzdem dar fich noch eine halbe Stunde am Bahnhof herum lungern, und zwar in der Sonne!
Der Schwager kommt an, und wir machen uns gleich auf nach Frankreich. Dort sollen die Radwege asphaltiert sein. Ich will mir und meiner Kette ein wenig Ruhe gönnen. In Begleitung weiterlesen