Archiv der Kategorie: Touren

Berichte von Tagesauflügen, Radausfahrten und mehrtägigen Radreisen, vergangene wie geplante.

Packliste und Packkiste

Diese Packliste war ein laufendes Projekt für meine Flüsse-Radtour in 2016. Inzwischen hat sie sich schon mehrfach bewährt, weil ich nicht mehr groß nachdenken muss, was alles mit muss.

Für Rückmeldungen, Tipps etc. bin ich dankbar. Neben dieser virtuellen Liste habe ich auch noch eine Packkiste, in die ich schon mal Zeug reinwerfe, was ich bis dahin nicht brauchen werde. Sie wird täglich voller.

Bike-Material
  • Giant Anyroad 2, mit Sonderausstattung: Gepäckträger und Schutzblechen
  • Ortlieb Backroller Plus Hinterradtaschen in Grün
  • Evtl. Ortliebsack für hinten drauf und/oder Spannnetz, zeigt sich dann bei der ersten Packprobe
  • Lenkertasche ist dran , wird schwierig, weil das Giant Anyroad so voll um den Lenker herum ist
  • Evtl. Satteltäschchen für Werkzeug (ist jetzt in der Lenkertasche)
  • Licht vorne
  • Luftpumpe, Werkzeug, Ersatzschlauch, Expander
  • Halterung für meine FinePix
  • Fahrradschloss
  • Gummihandschuhe für Pannen, damit ich mir die Finger nicht schmutzig machen muss, und ein Lappen, wenn das Bike zu schmutzig ist

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Fakten schaffen

Nachdem ich mich zwei Tage offline und online über einen moralischen Aspekt meiner Radtour habe beraten lassen, bin ich zu dem Entschluss gekommen, doch keine Spendenaktion aus meiner Urlaubsreise zu machen. Ein ander Mal und dann gezielt und mit Bezug. So dann ist das geklärt.

Geklärt ist jetzt auch der Beginn. Ich besitze jetzt nämlich eine Fahrkarte nach St. Gallen für mich und mein Rad. Das Rad bekam sogar noch zusätzlich irgendein Zolldings, weil wir eine Grenze überqueren müssen. War ja auch so eine Frage, ob ich Nord- oder Südseite vom  Bodensee fahren will, und weil kein ordentlicher Input kam, warf ich eine Münze. Innerlich. Erste Nacht ist in Schaffhausen, die zweite in Basel, die dritte in Ettenheim bei Verwandtschaft. Ab dann wird es vage. Fakten schaffen weiterlesen

Sommerabschlussfahrt

Der Sommer neigt sich jetzt wirklich dem Ende entgegen. Zeit wird’s für eine letzte große Ausfahrt. Das Wochenende habe ich frei, also suche ich mir einen schönen Weg zusammen. Nach Landshut wollte ich schon lange mal, Niederbayern finde ich schön. Also abgemacht. Samstag schnall ich meine Tasche ans Rad, zieh mich warm an und radel los in den Nebel.

Herbst an der Isar
Herbst an der Isar

Ich schleiche mich hintenrum zur Isar und treffe sie dank meines tollen Orientierungssinns erst in Ismaning. Ab hier also Isarradweg. Der Weg ist nicht asphaltiert und führt durch den Wald. Das bedeutet um diese Jahreszeit ein Haufen Vertrauen, denn wer weiß denn schon, was unter der dichten Schicht Blätter ist. Könnte ja ein Krater versteckt sein. Ich lese den Weg wie so ein Winnetou und fahre nur da, wo schon Spuren zu sehen sind. So komme ich ganz gut voran und akkurat bei Kilometer vierzig in Freising kommt die Sonne raus. Na also, geht doch. Ab jetzt wird’s toll.  Und ab jetzt befahre ich mir unbekanntes Terrain. Sommerabschlussfahrt weiterlesen

Niederbayern im November

Zum passenden Beitrag hier im Blog

Frau vor Flussradwegen

Beim Planungsträumen meiner großen Tour lerne ich,  dass man kreuz und quer durch Deutschland kommen kann, wenn man nur den Flüssen folgt. Ich finde das ganz spannend und stelle mir vor, wie die Menschen in präautobahnischen Zeiten durch die Lande gereist sind. Entweder auf Pfaden, die römische Legionen schon runtergetrampelt hatten, oder eben entlang der Flüsse. Diese hatten sich freundlicherweise schon viele Jahre vor den Menschen durch Hügel und Berge gefräst und uns so die Wege geebnet.

Unglaublich viele Flüsse und Flusstäler sind (radweg-)technisch erschlossen, benannt und entsprechend ausgeschildert. Das war im Mittelalter etc. bestimmt nicht so. Da stelle ich mir zwischendurch mal krankheitsübertragende Sumpfgebiete oder unpassierbare Felseneinschnitte vor. Oder Hochwasser, plötzlich entstehende Seitenarme und geänderte Flussläufe, weil die Flüsse damals noch eher konnten wie sie wollten. Radwandern auf asphaltierten Wegen ist dagegen ein Kindergeburtstag.

Meine Google Map, die ich für die Planung verwende, enthielt am Anfang nur drei Wege: Lindau – Xanten am Rhein, Xanten – Cuxhaven gerade rüber und Cuxhaven – Dresden an der Elbe.

Mittlerweiler sind viele Flussradwege, ehemalige Bahntrassen und anderweitige benannte Radwege hinzugekommen. So ist es inzwischen durchaus eine Option für mich, von Xanten ein Stück an der Lippe, dann über Münster und Telgte an die Ems, diese südlich bis Gütersloh, von dort weiter nach Bad Oeynhausen an der Weser, und die Weser weiter entlang nach Norden bis zur Wümme zu fahren, und die weiter Richtung Hamburg zu nehmen.  Frau vor Flussradwegen weiterlesen

Karten und Ideen

Die Planung der Großen Tour geht weiter. So bin ich. Wenn ich mir was in den Kopf setze, möchte ich das am liebsten gleich und jetzt alles machen. Aber jetzt geht nicht und wäre auch nicht so schön. Jetzt wird es kalt und ungemütlich.

Nebel am Riemer See
Nebel am Riemer See

Musste ich erst gestern merken, als ich morgens bei ganz wenig Graden über Null in die Arbeit geradelt bin. Vollkommen unangemessen angezogen, weil ich dachte mir, wird schon warm, wenn ich ordentlich reintrete, und am Nachmittag sollte ja eh die Sonne scheinen, und bisher hieß Sonne ja auch warm. Außer einem stimmungsvollen Foto mit Nebelschwaden über dem See hat mir das noch eine Unpässlichkeit eingebracht, die mich heute bei Fenchelkümmelanistee ans Sofa fesselt.

Lippe-Römer-Weg
Lippe-Römer-Weg vorm Kamin

So habe ich endlich wieder Zeit, mich um die Planung meiner Großen Tour zu kümmern. Fremdenverkehrsvereine an Ruhr, Lippe, Weser und Elbe haben mich netterweise mit Material versorgt, und ich träume bei den Bildern und Beschreibungen, studiere die Karten und stelle mir vor, wie das dereinst sein wird, wenn ich dort entlang radel, in sechs oder sieben Monaten.

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Flüsse in Deutschland

Seit den drei Tagen entlang der Donau: Erst ein kleines Flüstern im Kopf, dann immer lauter bis es jetzt schon fast spruchreif ist und nun hier ausgesprochen werden soll.

Nächstes Jahr möchte ich eine längere Radtour machen. So um Pfingsten rum, etwa drei Wochen. Die Strecke am Rhein von Lindau bis Xanten ist gesetzt. Alles andere ergibt sich. Vielleicht Ruhr oder Ems oder Weser, und dann Elbe und Saale. Flüsse gibt es viele. Die Planung ist in vollem Gange, obwohl es eher nur eine hypothetische ist. So richtig planen und Betten vorbuchen will ich eigentlich nicht.

Also male ich mir bei Google Maps Karten, suche und importiere GPX-Tracks, lese Erfahrungsberichte und Reiseanleitungen. Dabei stolpere ich auch über die Reisen von Suzanne und Janos, die mal eben von München nach Frankreich radeln, und zwar via Berlin und Hamburg. Oder der Blog von Markus, der für einen Kaffee nach Togo radelt, und dafür ein Jahr braucht. Das hatte ich jetzt nicht vor. Ich back da erstmal kleinere Brötchen, bleibe lieber in der Zivilisation mit allen ihren Annehmlichkeiten.

Neben der mentalen Vorbereitung muss ich natürlich zusehen, dass ich einigermaßen fit durch den Winter komme. Das wird wahrscheinlich das schwierigere. Ich berichte – natürlich und natürlich hier!

Donauradweg IV: Tulln – Wien (und wieder ganz heim)

Donnerstag morgen, Tulln, Regen, dem Haar ist es egal. Aber mir nicht. Auch ist mir nicht egal, dass meine Radelhose nach der gestrigen Handwäsche noch nicht ganz trocken ist. Toller Anfang: Oben nass, unten nass und kalt überall. Ich ziehe erstmal alles an, was ich dabei habe, zum warm werden.

Zunächst müssen wir zum Bahnhof die Rückfahrkarte kaufen. Die ÖBB-Angestellte am Schalter ist entweder selten doof oder selten schlau. Auf jeden Fall verkauft sie uns Karten und Platzreservierungen für einen Zug, der gar nicht fährt. Auf unserem persönlichen Fahrplan-Ausdruck sehen wir, leider erst  am nächsten Tag, den Hinweis, dass genau dieser Zug, der uns von Salzburg nach München bringen soll, wegen des Bahnstreiks nicht fährt. Grmpf.
Aber weil wir das erst am nächsten Tag bemerken, habe ich jetzt auf der letzten Etappe keine Ablenkung: Der Weg geht schnurgerade. Alles ist grau. Ich habe keinen Bock und muss alle fünfzehn Kilometer eine Pause machen. Macht nix. Wir haben es ja nicht eilig. Bis Wien sind es nur vierzig Kilometer und weil wir nicht genau wissen, ab wann wir ins Hotel dürfen, trödeln wir halt auf dem Weg herum.

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Donauradweg III: Melk – Tulln

Der dritte Tag führt uns durch die Wachau. Ich war gespannt. Hab ja schon viel gehört, von der Wachau bzw. über sie. Aber so konkrete Vorstellungen hatte ich nicht, nur halt, dass es schön sein soll. Also los. Der Weg führt uns durch Dörfer, Weinberge und Marillenbaumgärten (gibt es das Wort?).

Dunst in der Wachau
Dunst in der Wachau

Ein Fleckchen malerischer als das andere. Weinorte, die nur aus Heurigen und Hotels bestehen lassen einen ahnen, wie es hier zugeht, wenn die Sonne scheint. Tut sie aber nicht, und deshalb ist es recht beschaulich. Wir reisen zusammen mit zwei drei anderen Paaren und der gelegentlichen Rentnertruppe auf ihren E-Bikes mit breiten Fellsatteln. “Zusammen reisen” heißt in diesem Fall. Wir überholen die, werden überholt, wenn wir mal Pinkelpause machen, überholen dann die wieder und so weiter. Ein erweiterter belgischer Kreisel, ohne Windschattennutzen allerdings, aber den braucht es heute wieder nicht. Der Westwind treibt uns voran. Nur in manchen komischen geo-meteorologischen Konstellationen bläst uns eine Böe ins Gesicht.

Klein aber oho
Klein aber oho

Weiter durch die Museumslandschaft. In Willendorf muss ich kurz der Venus huldigen. Dann Dürnstein auf der Anhöhe mit dem Richard-Löwenherz-Hotel. Später lerne ich, dass Richard Löwenherz tatsächlich hier genächtigt hat seinerzeit. Allerdings nicht in einem Hotel sondern im Kerker. Er war nämlich als Gefangener im Ort. Könnte ein Fall von Geschichtsverklärung sein. Dem Richard ist’s vermutlich egal. In Krems dann die erste Pause mit Kaffee und einer sensationellen gebackenen Rhabarbertorte. Wieder einmal bin ich verzückt von Österreichs Mehlspeisen. Das können sie wirklich gut.

Inzwischen ist es so richtig kalt geworden. Beim Fahren geht es, aber draußen zu sitzen ist unangenehm. Ich wickel mich in die Decken, die freundlicherweise bereit liegen. Wir hätten auch hinein gehen können.

Melk - Tulln
Melk – Tulln

Die Wachau liegt jetzt hinter uns und wir begeben uns ins Tullnerfeld. Am nächsten Tag höre ich, dass Wiener und solche, die südlich von Wien leben, das Tullnerfeld gerne als Steppe abtun. Ich finde das ein bisschen gemein, denn ich mag flache Landschaften sehr. Hatte ich schon mal erwähnt, oder? Gemein ist auch, dass immer die vermeintlich unattraktiven Gegenden Kernkraftwerke verpasst bekommen. Dabei hat in Tulln der König Etzel seine Krimhild begrüßt. Das ist mal ordentliche Geschichte.

Kurz hinterm Kraftwerk fängt es wieder zu regnen an. Erst wenig, dann normal und dann ordentlich. Vollkommen nass fahren wir nach Tulln ein und finden auch gleich am Hauptplatz ein Restaurant, was uns Wärme und Leberknödelsuppen gewährt. Das hilft über die erste Verzweiflung hinweg. Bis Wien sind es noch vierzig Kilometer. Der Mann jammert, dass er nicht mehr sitzen kann. Ich will weiterfahren. Hauptsächlich, weil ich nicht einen Tag in Tulln vertrödeln und die Zeit lieber in Wien verbringen würde. Außerdem: Was sind schon vierzig Kilometer? Und übrigens, wir sind schon im S-Bahn-Bereich. Nur mal so erwähnt.
Ich rufe in Wien in unserem Hotel an und frage, ob wir schon einen Tag früher kommen dürfen. Dürfen wir nicht, sie sind voll. Oh. Unerwartet.
Wir erörtern unsere Prioritäten:

  1. Mit dem Rad in Wien einfahren? Sehr wichtig.
  2. Auch heute noch am Abend und bei Regen? Nicht sehr wichtig.
  3. Lieber dafür morgen in Ruhe und dafür weniger von Wien sehen? Ja. So machen wir es.

Auf der anderen Seite des Hauptplatzes finden wir die Pension am Springbrunnen, in der wir eine riesige Maisonette-Ferienwohnung für recht wenig Geld anmieten. Mit Mikrowelle, heißer Dusche und Couchgarnitur vor dem Fernseher. Tulln hat auch seine schönen Seiten.

Dann morgen also Wien.

Donauradweg II: Linz – Melk

Am Morgen in Linz klingelt der Wecker ganz schön früh. Unsere Wetter-Apps kündigen den ersten Regen schon für den frühen Nachmittag an, und so sitzen wir schon um neun auf den Rädern. Und zwar unter Schmerzen. Ich habe mir am Vortag ganz schön was aufgescheuert. Weil ich auch nicht auf die Expertinnen höre, die da sagen, Radlhose reicht und zwar ausschließlich. Ich probier das heute, wo es schon zu spät ist. Es wird sich als Segen erweisen, das spüre ich schon auf den ersten Metern. Außerdem lasse ich mir den Nacken mit Chili-Salbe einschmieren. Die brennt so heiß, dass ich den ganzen Tag über nicht weiß, ob der Nacken wegen Verspannung oder wegen der Salbe brennt.

Bei Grein
Bei Grein

Wir gondeln also aus Linz raus (deutlich schöner als der Hineinweg). Der Himmel ist verhangen und ein scharfer Westwind bläst. Wir rasen dahin, nichts kann uns bremsen. Naja, außer vielleicht den Millionen Schnecken, die sich uns todesverachtend in den Weg legen. Aber Sorry ey, da kann ich jetzt keine Rücksicht nehmen.
Vor Mauthausen Exemplare für meine Sammlung lustiger Ortsnamen: Abwinden, Stadt Luftenberg. Nach Mauthausen ein Weiler namens Albern. Leider konnte ich das Ortsschild nicht fotografieren, weil es gerade bergab ging mit Rückenwind. Das muss man verstehen.
In Mauthausen erfasst uns dann leider der erste Schauer. Reflexartig fliehen wir unter einen Unterstand, ironischerweise am Freibad des Ortes. So können wir den Tropfenbildern auf der Wasseroberfläche zusehen.
Weil wir ja nicht ewig in Mauthausen vor dem Freibad stehen bleiben können, und der Regen nicht weniger wird, fahren wir halt weiter. Wir hatten jetzt viele Tage um uns mit dem Gedanken vertraut zu machen, dass wir nass werden, also stürzen wir uns rein. Zum Glück ist es noch einigermaßen warm, so fahre ich mit kurzen Armen, halblanger Hose und wasserdichter Weste. Der Rest wird nass. Mir tropft es vom Helm, von der Brille, von und aus der Nase, aber ist ja egal. Alles nur Wasser und zum Glück immer noch Rückenwind.
Nach einer guten Stunde hört der Regen auf und noch eine halbe Stunde später, sind die Hosen auch wieder so ziemlich trocken. Mein Dank geht hier an die internationale Textil- und Chemieindustrie.

Linz - Melk
Linz – Melk

Bei Kilometer achtzig erreichen wir Ybbs. Schon oft bei Scrabble verwendet und jetzt endlich mal gesehen, live und in Farbe. Wie alle diese Donaustädtchen putzig und sehenswert.
Der Aufbruch nach einem leiwanden Backhendlsalat fällt einigermaßen schwer. Aber unser Etappenziel Melk ist nicht mehr weit entfernt. Also, Zähne und Po zusammenkneifen und weiter.
Der Weg führt jetzt nicht mehr nur durch die unberührte Natur, sondern auch durch Orte. Es gibt also mehr zu sehen, als nur Bäume und Schnecken und Wasser. In Krummnußbaum habe ich geschaut, aber keinen gesehen.
Wir fahren jetzt durch den Nibelungengau. Abgesehen davon, dass ich die Nibelungengeschichte mag, finde ich es lustig. Denn erst vor zwei Wochen wanderte ich auf dem Nibelungenweg durch den Odenwald. Ich schätze aber, dass dieser Weg zum ersten Teil des Nibelungenliedes zählt, während der Gau und die Orte darin eindeutig zum zweiten Teil gehören.
Dann endlich in Melk. Die Stadteinfahrt führt vorbei an den Schiffsanlegestellen. Hier saugen die Kreuzfahrtschiffe gerade ihre Passagiere wieder an, die Ausgang hatten, um sich Melk und sein Kloster anzusehen.

Melkkultur
Melkkultur

Hotel zu finden ist nicht schwer, es gibt genügend. Nur leider kann ich das Weiße Lamm erst wieder empfehlen, wenn die mir Belege über den Kauf neuer Matratzen vorlegen.
Trotzdem lege ich mich früh hin und bleibe liegen bis zum Morgen. Zwischendurch wache ich mal ein bisschen auf, weil mir entweder schüttelfrostkalt oder -heiß ist, oder weil der Mann sich das erste Halbfinale des ESC gibt. Habe ich schon erwähnt, dass er manchmal sehr hart im Nehmen ist?
Aber vielleicht musste es auch sein, denn Österreich und ESC scheint eins zu sein in diesen Tagen. Überall grinst Frau Wurst von Plakaten, und im Fernseher gibt einem der ORF fünf Gründe, den ESC anzuschauen, die allesamt überzeugend und vor allem lustig sind.

Dieses war der zweite Streich …