Ruhetag

Heute war ich faul, und warte auf den  Muskelkater von dem Laufen gestern. Heute Morgen war nix. Heute Mittag war nix. Nur ein bissel Ziehen da und dort. Aber eben wäre ich ja fast nicht die Treppe runtergekommen. Auf einmal geben meine Knie nach. Ja sowas. So spät noch?
Aber wichtiger noch die Frage: Geht das bis Donnerstag wieder weg?

Inzwischen plane ich meine “Trainings” schon und überlege im Voraus, wann ich was machen kann.
Morgen geht zum Beispiel nicht das Radeln zur Arbeit wegen krasser Terminenge. Aber am Abend könnte ich mich auf den Crosstrainer stellen und dabei einer Konferenz über Remote beiwohnen. Hört sich doch gut an. Erstaunt bin ich jedenfalls überhaupt über meine Pläne.
Ich dachte ja lange immer – oder habe es mir eingeredet -, dass Arbeit und Familie einem keine Zeit mehr für irgendwas lässt. Stimmt nicht, das geht schon irgendwie.

1. Lauftraining

Heute war mein erstes Lauftraining: Sowas wie “Laufen für Dummies”. Aber die anderen Teilnehmer sahen gar nicht so aus wie ich. Alle stramme Wadln, keine Speckwurst um den Bauch. Aber egal.
Nach diversen Vorreden ging es los: Zwei Minuten Laufen. OK, dachte ich, schaff ich. Zumindest ein Mal. Oh Mann, unglaublich, wie lang zwei Minuten sein können, und was alles in dieser Zeit passieren kann: Schienbeinmuskel verkrampfen, Lunge pfeift, Oberschenkel fangen das Brennen an. Und das alles in Z-W-E-I Minuten. Natürlich war ich die letzte der Gruppe, beim Ausruhgehen habe ich mich dann wieder gefangen. Aber dann nochmal das gleiche und nochmal. Mir lief das Wasser runter und ich schnaufte, aber ich bin nicht zusammengebrochen. Die Dehn- und Laufübungen auf (sehr) kurzer Strecke habe ich gut hingekriegt. Und dann wieder diese Zwei-Minuten-Dinger. Aber, hey, ich hab’s geschafft, drei Mal zwei Minuten laufen. Als ich schon schlapp machen wollte, kam der Trainer von hinten: “Noch 30 Sekunden”. Hat geholfen. Ich hab durchgehalten. Und dann bin ich geplatzt – vor Stolz. Das Heimradeln habe ich dann auch ganz gut geschafft. Mit kuschelig warmen Oberschenkeln, schwer wie Blei.
Ab in die Badewanne – kaum mehr rausgekommen – im Bett gelegen, bewegungsunfähig aber glücklich. Freu ich mich etwa auf Donnerstag?!