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Ungeschickt

Neulich habe ich mal ein paar Stündchen in Fahrradpflege investiert. Mein Reiserad wünschte sich nach seiner langen Reise ein wenig Kosmetik, und dem Rennrad schadete es auch nicht. Ich zieh also den Kärcher aus dem Keller und drück dem Sohn die Düse in die Hand. Ich halte ihm die Räder hin und ermahne ihn ab und zu, doch nur die dreckigen Stellen der Räder abzuspritzen und nicht gleich auch noch mich und die Blümchen nebenan. Hach, er ist halt so experimentierfreudig, der Kleine. Ungefähr bis zu dem Zeitpunkt, an dem er sich selbst die Zehen abkärchert, und merkt, wie unschön es ist, den harten Wasserstrahl selbst abzubekommen. Ungeschickt weiterlesen

Ventillichtlein

Nikolausi hat ein neues Spielzeug gebracht: Ein Ventillichtlein. Eigentlich hat der Mann welche gekriegt, in Blau passend zu seinem Rad. Aber damit es sich lohnt habe ich mir auch gleich ein paar grüne mitbestellt.

Ventillicht muss auf die Einweihung warten
Ventillicht muss auf die Einweihung warten

Ein Ventillicht ist ein Licht, was man auf’s Ventil steckt, Auto oder Rad oder Motorrad. Und wenn das Lichtlein bewegt wird, leuchtet es.  Immer bedacht auf Sicherheit im Straßenverkehr, zumal in der Dunkelheit, denke ich, dass ein zusätzliches Licht nicht verkehrt sein kann.

Ich wollte schöne Bilder, also musste die Fotocrew heute abend noch ran. Ich fahre auf und ab und auf und ab und Sohn und Mann geben Anweisungen und drücken auf den Auslöser. Es sind ein paar ganz lustige Effekte dabei herausgekommen. Leider weniger grün als ich erhofft hatte.

Als Fahrerin merke ich nicht viel von dem Licht, außer dass es ein bisschen von unten hoch blendet.  Gesehen wird man mit diesem Licht auch im Wesentlichen nur von der Seite. (Auf den Fotos oben habe ich übrigens mit Absicht kein weiteres Licht an, von wegen dem Effekt, sonst fahre ich schon etwas beleuchteter!)

Wer ein bisschen mehr will und auch ein bisschen mehr ausgeben will, könnte sich mal das Revolight Projekt auf Indigogo ansehen. Deren Lichtlein strahlen nach vorne und hinten und blinken und können mit dem Handy sprechen und das Wetter vorhersagen. Supercool stuff.

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Fahrradgarage, Tschaikowski und die Zufälle

Meine Eltern haben ein Abo bei den Münchner Philharmonikern, und weil die Mutter hustet, springe ich für sie ein. Gegen Abend brezel ich mich also auf, entstaube meine feinen Schuhe und mache mich auf Richtung S-Bahn. Aber nur drei Meter. Denn dann merke ich, dass die Schuhe zwar angemessen für einen Konzertbesuch sind, aber nicht für die siebenhundert Meter zur S-Bahn taugen.

20151017_180012Also schwinge ich mich aufs Rad und bin schmerzfrei und schnell am Bahnhof. Dort gibt es ganz schicke Fahrradgaragen mit Duplex-Ständern, seit Jahren schon, bisher hatte ich bloß nie Bedarf. In der ebenerdigen Reihe ist schon alles voll, also wuchte ich mein Rad in einen der oberen Ständer. Ich freue mich, dass mein Rad so leicht und ich so groß bin. Also kein großer Act. Draußen sehe ich dann eine Anleitung, wie ich es mir einfacher hätte machen können. Ich merke mal wieder, dass ich zwar von Berufs wegen Bedienungsanleitungen schreibe, sie aber generell nicht lese. Zumindest nicht vor Gebrauch und selten für Geräte mit weniger als zehn Funktionsteilen. Das Berufsmotto meiner Zunft “Liest ja eh keiner” stimmt bei mir leider. Fahrradgarage, Tschaikowski und die Zufälle weiterlesen