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Weihnachtsmann

Der Weihnachtsmann war nett zu mir und ich war heute nett zu ihm. Seit Monaten liebäugel ich ja schon mit so einem Handgelenk-Computer. Bei Ebay waren mir die Teile für einfach zwischendurch gebraucht auch noch zu teuer. Mein lieber Mann war dann so nett und hat mir den Garmin 310 XT geschenkt. Danke, Jürgen!

Über Weihnachten habe ich mir dann die Bedienungsanleitung verinnerlicht. Eigentlich gar nicht so schwer zu bedienen das Teil. Zumindest für den anfänglichen Gebrauch. Besonderheiten und Sportartwechsel habe ich ja noch nicht ausprobiert. Das Gewicht und der Umfang des Geräts sind schon beachtlich. Dadurch, dass es nicht schlackern sollte am Handgelenk, habe ich es recht fest zurren müssen; das hat dann zu beachtlicher Schweißbildung geführt. Nur gut, dass das Teil wasserdicht ist. Uhr und Herzfrequenzmesser haben sich auch auf Anhieb gut verstanden.

Na dann los: Meine übliche Rhönstrecke. Gut zwei Kilometer die Runde. Heue habe ich sie viermal geschafft. Hammer. Hat zwar über eine Stunde gedauert, aber am Ende waren neun Kilometer auf der Uhr.

Auf meinem Smartphone habe ich meinen Freund Endo Mondo zur Sicherheit mitlaufen lassen. Der hat sich sehr angestrengt und mir auch gleich dreihundert Meter und dreihundert Kalorien mehr gutgeschrieben. Aber an das Höhenprofil des Garmin kam er doch nicht ran. Der GPS-Sender meines Smartphones ist doch recht kreativ und wenig zuverlässig. Insbesondere, was die Höhenmessung angeht.
Nach dem Training kam das eigentlich Spannende: Über die Website von Endo Mondo kann ich ein Training direkt aus dem Handgelenk-Computer hochladen. Hört sich einfach an und ist sogar noch einfacher. Unglaublich. Ich bin begeistert. Und das hochgeladene Ergebnis war deutlich präziser und mit mehr Infos als die Endomondo-App. Ich bin immer begeistert, wenn Geräte das tun, was sie sollen, und das ohne vorheriges Studium. Ich bin alt genug, um mich noch an Zeiten zu erinnern, in denen das nicht so einfach war und die Computer – egal welcher Art – sich sehr schwer getan haben, miteinander zu kommunizieren.

Ich bin wieder da

Jetzt war es doch ganz schön still um mich. Zwei Wochen mit Krankheit und folgender Schlappheit haben mich ruhig gestellt. Und dann die übliche Lethargie, bevor ich wieder anfange mit den “Ich bin so unfit, ich trau mich gar nicht los”-Gedanken.
Aber jetzt habe ich mich doch aufgerafft. Gestern habe ich erstmal den Trainingsplan mit meinem Freund Endo Mondo zurückgesetzt. Hinter dem alten Plan war schon so weit hinterher, dass es nicht mehr aufzuholen war. Der neue Plan ist der alte: “Coach to 5K”. Und heute war der erste Tag, der erste Abend, um genau zu sein. Ich laufe lieber in der Anonymität der Dunkelheit.

Der erste Run war gar nicht mal so schlecht. Guter Durchschnitt, um genau zu sein. Die drei Kilometer habe ich in 26 Minuten geschafft. Erstaunlich.
Viel mehr war aber auch nicht drin. Das linke Bein war schon bald recht müde, und die Sprunggelenke haben auch zwischendurch mal geschwächelt.
I am back on track.

Und noch downer

Ja, ist es denn die Möglichkeit? Das wird immer langsamer mit jedem Lauf. Demnächst überholen mich die Schnecken. Heute war die Katastrophe. Meine unteren Beine und die Knöchel sind sooo müde, dass ich nur rumgestolpert bin. Mit Laufen hatte das nichts zu tun. Gar nichts.
Dabei war ich so motiviert und bin ganz tapfer bei Minusgraden raus. Und dann das. Ich habe nach 26 Minuten und unter drei Kilometern abgebrochen.
Was kann ich machen: Größere Pausen zwischen den Läufen? Dann werde ich lieber zwischendurch eine Crosstrainer-Einheit einschieben. Ist auch gut für die Kondition und irgendwelche Muskeln werden da auch trainiert. Ist halt nur super langweilig.

Downsizing

Mein Freund Endo Mondo backt jetzt wieder kleinere Brötchen mit mir. Und das kam so: Neulich sollte ich einen Fitnesstest machen. “Run 12 minutes as fast as you can.” Und mit diesem Ergebnis würde er meinen Trainingsplan anpassen, hat er angedroht. Ist schon recht, dachte ich mir.
Ich lauf also los und gebe mein Bestes. Leider war das noch in meiner Erkältungsphase und mein Bestes an dem Tag war schlechter als mein Bestes, was ich schon mal September geschafft hatte. Aber mein Freund Endo Mondo ist da knallhart. Alle folgenden Trainingseinheiten sind jetzt wieder bei dreißig Minuten und um die drei Kilometer.
Ein bissel enttäuscht bin ich ja schon, aber realistisch ist es, muss ich zugeben. Und es bleibt ja mir überlassen, ob ich noch zehn oder fünfzehn Minuten drauf lege. Oder mal schneller laufe. Der nächste Fitnesstest folgt erst wieder nach achtzehn Läufen. Das ist voraussichtlich Mitte Dezember, denn inzwischen bin ich etwa zwei Wochen im Verzug. Es ist eher unwahrscheinlich, dass ich das Trainingsziel, nämlich die fünf Kilometer in dreißig Minuten, bis Silvester schaffe.

Mit den Großen gespielt

Am Montag bin ich beim Surfen auf ein Schwimmseminar von triathlon.de gestoßen und habe mich spontan angemeldet. Fünf Stunden Technik-Training mit Videoanalyse. Das hat sich wirklich spannend angehört. War es dann auch.
Vor Beginn war ich mächtig nervös, ob ich da wohl mithalten könnte. Ob mir nicht gleich nach einer Stunde die Puste ausgeht, ob ich nicht einfach komplett fehl am Platz bin etc. Die Nervosität hat sich auch nicht gelegt, als ich ziemlich zu Beginn gleich die Trophäen-Badekappen mancher TeilnehmerInnen gesehen habe: Challenge Kopenhagen stand auf einer sogar. Auch die drei Trainer haben sich mit ihren Triathlon-Erfolgen vorgestellt: 1. Bundesliga, Roth-Finisher, fünfzehn Jahre Triathlet usw.

Na super. Aber was hatte ich erwartet bei einem Seminar, das von triathlon.de veranstaltet wird?!

Aber schon beim Einschwimmen hat sich alles relativiert. Kann schon sein, dass das alles gestandene TriathletInnen sind und auch die 1,5 bis 3 km Schwimmen schaffen; aber es hatte schon auch seine Berechtigung, dass sie an diesem Seminar teilnehmen.

Für die Videoanalyse sollten wir 50 m locker schwimmen. Die Aufnahmen wurden über Wasser und unter Wasser gemacht. Diese Sichtung zusammen mit einer Zeitnahme hat dann zur Einteilung der beiden Gruppen geführt. Und – oh Wunder – ich war tatsächlich in der fortgeschritteneren Gruppe!

Was dann kam, hat wirklich Spaß gemacht: Lustige Übungen mit Flossen und Kickboards und mit Philipp, einem Trainer, der wirklich gut erklären kann. Erst haben wir die Beine gemacht (bei Triathleten “bekanntlich” ja nur für die Stabilisierung gebraucht, weil die dann später für Wichtigeres benötigt werden…)

In der Pause haben wir dann die Videos angesehen. Das hat dann nochmal an den Nerven gezerrt. Es ist nicht schön zu sehen, wie wenig athletisch der eigene Körper durch durchs Wasser treibt. Aber abgesehen davon, war es trotzdem interessant, weil ich eigentlich immer dachte, einen ganz guten Armzug zu haben, mit Ellbogen oben und so. Pustekuchen. Da ist enormes Verbesserungspotential. Und der Unterwasserzug war auch ein wenig ineffizient, aber das konnte ich am selben Nachmittag dann schon ausbügeln.
Und die Beine, die hängen. Und zwar zu tief. Drei Punkte, auf die ich in meinem weiteren Training noch achten soll.
Mach ich, denn ich habe mich gleich für den Folgekurs beim SCW angemeldet.

4580 Meter

Der Trainingsplan von meinem Freund Endo Mondo hat seit heute angezogen. Bisher hat er mich immer nur 30 Minuten auf die Piste geschickt mit drei bis vier Kilometern. Heute waren es dann plötzlich 40 Minuten mit 4,3 km. Aber ich war ja gut vorbereitet: Gestern habe ich nämlich gar nichts gemacht, außer ab sechs Uhr mein Knie auf dem Sofa zu schonen. Und das hat ungemein geholfen.
Ich bin heute also los Richtung Gleisdreieck und auch rein. Aber dann ist es mir doch zu unheimlich geworden und ich bin wieder umgedreht. Ist doch recht einsam dort…
Ich ziehe also Schlaufen durchs Wohngebiet, um nicht zu früh wieder daheim zu sein. Und als dann mein Freund Endo Mondo sagt: “Du hast dein Ziel erreicht.” bin ich auch kurz vor der Tür.
Ich habe ein gutes Gefühl in den Beinen und freue mich schon auf die statistische Auswertung. Und die sagt mir, dass ich exakt den selben Pace hatte wie letztes und vorletztes Mal, also nicht so toll. Aber ich habe meinen Rekord auf einem Kilometer um elf Sekunden unterboten. Und lustigerweise war es der letzte Kilometer, der der schnellste war. Was mach ich jetzt mit der Erkenntnis? Ich laufe mich erstmal eine halbe Stunde ein, bevor ich meine Trainingsapp anwerfe?

Pilates

Heute habe ich mal was Neues ausprobiert. Weil meine Knie eine Pause brauchen, und ich morgen endlich meinen Cooper im Laufen verbessern will, habe ich mal so geschaut, was ich meinem Körper noch Gutes tun könnte. Und da fällt mir doch ganz spontan meine Bauchregion ein. Sie sticht mir sozusagen ins Augen – wenn sie nicht so weich wäre.

Ich kram also meine Yogamatte aus dem Schrank, werf den Rechner an und suche auf Youtube nach fiesen Bauchübungen. Die gibt es natürlich zuhauf.
Ich entscheide mich dann aber doch für Amiena und ihr 30 Minuten-Bauchpilates für Anfänger. Und weil es so nett war mit ihr und sie mich so freundlich bittet, darf sie mir noch in nochmal 30 Minuten meine Wirbelsäule stärken. Entweder habe ich was falsch gemacht, oder es war gar nicht so anstrengend. Auf jeden Fall hatte ich das Gefühl, da geht noch was; und so haben Amiena und ich noch was für unsere Bikini-Figur getan, 25 Minuten lang. Sie ist schon deutlich näher an dem Bikini-Ideal dran als ich, muss ich zugeben.
Jetzt warte ich auf morgen; denn wenn ich alles richtig gemacht habe, gibt es Muskelkater (mal wieder).