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Fahrradgarage, Tschaikowski und die Zufälle

Meine Eltern haben ein Abo bei den Münchner Philharmonikern, und weil die Mutter hustet, springe ich für sie ein. Gegen Abend brezel ich mich also auf, entstaube meine feinen Schuhe und mache mich auf Richtung S-Bahn. Aber nur drei Meter. Denn dann merke ich, dass die Schuhe zwar angemessen für einen Konzertbesuch sind, aber nicht für die siebenhundert Meter zur S-Bahn taugen.

20151017_180012Also schwinge ich mich aufs Rad und bin schmerzfrei und schnell am Bahnhof. Dort gibt es ganz schicke Fahrradgaragen mit Duplex-Ständern, seit Jahren schon, bisher hatte ich bloß nie Bedarf. In der ebenerdigen Reihe ist schon alles voll, also wuchte ich mein Rad in einen der oberen Ständer. Ich freue mich, dass mein Rad so leicht und ich so groß bin. Also kein großer Act. Draußen sehe ich dann eine Anleitung, wie ich es mir einfacher hätte machen können. Ich merke mal wieder, dass ich zwar von Berufs wegen Bedienungsanleitungen schreibe, sie aber generell nicht lese. Zumindest nicht vor Gebrauch und selten für Geräte mit weniger als zehn Funktionsteilen. Das Berufsmotto meiner Zunft “Liest ja eh keiner” stimmt bei mir leider. Fahrradgarage, Tschaikowski und die Zufälle weiterlesen