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Grauhaft

 Wieder zurück im trauten Heim nach der Tour d’Eutschland. Alles noch da wie es war, nur mit mehr Schnee drauf. Der Mann musste erstmal in den Schneeräumbergen am Seitenstreifen eine Parklücke fürs Auto schaffen. So hatte er seinen Sport für den Tag. Mein sportlicher Neuanfang verzögert sich noch wegen HustenSchnupfenHeiserkeitKopfundGliederschmerzen. Einzig das Zwerchfell bekommt durch die Niesanfälle regelmäßiges Training.
Gestern wollte der Sohn mit seinem Bob zum nächsten Schlittenberg geleitet werden. Es verbot sich von selbst, das Auto aus seiner kuscheligen Schneehöhle zu entfernen, also gingen wir zu Fuß.
Die fünf Kilometer zum, im und vom Ostpark, im strömenden Regen übrigens, waren schon eine Herausforderung an Körper und Willenskraft. Zum Glück war der Sohn dann fremdversorgt, so konnte ich mich ablegen und hemmungslos meinem Leiden hingeben. Heute sieht es schon besser aus mit der Gesundheit. Rausgehen mag ich trotzdem nicht, weil der viele Schnee sich gerade in grandiosen Matsch verwandelt. Und weil unsere Straße nur genau einen Gulli hat, staut sich alles zu großen Seen, die höchstens durchschwommen werden können. Bleib ich also auf dem Sofa mit einer Kanne Hafertee und einer Wärmflasche, lausche den Dachlawinen und warte, bis die Welt wieder in Ordnung ist.

Höchste Schmerzen

Erster Tag im Urlaub. Angesichts des unsicheren Wetters entscheiden wir uns für etwas Ungefährliches. Und was ist sicherer als ins Hochgebirge zu fahren?
Nein, im Ernst. Uns hat eine Bahn hochgefahren. Eigentlich waren es vier Bahnen, die in einer halben Stunden 1500 Höhenmeter überwinden. Mit einer Steigung, die phantasiebegabte Menschen leicht zu Panikattacken bringt. Oben auf 2400 Metern ü.N. ging es zu wie auf einem der gut erschlossenen Münchner Hausberge. Restaurants, Baustellen, Lehrpfade, Kinderspielplatz, und Menschen in Sandalen und Muscle-Shirt, die durch den völlig unerwarteten Schnee stapfen. Komisch, unten hat es doch eben noch fast 30 Grad gehabt?
Ausrüstungsmäßig konnten wir uns da nichts vorwerfen. Das hat allerdings nicht gereicht. Das Pochen in dem einen Zahn ließ sich die letzten Tage noch gut ignorieren. Heute war es jedoch zu einem grandiosen Schmerz-Crescendo angewachsen, das den ganzen Kopf einnahm. Ich konnte nicht viel mehr tun, als zu sitzen und rumzujammern. Das mache ich ja gerne und viel, besonders in der letzten Zeit. Diese Schmerzen haben mich jedoch fertig gemacht. Und scheinbar war ich so überzeugend, dass der Sohn mir sogar freiwillig den Rucksack abnahm.
So schlimm war es, dass ich, wieder im Tal, sofort und freiwillig einen Zahnarzt gesucht habe. Gar nicht einfach, am späten Freitag Nachmittag in einer ländlichen Gegend. Ich habe dann einen gefunden mit einem freien Termin, der mich in einer halben Stunde wieder schmerzfrei gemacht. Außerdem hat er sich gefreut, dass ich aus München bin, weil er da studiert hat und erst seit einem halben Jahr wieder im heimatlichen Kärnten ist. So weiß ich jetzt auch ein bissel Bescheid über die unterschiedlichen Situationen junger selbständiger Zahnärzte in München und Spittal an der Drau.

Trainingsfreier Tag – erzwungenermaßen

Heute gönne ich mir einen trainingsfreien Tag. Oder besser verordne mir einen. Schon gestern nach dem Mittagessen in der Kantine ging es mir nicht so ganz gut. Dann war mir den ganzen Abend richtig schlecht und ich habe auch sehr wenig geschlafen.
Pflichtbewusst wie ich bin, schleppe ich mich heute in die Arbeit um festzustellen, dass die halbe Belegschaft fehlt. Mindestens zehn Leute haben sich heute mit den gleichen Symptomen krankgemeldet. Das Kantinenessen kann es demnach nicht sein, denn nicht alle der Kranken war gestern essen. Bin gespannt, wie sich das auflöst.

Eigentlich wollte ich heute abend zum Lauftraining der Running Company. Aber mit dieser Schlappheit verschiebe ich das um eine Woche.
Seufz.

Eisen macht hart

… und es macht fit. Vor einigen Monaten hat ein Bluttest ergeben, dass mein Eisenhaushalt in allen Messwerten deutlich unter gut ist. Natürlich habe ich die obligatorischen Eisentabletten bekommen. Weil ich aber so meine Probleme mit der regelmäßigen Einnahme von Tabletten habe, habe ich das schnell wieder schleifen lassen.
Bis es mir mit der Zeit immer schlapper ging, meine Nägel immer brüchiger wurden und die Haare ausfielen (nicht dramatisch, aber mehr als sonst). Und, was mich am meisten nervt, diese fiese Atemnot nach zwei Stockwerken. Muskeltechnisch und von der Kondition her haut das hin, aber ich bin trotzdem so außer Atem, dass ich kaum reden kann. Das waren dann der Alarmzeichen genug, und ich habe meine Eisenkur wieder aufgenommen: nicht nur die Tabletten, auch eisenreiche Nahrung wie Linsen, Petersilie und sogar Leber. Und natürlich den leckeren floradix Eisen-Saft. (Kann man den eigentlich überdosieren?) Ich weiß, in drei Wochen sind die Eisenspeicher noch nicht aufgefüllt, aber ich bilde mir doch ein, dass ich nicht mehr so ganz schlapp bin. Schauen wir mal, wie es in drei Monaten aussieht.
P.S.: Ich habe auch den Verdacht, dass mein Fiasko am Berg  auch mit diesem Eisenmangel zusammenhing, weil ich so gar keinen Muskelkater hatte, und ich ja sonst gerne und schnell Muskelkater bei ungewohnten Bewegungen bekomme.

Keine Steigerung an der Steigung

Deutsche Mittelgebirge tragen ihren Namen, weil sie Gebirge sind. Mittlere zwar nur, aber doch mit Höhen und Tiefen.
Mein Lauf heute war eine Herausforderung in vielerlei Hinsicht: gesundheitlich bin ich noch nicht auf dem Damm, geregnet hat es novemberlich, und dann diese Steigung gleich zu Anfang.
Unglaublich, wie ich da hochgekrochen bin, wie eine alte Dampflok. Und das lag nicht an heute. Das hat Methode. Jedes Mal, wenn es ein bissel hoch geht, geht mir die Luft aus. Bei Treppen und kleinen Hügeln.
Zwei Möglichkeiten: Geringer Sauerstoffgehalt in der Höhe oder Konditionsmangel.
Ich denk mal drüber nach …

Verschnupft

Husten, Schnupfen, Heiserkeit. Und kein Bock auf Bewegung. Nein, stimmt nicht ganz. Irgendwie hätte ich schon Lust, raus zu gehen. Aber mit den fiesen Hustenanfällen, und alles in Nebel und dann noch in fremder Umgebung in der Rhön, wo ich nicht weiß, wo ich hinlaufen soll.
Schlechte Laune.