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Salzwasserwellness

Aquajogging, Aquaweitsprung, Aquahochsprung, Aquatauching, Aquagliding. Oder: wir toben  in den Wellen. Stundenlang mit wachsender Begeisterung und nur der Sonnenbrand kann uns stoppen.

Heute abend (daheim würden wir Nacht sagen) dann ein Spaziergang entlang der Strandpromenade. Ganz späte Strandheimkehrer, Flanierer wie wir, und Jogger.
Gute Idee: endlich wieder mal ein Dunkellauf. Ich nehme mir vor, das morgen auch zu machen. Zu entscheiden bleibt: Laufen entweder oben auf der Promenade im Zickzack aber in die Menge geblendet, oder unten am Wasser,  das zur Ebbe eine schöne harte Fläche zurück lässt.
Allerdings dort so richtig auf dem Präsentierteller und von Flutlicht ausgeleuchtet. Ich habe ja noch vierundzwanzig Stunden Bedenkzeit.
Eine weitere Sportoption ist das stationäre Rennrad mit Auflieger,  das ich hier im Haushalt unserer Haustauschpartner vorgefunden habe. Das werde ich sicher auch einmal in Betrieb nehmen.

Happy first anniversary to AndrAktiv

Ein Jahr ist vorbei. Ein Jahr des Sports. Ein Jahr der Bloggerei. Ein Jahr der Veränderungen. Und zur Feier des Tages ist dies der 100. Beitrag in diesem Blog. Extra so getimet.
Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, in diesem Beitrag ein Resümee der philosophischen Art zu ziehen. Mit Einblicken und Tiefgang und so.
Aber das will nicht so recht kommen. Fang ich also mal mit den Fakten an.

Vor einem Jahr begann ich den Laufkurs aus dem Wunsch heraus laufen zu lernen. Weil ich das gerne wollte, weil ich das noch nie konnte, auch nicht früher.
Dieses Ziel ist erreicht: ich bin neulich den 6.4 km Firmenlauf gelaufen. Ich lief auch irgendwann in diesem Jahr schon mal fast neun Kilometer.  Am Anfang tat es weh, viel Muskelkater, die Knie verlangten regelmäßig nach Quarkwickeln. Aber irgendwann ging es dann. Jetzt nutze ich das nächste Jahr, um schneller laufen zu lernen.
Summe: 250 km

Im März bekam ich mein neues Rennradl. Dazu habe ich ja schon viel gebloggt. Viel Spaß, viele Kilometer, und auch mit dem alten Rad verbrachte und verbringe ich viel Zeit. Fahrradfahren macht Spaß, insbesondere wenn der Radius immer größer wird. In den nächsten Wochen möchte ich meine erste Hundert-Kilometer-Tour machen. Im nächsten Jahr sollen auch ein paar Höhenmeter dazu kommen. Vor denen habe ich mich ja bisher immer gedrückt.
Summe: 1543 km (Trecking) + 1167 km (Rennrad)  = 2.710 km

Im Schwimmen kann ich nicht so viele Kilometer vorweisen. Dafür aber die beste Leistungssteigerung. Hier habe ich im Betrachtungszeitraum meine Geschwindigkeit auf 500m fast verdoppelt. Das liegt zum einen an der besseren Kondition, zum anderen aber auch an der Technik. Die beiden Kraulkurse halfen, aber auch der Technik-Tag von Triathlon.de und mein stetes Üben. Im nächsten Jahr möchte ich für die 500m unter die zehn Minuten kommen.

Neben meinen Sportaktivitäten ist auch dieser Blog jetzt ein Jahr alt. Zu Beginn nur für mich, ausschließlich. Erst nach zwei drei Monaten weihte ich mein Umfeld ein und so langsam fand er auch LeserInnen im Internet. Vor ein paar Tagen knackten wir die Marke von 5.000 Hits. Und im Moment boomt es – für meine Verhältnisse.

Herzlichen Dank an die “KollegInnen”, die mich in ihre Blogroll aufgenommen haben. Susan als erstes. Und dann irgendwann Helge und Karina. Letzteres freut mich besonders, zum einen, weil die beiden in einer ganz anderen Liga spielen und sich seit gestern Ironwomen nennen dürfen (Herzlichen Glückwunsch!), zum anderen weil es mir als Ex-Wittlicherin virtuellen Kontakt zur alten Heimat beschert. Was mich auch freut: MeinSportplatz.de hat meinen Blog auch als Linktipp gelistet. Habe ich jemanden vergessen? Bitte melden!
Und natürlich freue ich mich jederzeit über Kommentare! Sie halfen mir in diesem Jahr immer mal wieder über Krisen hinweg. Komisch eigentlich, was ein paar nette Worte von fremden Leuten bewirken können.
So, das war das Jahr. Ich mach dann mal weiter so.

Meine ganz persönliche Massenveranstaltung

Der krönende Abschluss meines ersten Läuferinnenjahres: B2Run gestern im Olympiapark. Fazit gleich zu Anfang: Aufregend zu Beginn, ruhig auf der Strecke und in endlicher Zeit gefinisht. Einlauf im Olympiastadion durch das Marathontor kurz vor zehn Abends. Das war ein schönes Gefühl.
Aber von Anfang an: Meine Kollegen sind alle schnell und wollten in einem der vorderen Starterblocks starten, der da hieß “unter 30 min” für die 6,4 Kilometer. Ehrlich wie ich bin, peile ich also den Ü50-Block an, was auch eine Wartezeit von über einer Stunde zwischen Startschuss und Überqueren der Startlinie bedeutet. Keine Eile also.
Da ich dadurch quasi firmenlos laufe und auch inkognito (mein Firmen-Shirt war durch einen dummen Vorfall abhanden gekommen), schließe ich mich meinem Bruder und seinen Kollegen an, die auch eher von hinten starten wollen. Der Bruder und ich verabreden die Anreise mit dem Rad, was uns am einfachsten schien. U-Bahn macht keinen Spaß, wenn über 30.000 Menschen zu einem Event anreisen, und Auto ist eh keine Option aus dem gleichen Grund. Für mich bedeutet das jedoch erstmal 25 Kilometer Anreise vor dem Lauf. Aber ganz entspannt und mit vielen Ampelpausen. Fand ich jetzt nicht so anstrengend.

Viel anstrengender war in der Tat das Stehen in der Masse, die auf den Start wartet. Da werden einem die Beine schon mal lahm und der Rücken meckert. Die Garmin hat die Zeit genutzt, sorgfältig die besten Satelliten auszusuchen.
Wenigstens gab es was zu lesen auf den T-Shirt-Rücken vor mir. Waren einige ganz lustige Sprüche dabei. Die Läufer von Sympatex haben komische Fotos hinter dem Rücken eines Gore-Läufers gemacht und sich dabei kringelig gelacht. Ein paar Herren von der Versicherungskammer hatten ihre Zeitung dabei. Übereifrige Doktoranden eines MPI glaubten, sich durch Vordrängeln Vorteile zu verschaffen. Die unvermeidliche Helene Fischer sang wieder atemlos. Und über allem hing eine Wolke von zigtausend mehr oder weniger frischen Hightech-Kunststoffshirts.
Fast anderthalb Stunden nach Startschuss ging es dann tatsächlich los. Mein Bruder flitzt los und ist weg, und ich mach mein Ding. Am Anfang zu schnell, so dass ich bald ein paar Verschnaufpausen einlegen muss. Irgendwann komme ich aber in Tritt und trabe so vor mich hin. Adele auf dem Ohr und immer noch interessiert die T-Shirts lesend. Immer mal wieder kommt ein Schneller von MAN, Siemens oder ProSieben (die sind wirklich viele an der Zahl) von hinten vorbeigeflitzt. Das schien Strategie zu sein, denn zu dieser Zeit war die Strecke schon schön leer und es ließ sich frei laufen. Von Herdenauftrieb keine Spur mehr. Allerdings auch nicht mehr viele Ansporner am Rand.
Als uns der Weg nochmal zwischen Olympiahalle und Olympiaschwimmhalle hindurch führt, schreit mir einer zu: “Da geht noch was.” Stimmt eigentlich, denke ich, und lege einen Zwischenspurt ein, der mir tatsächlich Szenenapplaus einträgt. Ich halte das schnelle Tempo durch, bis ich außer Sichtweite bin und reduziere dann abrupt. Mein Puls ist wieder bei 170 und den muss ich erst wieder runter bringen. Überhaupt finde ich meinen hohen Puls bei solchen Aktivitäten gar nicht gut. Ich geh jetzt doch mal zum Belastungs-EKG, nehme ich mir vor.
Im Stadion angekommen, superfertig aber superstolz, drehe ich eine kleine Runde um zu schauen. Die große Party war schon vorbei. Der Boden mit Bechern und anderem Müll übersät, Bananen waren schon aus, Erdinger Alkoholfrei mag ich nicht, die Kollegen schon weg. Der Bruder und ich sammeln unsere Medaillen ein und schwingen uns dann aufs Rad Richtung Heimat.
Nochmal zehn Kilometer. Dann Essen, Aktivitäten von der Garmin nach Endomondo laden, Duschen, ins Bett. Mehr weiß ich nicht mehr.
Heute Morgen im Büro sind die Resultate endlich online und werden schon eifrig diskutiert. Ich freue mich tierisch über den 8773. Platz. Ungefähr bis heute Mittag. Da fragte einer mal genauer nach und ich komme ins Zweifeln. Der 8773. Platz ist natürlich nur bei den Frauen. Männer mit der gleichen Zeit sind auf Platz 18.300 oder so. Also, um genau zu sein: Bei den Frauen Platz 8.773 von 9.294. Platz 27.120 von 27.980 über alles. Demnach habe ich mein Ziel unter den ersten 24.000 zu sein, nicht erreicht. Dazu wäre eine Zeit von 45 min. notwendig gewesen.

Und: Es ist mir egal! Ich habe es geschafft. Ich bin meine zweitbeste Zeit ever gelaufen und seit langem mal wieder einen Schnitt mit einer 8 vor dem min/km.
Und ich habe gemerkt, dass noch Luft nach oben ist, und dass es wirklich Spaß macht.

Begleitfahrzeug

Freier Abend, der Sohn übernachtet heute woanders. Mein Mann und ich wollen ins Kino, vorher will er aber noch laufen gehen. Als ich vom Sohnwegbringen und Einkaufen komme, ist noch Zeit. Ich mach’s mir also auf dem Sofa gemütlich mit Tee und Cantuccini und will ein bisschen zappen. Da komm ich aber nicht weit, denn auf dem Ersten läuft die Übertragung des WM-Sprints beim Hamburg Triathlon. Schwimmen ist grad um und die Herren sind wohl eben erst auf’s Rad gestiegen. Hammer, denk ich immer wieder. Wie schnell die sind, wie gut die Kurven fahren. Und dann das Laufen. Ist auch schnell um, weil die wirklich noch was in den Beinen haben und daher hüpfen wie die Gazellen. Ich hätte nie gedacht, dass ich mir sowas mal im TV anschaue, aber das war wirklich spannend. Vielleicht schaffe ich es sogar morgen die Mixed-Staffel anzuschauen.
Auf einmal steht mein Mann im Zimmer, unverschwitzt und unzufrieden. Er hat den Hintern noch nicht hochgekriegt und mault jetzt rum.
Ich schimpfe und scheuch ihn in die Klamotten und biete an, ihn auf dem Rad zu begleiten. Wider Erwarten findet er die Idee gut und macht sich auf. Ich trödel noch rum, weil ich bin ja eh schneller. Das rächt sich, denn es dauert an die vier Kilometer, bis ich ihn endlich einhole.
Ich gebe also das Begleitfahrzeug, reiche Wasser, motiviere, lese Mails, und mache Fotos und Videos für die spätere Analyse, hampel auf dem Rad herum. Und ich schau mir an, wo er sich so rumtreibt, wenn er behauptet, er geht laufen. Einen schönen Weg hat er sich zusammengebastelt. Zum allergrößten Teil im Grünen und sogar mit einem Dorf mit Dorfgeruch.
Im Ostpark verlieren wir uns. In diesem manieriert verschnörkelten Wege-Layout bin ich einmal falsch abgebogen und das war’s dann erstmal. Ich habe mich strategisch an einem Parkausgang platziert und tatsächlich, da war er wieder.
Auf den letzten Kilometern geben wir nochmal alles. Ich feuer ihn an, was das Zeug hält. Mit Sprüchen, die ich heute bei der Triathlon-Reportage gehört habe. Er holt dann tatsächlich noch was aus seinen Beinen. Nur das Lachen geht nicht mehr gut. Am Ende stehen 1:48 auf der Uhr. Eine gute Zeit für einen Halbmarathon, wenn man ihn läuft. Für meine Radstatistik hat mir das allerdings keinen Blumenpott eingebracht.
Dafür haben wir zwanzig Euro gespart, Luft und Bewegung gratis abgekriegt. Und der Film läuft ja eh bald im Fernsehen.

 

Immer noch enthusiasmiert

Woche zwei seit Neubeginn. Immer noch begeistert,  immer noch voll motiviert.
Eigentlich wollte ich schon immer mal morgens vor der Arbeit ins Studio, aber dann hat sich wieder gezeigt, dass ich morgens wirklich nicht zu gebrauchen bin, sportlich nicht und auch sonst nicht.
Deshalb habe ich schnell mal umdisponiert und bin gleich morgens in die Arbeit und dafür am Nachmittag ins Studio. Hat sich viel besser angefühlt.
Wieder das volle Programm,  sogar ein bisschen voller als verordnet. Vollkommen übermütig habe ich die Zielzeit des  Laufbands um ein paar Minuten hochgestellt. Und geschafft. Sogar die Intervalle mit einer Geschwindigkeit von über 8 km/h.
Neu ist dabei die Erfahrung des Schwitzens. Bisher habe ich  immer langsamer gemacht, wenn die ersten Schweißtropfen tropften. Auf dem Laufband ist das nicht so einfach und ich bin weitergelaufen. Und das fühlte sich richtig wie Sport an.

Gestern war dann wieder ein Termin mit Sportlehrer. Er hat sich angehört, wie ich zurecht komme bisher. (Ich komme zurecht). Dann hat er mir zwei neue Geräte verordnet (für die hinteren Oberschenkelmuskeln und den Po und für den Rücken), und er hat das Laufen hinter das Krafttraining geschoben.Weil das wäre sinnvoller, sagt er. Wenn er meint. Für mich ist das zumindest logistisch besser, weil ich dann je nach Zeit noch länger machen könnte.
Schwimmen war ich auch zwischendurch. Wieder in einem quasi leeren Becken. Herrlich. Als ich fertig war mit meinem Programm, kam dann tatsächlich noch einer der Profis, die mir der stellvertretende Irgendwas bei der Einführung prophezeit hatte. Der Profi war eine Sie mit einer Badekappe der SG Stadtwerke München. Und die konnte wirklich schwimmen (die Frau, die Badekappe aber auch). Nicht nur schnell, sondern auch richtig schön. Ich habe beim Abtrocknen rumgetrödelt, um ihr noch ein bisschen zuzusehen.

Aromatischer Abendlauf

To state the obvious: Es ist heiß. Viel zu heiß, um sich zu bewegen. Weil ich aber trotzdem in die Stadt musste, um den Besuch zum Bahnhof zu bringen und paar Sachen für den bevorstehenden Urlaub zu besorgen, war ich am Nachmittag vollkommen platt. Ein “Ich-leg-mich-mal-für-ein-paar-Minuten-hin” wurde eine schöne erholsame Stunde tiefen Schlafes. Schön.

Und auch schön, dass ich dann um zehn immer noch wach bin. Die Temperatur ist erträglicher und es ist draußen dunkel. Deshalb mach ich mich dann wirklich noch mitten in der Nacht zu einem Läufchen auf. Wieder meine Nachtstrecke an den beleuchteten Straßen entlang. Wieder meine 3k-Runde. Wieder unsäglich langsam. Aber: Ohne Schmerzen und Jammern. Fast würde ich sagen, es lief rund. Das war mal wieder ein schönes Gefühl.
So trabte ich also durch die dicke Sommernachtluft, die schwer ist vom Duft üppiger Rosenbüsche und überreifer Mülltonnen. Und auf einmal war ich nahe der 5k-Marke. Huch. Was war da passiert? Einfach so? OK, der Pace ist beinahe zweistellig, aber ich laufe. Gehpausen muss ich nur machen, wenn meine Garmin wieder einen vollendeten Kilometer verpiept und ich erschrecke und denke, das kann doch nicht sein.
So soll es bleiben.
Morgen geht es in den Urlaub nach Kärnten. Dort hat es Berge. Ich werde berichten, wie wir zurechtkommen, die Berge und ich.

Speicher auffüllen

Die Zeit des Haderns, die Zeit des Bedenkens ist um. Die Zeit der Neudefinition ist gekommen. Große Worte, denen nun Taten folgen müssen…

Letzte Woche habe ich mich endlich mal zum Arzt geschleppt, nachdem ich immer schlapper und müder wurde, Marathonschlafen nichts gebracht hat und auch sonst die Stimmung am Tiefpunkt war.
Die erste Überraschung kam gleich in der Praxis, als der Doc einen Blutdruck von 160/100 gemessen hat. Vollkommen unerwartet. Eine Vierundzwanzig-Stundenmessung hat das dann wieder ins gänzlich Normale relativiert. Wahrscheinlich lag es daran, dass mir im Moment der Messung aufgefallen ist, dass der Doc wie Helge Schneider aussah.
Weniger schön waren dann die Ergebnisse der Blutuntersuchung. Eigentlich alles gut, außer, dass mein Körper ziemlich eisenfrei ist. Das erklärt gut die Schlapp- und Niedergeschlagenheit.
Aber jetzt, wo das Ganze einen Namen hat, kann ich gegen an gehen und meine Speicher wieder auffüllen. Mit Kapseln, mit Eisensaft und mit lauter eisenhaltigem Essen. Heute habe ich gleich mal einen Spinat-Linsen-Salat mit Petersiliedressing gemacht. Wenn das nichts hilft!
Meine sportlichen Pläne habe ich in den letzten Tagen auch umdefiniert. Agiles Projektmanagement. Den Triathlon am 13. Juli werde ich sein lassen, außer es passiert ein Wunder, dann kann ich ja trotzdem antreten. Ich werde mir jedoch keine schlaflosen Nächte deswegen machen.
Ich werde wieder versuchen mehr als sieben Stunden in der Woche zu sporteln. Und in der Zeit dazwischen meine Eisenwerte zu erhöhen und ein paar andere Werte zu verkleinern.
Und da ist ja immer noch der Firmenlauf Mitte Juli. Da muss ich mitmachen, weil die T-Shirts schon bestellt sind, weil ich will und überhaupt.
Die Aufmunterungsschreiben, die ich auf meinen letzten Post erhalten habe, waren so unglaublich nett und aufmunternd. Vielen Dank dafür!

Kein Pillepalle

Weil ich doch so super unzufrieden mit meinen Laufkünsten bin, habe ich eine um Hilfe gebeten, die sich auskennt: Vera von Veras Triathlon Blog. Ich lese ihren Blog sehr gerne, er ist informativ und gut geschrieben. Weil Vera quasi um die Ecke wohnt, frag also an und bitte um einen Termin. Es kam auch gleich Antwort und zwar eine ganz ausführliche. Sie hatte in der Nacht noch meinen Blog gelesen, meine Trainings analysiert und mir eine richtig lange Mail mit tausend Fragen und Tipps geschickt. Zwei Tage später haben wir uns im Park getroffen und los ging es mit der Beratung: Körperhaltung, Trainingstipps, Gehen, Laufen, Atmen und und und. Eine ganze Stunde voll mit Infos, und das auf eine sehr unterhaltsame und angenehme Art.

Und dann kam die ganze Session nochmal zusammengefasst in einer Mail, weil sie mir wohl angesehen hat, dass ich mir das alles gar nicht merken konnte. Das war wirklich sehr hilfreich! Danke Vera.
In meinem Kopf klangen immer noch ihre Worte nach: Wenn du eine bestimmte Zeit erreichen willst, musst du gezielt darauf hin trainieren. Kein
Pillepalle-Training.

Nachdem die Stunde im Park körperlich nicht so anstrengend war, bin ich danach gleich nochmal losgelaufen, habe versucht, alles gut zu machen, alles zu beherzigen, was ich mir gemerkt habe. Aber das Ergebnis war traurig. Ich war schlapp und müde und trotz Gehpausen haben mir die Haxen weh getan. Zweieinhalb Kilometer habe ich geschafft. Und dann bin ich ins Wachkoma gefallen. Quasi kein Training in der letzten Woche. Schwimmen war ich schon ewig nicht mehr. Radfahren auch nicht so viel wegen Wetter, und Laufen habe ich ganz unter den Tisch fallen lassen. Nach dem Motto, wenn ich kein Pillepalle machen darf, dann mach ich halt gar nichts.
Meiner Laune hat das natürlich gar nicht gut getan. Ist ja klar. Ich muss jetzt aus diesem Tief wieder raus, mich zusammenreißen und die restlichen Wochen nutzen. Viele sind es eh nicht mehr.

Winterstarre

Bin aus der Winterstarre erwacht. Die letzten beiden Wochen war ich wirklich erbärmlich faul. Dieser Regen und die Kälte waren nichts für mich. Dazu kam eine Woche als Alleinerziehende, in der ich theoretisch erst nach neun losgekonnt hätte. Und dann hat mein Knie auch wieder gezwickt, oder ich hatte an dem Tag zu wenig getrunken und mich schlapp gefühlt, und wenn ich noch ein wenig mehr nachdenke, fallen mir noch mehr Ausreden ein.

Aber jetzt sind diese Eisheiligen abgezogen und ich kann wieder aus dem Haus. Gestern Abend habe ich einen kleinen Lauf probiert, musste ihn aber nach einer halben Stunde abbrechen, weil mir mein linkes Bein den Dienst versagte. Der Oberschenkel war steinhart und hat übel geschmerzt. Aber nur der linke. Das finde ich sehr verwunderlich, zumal ich mir beim Laufen auch keines Ungleichgewichts bewusst bin. Wir haben dann mal meine Oberschenkel gemessen. Der linke ist gute zwei Zentimeter stärker als der andere. Also kein Grund zu zicken eigentlich. Mich hat dieses Ergebnis erstmal gewandert,  aber eine bisschen googeln hat mir dann gezeigt, dass das ganz normal und  kein Grund zur Besorgnis ist.
Heute bin ich dann noch aufs Rad als die dicken Wolken weg waren und die Sonne raus kam. Eine schnelle 40k-Runde. War schön, aber ich habe den Trainingsrückstand doch gemerkt.
Noch acht Wochen.

Pusteblumen

Freiertag.  Wie schön. Das Wetter spielt mit. Eigentlich hatten wir mal vage ausgemacht, dass mein lieber Mann heute mit mir läuft. Wir hatten geplant, dass er in Schleifen um mich herumläuft während ich den geraden Weg wähle, damit er auf seine Kilometer kommt.
Dann hat sich das Wetter aber so gut angesehen, dass ich doch lieber aufs Rad gestiegen bin. Geplant war die 30K-Runde und danach Laufen. Aber weil es so schön war, probierte ich ein paar neue Strecken aus, und am Ende waren es 52K in zwei Stunden und zwei Minuten. Das hat Spaß gemacht. Waren aber auch wenig Berge im Weg. Die paar Erhebungen habe ich aber wieder ganz klar in der Lunge und der Herzfrequenz gespürt. Mir ist einfach die Puste ausgegangen. Kurz danach kam ich an diesem Pusteblumenfeld vorbei und mir kam der Gedanke, dass diese Blümchen vielleicht mit meiner fehlenden Puste helfen könnten. Vielleicht als Sud, Einreibe oder inhalieren?

Daheim angekommen, habe ich mich dann tatsächlich noch mal aufgerafft und die Laufschuhe angezogen. War jetzt nicht so doll, die Lauferei. Aber es ging, und am Ende waren es sogar 2,5 km (nicht lachen!). Und in einer Zeit, die gar nicht mal das langsamste war, was ich je geschafft hatte.IMG_20140501_125857Mein weiterer Weg führte mich wieder über Purfing. Ich wollte mal sehen, wie die Geschichte mit ihrem Maibaum ausgegangen ist. Gut offensichtlich, denn die Dorfbewohner saßen friedlich bei Bier und Leberkäs unter ihrem frischen Maibaum. Die freiwillige Feuerwehr hat die Dorfstraße gesperrt und grad zünftig war’s.

Fazit: Das wird schon was mit dem Triathlon.