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2016 – das wars

Achtung Jahresrückblick! Keine Sorge, wird nicht schlimm und auch nicht wahnsinnig besinnlich oder rührselig. Eher schön und zufrieden. 2016 war für mich persönlich ein schönes Jahr, auch wenn drumherum alle sagen, wie schrecklich es war. Natürlich machen mich Kriege und verstorbene Prominente betroffen, aber die gibt es jedes Jahr. Durchgeknallte Politiker gibt es nicht jedes Jahr, aber die verschwinden hoffentlich auch bald wieder. Viel mehr bleiben doch die persönlichen Erinnerungen, oder nicht?

Hier sind ein paar von meinen. Die Dinge, mit denen 2016 mir in Erinnerung bleiben wird.

Und für die Leserinnen und Leser, denen das hier jetzt zu lang wird: Vielen Dank für Eure Treue, fürs Mitlesen, fürs Kommentieren (hier oder auf anderen Kanälen). Mir macht es Spaß für Euch zu schreiben und ihr seid mir immer wieder Motivation. Mag komisch klingen, sowas zu einer mehr oder weniger anonymen Menge zu schreiben, ist aber so. Also wünsche ich euch nicht nur einen guten Jahresanfang, sondern auch ein gutes Jahr 2017. Wir sehen uns hier. Liebe Grüße, Alexandra

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Fast vorbei

Von Schönebeck nach Halle (Saale)

Höre auf den Rat erfahrener Radreisender.  Hätte ich mal.  Jochen von meinfahrradundich hat es mir neulich nochmal gesagt: Frag nie Eingeborene nach einem Radweg.  Hätte ich mal nicht.  Dann hätte der Weg nach Calbe (Saale)  nicht so ungemütlich und gefährlich an einer engen dicht befahrenen Straße angefangen.  Irgendwann emanzipiere ich mich von den Weganweisungen und suche mir meinen eigenen Weg durch die Felder an die Saale.  Dieser birgt jedoch Gefahren ganz anderer Art.  Heerscharen von Schnecken stellen sich mir in den Weg.  Anfangs versuche ich es noch mit Ausweichen,  doch die Rutschgefahr ist zu groß.  Was soll’s: Meine Nerven und meine Räder sind so hart wie valyrischer Stahl.  Ab heute nennt man mich The Slugslayer.

In Calbe hab ich sie dann,  die Saale,  und das gleich mit einer Fähre. Ich mag Fähren sehr.  Und heute bin ich wirklich auf meine Kosten gekommen.  Ich glaube,  ich habe so ziemlich jede Fähre zwischen Calbe und Halle mitgenommen.  Nicht immer planmäßig im Sinne des Saaleradwegs,  aber egal.

Der Saaleradweg ist sehr schön,  meistens guter Belag,  meistens direkt am Fluss und deshalb sehr beliebt.  Soll nochmal jemand sagen,  der Elberadweg sei befahren,  der soll sich mal den Saaleradweg ansehen. Dabei ist der an manchen Stellen gar nicht mal ohne.  Es geht wellig auf und ab.  Zusammen mit der brennenden Sonne (!)  schlaucht mich das schon sehr heute.

Die Landschaft ist inzwischen ganz anders,  gar nicht mehr norddeutsch,  keine Rhododendren mehr.  Der vorherrschende Geruch ist Raps und Kamille.  Rechts und links des Flusses begleiten Anhöhen den Weg.   Die Häuser in den Dörfern stehen wieder meist mit dem Giebel zur Straße,  die Vorgärten sind ordentlich eingezäunt,  Aldi ist allerdings immer noch Nord. Trotzdem kommt mir das ganze Ambiente vertraut vor.  Ich nähere mich der Heimat.

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