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Mit Plan

Jetzt war ich schon ein paar Mal zum Schwimmen, aber immer mit ohne Plan. Was erwartungsgemäß zur Folge hat, dass ich a) immer hübsch in der Komfortzone bleibe, b) mich recht schnell langweile und c) dann auch bald wieder aus dem Wasser steige.
Weil ich weiß, dass es mit Plan besser geht, schreibe ich mir halt wieder einen. Hübsch ambitioniert, damit die Komfortzone auch möglichst klein bleibt. Inspirieren lasse ich mich dabei gerne von den Plänen der Website medhealthetlichs.de und aus den Kursunterlagen meiner diversen Kraulkurse. Mit Plan weiterlesen

Eine kleine große Freude

Schon ewig vorgehabt und heute endlich geschafft: Nach der Arbeit in den See springen und eine Runde schwimmen. Der Wetterbericht ist nicht soo prickelnd, aber als ich losfahre ist es noch warm und trocken, und deshalb packe ich Schwimmsachen ein. Ich frage den Mann, ob er auch Lust hat, abends zum See zu kommen . Er überrascht mich und sagt zu.

Kaum komme ich in der Arbeit an, fängt es an zu regnen und hört lange nicht mehr auf. Kein Badewetter. Egal. Wir brauchen nur Schwimmwetter. Kurz vor sieben steigen wir ins Wasser. Spiegelglatt, dunkle Wolken rings herum, kaum Leute und über uns ein gigantischer Regenbogen. Dreiviertel rum und recht hell. Sehr schön!

Das ist eine kleine Sache, die große Freude macht und in Erinnerung bleibt.

Planmäßig

Heute steht mal wieder eine Schwimmstunde an. Schon unterwegs merke ich, dass ich mein Schwimmbrett und mein Bahnenzählwerk vergessen habe. Es regnet, der Bus fährt nur alle zwanzig Minuten, ich habe keine Lust nochmal zurück zugehen. Also muss es ohne gehen. In der Umkleide fällt mir dann auch noch ein, dass ich ja eigentlich mal mit Plan schwimmen wollte. Zum Glück findet sich in meiner Tasche immer allerlei Nützliches, so auch ein Stift und ein Zettel (der Wellness-Plan vom Wochenende), und ich schmiere mir einen Trainingsplan zusammen.
Mit Plan zu schwimmen hat Vorteile:
a) ich muss nicht groß nachdenken, was ich jetzt so machen will im Wasser b) ich mache Übungen, die ich normalerweise eher vermeide (sprinten) c) die einzelnen Abschnitte sind kurz genug, dass ich Bahnen zählen kann ohne mich zu verzetteln, den Rest rechne ich halbschriftlich aus d) ich bin schneller als wenn ich nur spazierenschwimme e) die Zeit geht viel schneller rum f) es sieht cool aus, einen Trainingsplan am Beckenrand liegen zu haben, wenn man schon kein Pullbuoy oder Paddles zum Angeben hat (auch wenn es nur ein durchweichter Schmierzettel ist).
Der Saisonwechsel hat sich übrigens auch im Schwimmbad bemerkbar gemacht. Keine Rede mehr von einer eigenen Bahn. Selbst als die Aqua-TurnerInnen fertig waren, ist das Bad noch gut frequentiert. Ich teile mir mit einem die Schnellschwimmerbahn, bis dann noch zwei Jünglinge mit Personal Trainer kommen. Da wird es mir zu stressig und ich ziehe mich auf die andere Seite der Leine zurück, auf die Frauenseite. Die restlichen paar hundert Meter versuche ich, die Spazierschwimmerinnen und ihre Frisuren nicht zu sehr nasszuspritzen. Ist auch eine schöne Übung: Lautlos schwimmen. Gut für die B-Note.

Flotter Dreier

 Wochenlang habe ich mir das Gehirn zermartert, wie ich meine Gratifikation, die mich im August ereilte, am sinnvollsten investiere. Eigentlich wollte ich sie nicht mit Kruschkram verplempern. Irgendwann kam mir dann die Idee noch einmal ein Schwimmseminar zu buchen. Letztes Jahr hatte ich ja das erste gemacht, was mir außerordentlich gut gefallen hatte. Kurz entschlossen buchte ich also das erste, was triathlon.de in dieser Saison anbot.

Nach fünf Kilometern Irrfahrt mit den Rad (manche Stadtviertel liegen mir einfach nicht) und vollkommen fertig (oh je, wie soll ich bloß den Tag überstehen?) stand ich vor dem Bad. Und dann die Überraschung, wir sind nur zu dritt. Auweia, das wird anstrengend, denk ich. Die anderen beiden gut fünfzehn Jahre jünger als ich und deutlich fitter, allein schon von der Statur her. Also Augen zu und durch.
Das Aufwärmen am Beckenrand war – wie zu erwarten – blamabel. Mir reichten fünf der zwanzig Übungen, um warm zu werden.
Im Wasser sah es dann zum Glück ganz anders aus. Wir drei hatten alle das gleiche Niveau.
Jede(r) mit anderem Handicap, aber wir kamen immer ungefähr gleichzeitig an.
Das heißt: außer bei den Gleitübungen. Da war der Mann eindeutig im Nachteil. Wir haben jedoch gelernt, dass er eigentlich nichts dafür kann. Ihm fehlen naturbedingt die Gegengewichte im Brustbereich, die den Schwerpunkt nach vorne verlagern und dadurch die Beine heben. Wir haben dann gemeinsam überlegt, wie er das ausgleichen kann. Uns fielen aber leider keine guten und alltagstauglichen Lösungen ein. Flotter Dreier weiterlesen

Fremde Federn

Jetzt ist es passiert. Ich bin ertappt worden. Und war mir das peinlich. Eigentlich war es ja absehbar, und ich hätte mich auf die Situation vorbereiten können, hat mich aber trotzdem kalt erwischt.
Ich schwimme nämlich seit ein paar Monaten mit der rosa Badekappe vom Karlsfelder Triathlon. Der Triathlet, der mit meiner Startnummer gewonnen hat, überließ sie mir freundlicherweise. Rosa ist wohl nicht so seine Farbe und dieser Wettkampf war wohl auch nicht sein wichtigster.
Ich schwimme jedenfalls seither mit meiner rosa Motivationskappe und denke daran, dass ich irgendwann auch mal meine eigene gewinnen werden.
Neulich im Studio mach ich mich gerade bereit ins Wasser zu steigen.
Da steht einer neben mir, grinst mich so halb an und pult aus seiner Tasche eine schwarze Kappe mit dem selben Logo drauf.
Kleinlaut muss ich zugeben, dass ich meine gar nicht selbst erkämpft habe. Aber ich freue mich mit ihm über sein.

Kinderkram

Heute will ich mal zum Nur-Schwimmen ins Studio. Ohne das ganze Programm vorneweg. Ich kruschel also mein Zeug zusammen und vergesse doch die Hälfte. Mein neuer wasserdichter MP3-Player bleibt zu Hause (davon also später mehr), genauso wie mein Schwimmbrett und die Bürste (ärgerlich). Das ist schon ganz schön viel Demenz auf einen Haufen. Aber weil ich ja weiß, dass ich vergesslich bin, besonders was das Bahnenzählen angeht, habe ich hierfür einige Hilfsmittel eingepackt. Kinderkram weiterlesen

Happy first anniversary to AndrAktiv

Ein Jahr ist vorbei. Ein Jahr des Sports. Ein Jahr der Bloggerei. Ein Jahr der Veränderungen. Und zur Feier des Tages ist dies der 100. Beitrag in diesem Blog. Extra so getimet.
Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, in diesem Beitrag ein Resümee der philosophischen Art zu ziehen. Mit Einblicken und Tiefgang und so.
Aber das will nicht so recht kommen. Fang ich also mal mit den Fakten an.

Vor einem Jahr begann ich den Laufkurs aus dem Wunsch heraus laufen zu lernen. Weil ich das gerne wollte, weil ich das noch nie konnte, auch nicht früher.
Dieses Ziel ist erreicht: ich bin neulich den 6.4 km Firmenlauf gelaufen. Ich lief auch irgendwann in diesem Jahr schon mal fast neun Kilometer.  Am Anfang tat es weh, viel Muskelkater, die Knie verlangten regelmäßig nach Quarkwickeln. Aber irgendwann ging es dann. Jetzt nutze ich das nächste Jahr, um schneller laufen zu lernen.
Summe: 250 km

Im März bekam ich mein neues Rennradl. Dazu habe ich ja schon viel gebloggt. Viel Spaß, viele Kilometer, und auch mit dem alten Rad verbrachte und verbringe ich viel Zeit. Fahrradfahren macht Spaß, insbesondere wenn der Radius immer größer wird. In den nächsten Wochen möchte ich meine erste Hundert-Kilometer-Tour machen. Im nächsten Jahr sollen auch ein paar Höhenmeter dazu kommen. Vor denen habe ich mich ja bisher immer gedrückt.
Summe: 1543 km (Trecking) + 1167 km (Rennrad)  = 2.710 km

Im Schwimmen kann ich nicht so viele Kilometer vorweisen. Dafür aber die beste Leistungssteigerung. Hier habe ich im Betrachtungszeitraum meine Geschwindigkeit auf 500m fast verdoppelt. Das liegt zum einen an der besseren Kondition, zum anderen aber auch an der Technik. Die beiden Kraulkurse halfen, aber auch der Technik-Tag von Triathlon.de und mein stetes Üben. Im nächsten Jahr möchte ich für die 500m unter die zehn Minuten kommen.

Neben meinen Sportaktivitäten ist auch dieser Blog jetzt ein Jahr alt. Zu Beginn nur für mich, ausschließlich. Erst nach zwei drei Monaten weihte ich mein Umfeld ein und so langsam fand er auch LeserInnen im Internet. Vor ein paar Tagen knackten wir die Marke von 5.000 Hits. Und im Moment boomt es – für meine Verhältnisse.

Herzlichen Dank an die “KollegInnen”, die mich in ihre Blogroll aufgenommen haben. Susan als erstes. Und dann irgendwann Helge und Karina. Letzteres freut mich besonders, zum einen, weil die beiden in einer ganz anderen Liga spielen und sich seit gestern Ironwomen nennen dürfen (Herzlichen Glückwunsch!), zum anderen weil es mir als Ex-Wittlicherin virtuellen Kontakt zur alten Heimat beschert. Was mich auch freut: MeinSportplatz.de hat meinen Blog auch als Linktipp gelistet. Habe ich jemanden vergessen? Bitte melden!
Und natürlich freue ich mich jederzeit über Kommentare! Sie halfen mir in diesem Jahr immer mal wieder über Krisen hinweg. Komisch eigentlich, was ein paar nette Worte von fremden Leuten bewirken können.
So, das war das Jahr. Ich mach dann mal weiter so.

Immer noch enthusiasmiert

Woche zwei seit Neubeginn. Immer noch begeistert,  immer noch voll motiviert.
Eigentlich wollte ich schon immer mal morgens vor der Arbeit ins Studio, aber dann hat sich wieder gezeigt, dass ich morgens wirklich nicht zu gebrauchen bin, sportlich nicht und auch sonst nicht.
Deshalb habe ich schnell mal umdisponiert und bin gleich morgens in die Arbeit und dafür am Nachmittag ins Studio. Hat sich viel besser angefühlt.
Wieder das volle Programm,  sogar ein bisschen voller als verordnet. Vollkommen übermütig habe ich die Zielzeit des  Laufbands um ein paar Minuten hochgestellt. Und geschafft. Sogar die Intervalle mit einer Geschwindigkeit von über 8 km/h.
Neu ist dabei die Erfahrung des Schwitzens. Bisher habe ich  immer langsamer gemacht, wenn die ersten Schweißtropfen tropften. Auf dem Laufband ist das nicht so einfach und ich bin weitergelaufen. Und das fühlte sich richtig wie Sport an.

Gestern war dann wieder ein Termin mit Sportlehrer. Er hat sich angehört, wie ich zurecht komme bisher. (Ich komme zurecht). Dann hat er mir zwei neue Geräte verordnet (für die hinteren Oberschenkelmuskeln und den Po und für den Rücken), und er hat das Laufen hinter das Krafttraining geschoben.Weil das wäre sinnvoller, sagt er. Wenn er meint. Für mich ist das zumindest logistisch besser, weil ich dann je nach Zeit noch länger machen könnte.
Schwimmen war ich auch zwischendurch. Wieder in einem quasi leeren Becken. Herrlich. Als ich fertig war mit meinem Programm, kam dann tatsächlich noch einer der Profis, die mir der stellvertretende Irgendwas bei der Einführung prophezeit hatte. Der Profi war eine Sie mit einer Badekappe der SG Stadtwerke München. Und die konnte wirklich schwimmen (die Frau, die Badekappe aber auch). Nicht nur schnell, sondern auch richtig schön. Ich habe beim Abtrocknen rumgetrödelt, um ihr noch ein bisschen zuzusehen.

Fünfsterneschwimmen

Endlich hat es gepasst und ich habe das Schwimmbad in meinem neuen Studio nicht nur besichtigt sondern auch ausprobiert. Vorher habe ich brav mein anderes Programm abgewickelt: Laufen und Geräte und mich dabei die ganze Zeit auf die Belohnung gefreut.

Zehn vor fünf war ich dann endlich so weit und durfte ins Bad: Ein Traum. Ehrlich. Spiegelglatte Oberfläche auf Augenhöhe, wenn man durch die Tür kommt. Fenster mit Blick über die Stadt, sogar ein paar Berge zu sehen im Hintergrund. Ein paar vereinzelte Menschen im Becken, ein paar schwammen stehend und ein paar standen schwimmend. Eine breite Bahn war abgetrennt. Ein einzelner Schwimmer darin. Ich geselle mich dazu und nach einer Bahn geht er. Ich bin also allein auf der Bahn. Fast zehn Minuten lang.
Aus dem Augenwinkel beobachte ich Aktivität am Beckenrand, auch trudeln immer mehr Menschen ein. Aber weil meine Bahn leer ist und ich mich freue, beachte ich das nicht weiter.
Aber dann, Punkt fünf, wummert auf einmal das Bose Soundsystem (= fünf Sterne) los mit der unvermeidlichen Ich-mache-Sport-und-bin-gut-drauf-Gute-Laune-Musik. Und jetzt verstehe ich auch, warum sich alle Schwimmbadsteher strategisch im Becken verteilt haben: It’s Aqua Aerobic time!
Da hopsen sie also im Wasser umher, angetrieben von den Beats und den bellenden Anweisungen der Trainerin.
Mit meiner Schwimmbrille mit Sehstärkengläsern konnte ich gut beobachten, was für Übungen gerade unter Wasser angesagt waren, und habe dadurch den Kopf schön unten gehalten.
Leider gab es auch zwei Herren, die nicht Wasserturnen machen wollten. Die sind dann in die Schnellschwimmerbahn gekommen. Ich betone “Schnellschwimmerbahn”, weil der stellvertretende Irgendwas, der mir die Führung gegeben hat, das so betonte. Diese Bahn sei wirklich nur für schnelle Schwimmer, weil da trainieren die Profis. Aha, dachte ich mir damals; soso, dachte ich mir diesmal. Diese beiden Herren waren jedenfalls keine Profis. Mehr so der Typ Spazierenschwimmer. Eine halbe Stunde lang haben wir uns zu dritt arrangiert bis ich meine dreiviertel Stunde voll hatte. Das ging auch. Und alle mal besser, als das Kreuz-und-Querschwimmen ganz ohne Bahn im städtischen Hallenbad.

Pfadfinder

 In der letzten Zeit musste ich mein olles stählernes Trecking-Rad wieder öfter in Betrieb nehmen. Wenn ich nach der Arbeit ins Studio gehen will, habe ich ja einen Haufen Zeug dabei. Mit dem Rennrad müsste ich es auf dem Rücken tragen und das macht keinen Spaß und tut auf Dauer auch weh, im Lendenwirbelbereich und in den Schultern.

Deshalb also wieder mein Lastenrad mit dem uncoolen, aber höchst praktischen Korb hinten drauf.
Die längere Strecke zur Arbeit mit den langen Geraden über die Felder macht mit dem Rennrad super Spaß, mit dem Treckingrad eher weniger.
Die kürzere Strecke an der vierspurigen Ausfallstraße mit einer Zillion roter Ampeln ist aber auch nicht lustig. Also habe ich eine Alternative gesucht und gefunden: elf Kilometer auf Schleich-, Rad- und Schotterwegen, durch waldähnliches Gelände, mit einem Single-Trail zwischendurch. Das macht richtig Spaß, schult den Gleichgewichtssinn und lässt einen vergessen, dass man doch in urbanem Siedlungsgebiet unterwegs ist. Umso mehr, wenn es einem gelingt sich die grüne Schallschutzwand an der Bahntrasse wegzudenken.
Die erste Woche meines neuen Trainingenthusiasmus ist ganz gut gelaufen. Trotz eines Krankheitstages habe ich bis jetzt schon über fünf Stunden verbuchen können, zwei davon im Studio. Heute kommen dann noch zwei oder so dazu, weil ich endlich das fünfsternige Schwimmbad ausprobieren möchte. Und am Wochenende ist ja auch noch Zeit für Aktivität.