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Noch 100 Tage

Ich habe mich angemeldet zum Volkstriathlon am 13. Juli.

Der Countdown auf deren Website zeigt heute die 100 Tage an. Meine Stimmung schwankt stündlich zwischen “wird schon” und “oh, wie werde ich mich blamieren”.

Nochmal meine Bilanz
500 m Schwimmen: 13 Minuten derzeit, das könnte auch noch besser werden. Heute war ich zum Morgenschwimmen, nur eine knappe halbe Stunde und mit Slalom-Schwimmen zwischen den Rentnern, aber ganz passablen und vor allem ausbaufähigen Zeiten.

26 km Radeln: müsste ich in einer Stunde und weniger schaffen, habe ich schon bewiesen und wenn es keine Ampeln und  Berge gibt, könnte das gut gehen.

5 km Laufen: Tja, mein Sorgenkind. Ich habe heute bei der Running Company angefragt, was sie mir an Training anbieten können, damit ich die 5K in 30 Minuten schaffe. Bin gespannt.

Die Garmin-Website hat mir einen Trainingsplan zusammengestellt: In zwölf Wochen zum Wettbewerb. Das fängt demnach am 21. April an. Aber es kann sich nicht schaden, wenn ich schon etwas früher anfange.

Der Countdown läuft. 

Mit den Großen gespielt

Am Montag bin ich beim Surfen auf ein Schwimmseminar von triathlon.de gestoßen und habe mich spontan angemeldet. Fünf Stunden Technik-Training mit Videoanalyse. Das hat sich wirklich spannend angehört. War es dann auch.
Vor Beginn war ich mächtig nervös, ob ich da wohl mithalten könnte. Ob mir nicht gleich nach einer Stunde die Puste ausgeht, ob ich nicht einfach komplett fehl am Platz bin etc. Die Nervosität hat sich auch nicht gelegt, als ich ziemlich zu Beginn gleich die Trophäen-Badekappen mancher TeilnehmerInnen gesehen habe: Challenge Kopenhagen stand auf einer sogar. Auch die drei Trainer haben sich mit ihren Triathlon-Erfolgen vorgestellt: 1. Bundesliga, Roth-Finisher, fünfzehn Jahre Triathlet usw.

Na super. Aber was hatte ich erwartet bei einem Seminar, das von triathlon.de veranstaltet wird?!

Aber schon beim Einschwimmen hat sich alles relativiert. Kann schon sein, dass das alles gestandene TriathletInnen sind und auch die 1,5 bis 3 km Schwimmen schaffen; aber es hatte schon auch seine Berechtigung, dass sie an diesem Seminar teilnehmen.

Für die Videoanalyse sollten wir 50 m locker schwimmen. Die Aufnahmen wurden über Wasser und unter Wasser gemacht. Diese Sichtung zusammen mit einer Zeitnahme hat dann zur Einteilung der beiden Gruppen geführt. Und – oh Wunder – ich war tatsächlich in der fortgeschritteneren Gruppe!

Was dann kam, hat wirklich Spaß gemacht: Lustige Übungen mit Flossen und Kickboards und mit Philipp, einem Trainer, der wirklich gut erklären kann. Erst haben wir die Beine gemacht (bei Triathleten “bekanntlich” ja nur für die Stabilisierung gebraucht, weil die dann später für Wichtigeres benötigt werden…)

In der Pause haben wir dann die Videos angesehen. Das hat dann nochmal an den Nerven gezerrt. Es ist nicht schön zu sehen, wie wenig athletisch der eigene Körper durch durchs Wasser treibt. Aber abgesehen davon, war es trotzdem interessant, weil ich eigentlich immer dachte, einen ganz guten Armzug zu haben, mit Ellbogen oben und so. Pustekuchen. Da ist enormes Verbesserungspotential. Und der Unterwasserzug war auch ein wenig ineffizient, aber das konnte ich am selben Nachmittag dann schon ausbügeln.
Und die Beine, die hängen. Und zwar zu tief. Drei Punkte, auf die ich in meinem weiteren Training noch achten soll.
Mach ich, denn ich habe mich gleich für den Folgekurs beim SCW angemeldet.