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(Warum) läufst du?

Wie schon mehrfach erwähnt, ist mein sportliches Ziel für 2017 ein fahrradbezogenes. Da bin ich auch echt froh, und zwar aus mehreren Gründen. Bevor mich dieses Ziel ansprang hatte ich mir natürlich Gedanken gemacht, um was es im nächsten Jahr gehen könnte. Und weil ich immer noch ein Triathlon-Fan bin, dachte ich mal in diese Richtung, einen Sprint-Triathlon vielleicht. Und weil ich aber immer noch nicht laufen kann, waren das keine schönen Gedanken. Recht verzagt und wenig erfreut. Schwimmen und Radfahren, kein Problem, nur diese dämliche Laufen. Aber es lässt mich nicht los, ich denke oft daran, habe sogar mal wieder neue Laufschuhe und versuche es immer mal wieder. Und ich treibe es sogar so weit, dass ich hiermit bei Eddys Blogparade zum Thema “Warum läufst du?” mitmache:

Warum läufst Du?

Weil ich denke, dass es doch eigentlich gar nicht so schwer sein kann. Weil ich doch noch irgendwann einen Triathlon machen will. Weil ich Läufen können will. Und überhaupt. (Warum) läufst du? weiterlesen

Heiß auf die Berge

Irgendwann musste es ja mal passieren, nämlich, dass ich in die Berge muss. An diesem Wochenende bietet es sich an. Ein Freund feiert seinen Geburtstag auf einem Campingplatz in hinter Fischbachau. 70 km südlich meiner Homebase auf 771 m ü. N. Komoot sagt eine “schwierige Rennradtour” mit 640 hm voraus. Ich will schon wieder verzagen, aber der Mann bietet an, mich abzuholen, wo immer ich zusammenbreche. Mit diesem Notfallplan im Hinterkopf mache ich mich bei fast dreißig Grad auf Richtung Südsüdost. Ich bin schon gespannt auf die Gegend um Miesbach, weil mich gerade die Miesbach-Krimis über Wallner und Kreuthner amüsieren, und ich mir endlich ein Bild machen kann.

Moooment. Was soll das denn jetzt werden? Schon wieder ein Tourbericht? So wie jede Woche einer? Laaaangweilig!

Ja, schon. Warum nicht?

Weil in der letzten Zeit von dir nur solche Berichte kommen. Und sonst nichts anderes.  Heiß auf die Berge weiterlesen

Hitzeschlacht

35 °C, in Worten fünfunddreißig Grad Celsius. Das ist heiß. Sehr heiß. Zu heiß, um zum Beispiel die RTF im Münchner Voralpenland mitzumachen. Jedenfalls für mich. Also stelle ich mir den Wecker nicht. Trotzdem werde ich um halb sieben wach. Der Mann kruschelt rum und macht sich für einen Lauf bereit. Tapfertapfer, denke ich und dreh mich wieder um. Kurz darauf meldet sich doch meine Wecker-App, weil die Übertragung des Frankfurter Ironman gleich beginnt. OK, wenn ich mir die schon so gestellt habe, dann versuch ich halt nicht nochmal einzuschlafen. Ist eh sinnlos bei der Hitze jetzt schon. Ich mach also den Rechner an und lass mich von hr-online informieren. Und tatsächlich kommt schon gleich wieder das Gänsehautgefühl, das ich immer bei Großveranstaltungen habe. Muss ich scheinbar gar nicht vor Ort sein. Hitzeschlacht weiterlesen

Wir sind Erster!

Karlsfeld-Triathlon. Endlich. Wieder ein Gänsehauterlebnis für mich. Das Gejohle und Gepfeife und Anfeuern geht mir echt unter die Haut. Und das Grinsen der AthletInnen, die vollkommen stolz aus dem Wasser steigen, ist Gold wert. Da vertrag ich sogar Helene Fischer und Rammstein, die aus den Boxen plärren.
Ich war hin und hergerissen, ob es jetzt eine gute oder nicht so gute Entscheidung war zu kneifen. Das Volk, was beim Volkstriathlon mitgemacht hat, war schon recht durchmischt und ich hätte da ganz gut reingepasst. Hätte hätte Fahrradkette.
Das Hadern hilft jetzt nix mehr. Nächstes Jahr gibt es wieder Veranstaltungen und bis dahin bin ich noch ein Stückchen fitter. Kann dann auch noch besser laufen, und habe auch keine Angst mehr vor der Gesamtsituation. Und vielleicht finde ich bis dahin auch eine(n) MitstreiterIn.

Meine Startnummer und ihr neuer Besitzer haben übrigens grandios mit einem ersten Platz gefinisht. Was hab ich mich gefreut! Herzlichen Glückwunsch.

Achja, und die deutschen Fußball-Männer sind auch endlich mal wieder Erster geworden.

 

Verkauft

So, jetzt ist es amtlich. Der Karlsfelder Triathlon wird ohne mich stattfinden, zumindest ohne mich als Teilnehmerin. Ich habe meinen Startplatz verkauft. Die letzten Wochen war ich noch hin und her und hin und her gerissen, ob nicht oder doch. War mal ein Tag gut und lief bzw. schwamm sich gut, dachte ich, warum nicht? Irgendwas geht da schon. Aber dann hatte ich doch wieder Angst vor dem Gechecke und der Orga.

Und ausgerechnet, kurz nachdem ich den Verkauf ausgemacht hatte, sehe ich durch Zufall, dass Lizzy zum zweiten Mal beim Stadttriathlon mitgemacht, auch unvorbereitet, nach eigenem Bekunden. Aber superfit beim Laufen, (im Unterschied zu mir). Ihr Bericht vom letzten Jahr hatte mich ja ermutigt, es selbst zu versuchen.
Sei’s drum. Es ist jetzt halt so. Nächstes Jahr bin ich dabei. Und natürlich werde ich am Sonntag hingehen und mir das mal anschauen, wegen Feeling und Fortbildung und so. Denn heute ist nicht alle Tage, ich mach weiter, keine Frage!

Noch zwölf Wochen

Heute beginnt der ernsthafte Countdown: Noch zwölf Wochen.
Zwölf Wochen sind der Zeitraum, der für eine effektive Vorbereitung benötigt wird, behaupten diverse Quellen. Also beginne ich heute mit meinen zwölf Wochen.
Ich muss den Plan, den mir übrigens Garmin Connect bereitstellt, umbauen, damit er besser in meinen Alltag passt. So werde ich mittwochs zum Lauftraining gehen und donnerstags wieder zum Kraulkurs bei den Wasserfreunden.

Ich werde versuchen, meine Trainings so familien- und sozialverträglich wie möglich zu gestalten. Heute gehen wir ins Spaßbad, das auch ein 25-Meter-Becken hat, damit ich meine planmäßigen tausend Meter schwimmen kann.
Ansonsten findet ja viel abends statt. Oder mal morgens vor der Arbeit. Ich habe ja den riesen Luxus einer 30-Stunden-Woche. Das lässt mir ja viel Luft für Training.
Nach wie vor am meisten Sorgen macht mir das Laufen. Das geht einfach noch gar nicht, und wenn ich “gar nicht” schreibe, meine ich “gar nicht”. Ich setze da viel Hoffnung auf das Lauftraining der Running Company.

Noch 100 Tage

Ich habe mich angemeldet zum Volkstriathlon am 13. Juli.

Der Countdown auf deren Website zeigt heute die 100 Tage an. Meine Stimmung schwankt stündlich zwischen “wird schon” und “oh, wie werde ich mich blamieren”.

Nochmal meine Bilanz
500 m Schwimmen: 13 Minuten derzeit, das könnte auch noch besser werden. Heute war ich zum Morgenschwimmen, nur eine knappe halbe Stunde und mit Slalom-Schwimmen zwischen den Rentnern, aber ganz passablen und vor allem ausbaufähigen Zeiten.

26 km Radeln: müsste ich in einer Stunde und weniger schaffen, habe ich schon bewiesen und wenn es keine Ampeln und  Berge gibt, könnte das gut gehen.

5 km Laufen: Tja, mein Sorgenkind. Ich habe heute bei der Running Company angefragt, was sie mir an Training anbieten können, damit ich die 5K in 30 Minuten schaffe. Bin gespannt.

Die Garmin-Website hat mir einen Trainingsplan zusammengestellt: In zwölf Wochen zum Wettbewerb. Das fängt demnach am 21. April an. Aber es kann sich nicht schaden, wenn ich schon etwas früher anfange.

Der Countdown läuft. 

Bilanz und Ausblick

Der Slogan meines Blogs stimmt jetzt nicht mehr. Jetzt habe ich nämlich den 47. Geburtstag hinter mich gebracht und es ist Zeit Bilanz zu ziehen.
Im Juli habe ich mit dem Lauftraining angefangen und das soll mein Stichtag sein.
1.808 Kilometer geradelt, 202 Kilometer gelaufen und 20 Kilometer geschwommen. Insgesamt mit allem 165 Stunden Sport in neun Monaten aufgezeichnet, macht im Schnitt 18 Stunden pro Monat, etwas mehr als eine halbe Stunde pro Tag.
So – was mache ich jetzt mit dieser Erkenntnis? Gute Frage.
Mein Ziel war es ja, vor meinem fünfzigsten Geburtstag an einem Triathlon-Wettbewerb teilzunehmen. Bis dahin ist natürlich noch gut Zeit. Wenn ich es dieses Jahr noch machen will, wird es schon enger. Ganz konkret ist der 30. März der Stichtag. Da öffnet nämlich die Anmeldung für den Karlsfelder Triathlon im Juli. Im Prinzip der einzige in und um München, den ich machen kann. Der Triathlon Ende des Sommers, den ich eigentlich angepeilt hatte geht nicht, weil wir da in Urlaub sind.
Ich habe mir mal die Zeit angeschaut, die in Karlsfeld im letzten Jahr gebracht wurden, und zwar von der letzten Frau, die ins Ziel kam:
Schwimmen (500m): 13 Minuten
Radfahren (26,8 km): 1,26 Stunden
Laufen (5km): 38 Minuten

Nach aktuellem Stand sieht das bei mir so aus:
Schwimmen: 13 Minuten
Radfahren: 1,25 Stunden
Laufen: 48 Minuten
Ich wäre also mit zehn Minuten Abstand die letzte. Und das sind eigentlich auch nur Einzelwerte. Ich bin ja noch nie gelaufen, nachdem ich eine Stunde geradelt bin.
Auf der Website der Karlsfelder gibt es einen Countdown: Ab heute sind es noch 111 Tage bis zum Wettbewerb. Ich bin verzagt. Ich will mich eigentlich nicht öffentlich blamieren. Soll ich noch ein Jahr warten?
Ein anderes nettes Ziel wäre ja auch der Firmenlauf. Das sind sieben Kilometer durch den Olympiapark. Wäre auch eine ganz gute Leistung.
Noch sieben Tage.

Mit den Großen gespielt

Am Montag bin ich beim Surfen auf ein Schwimmseminar von triathlon.de gestoßen und habe mich spontan angemeldet. Fünf Stunden Technik-Training mit Videoanalyse. Das hat sich wirklich spannend angehört. War es dann auch.
Vor Beginn war ich mächtig nervös, ob ich da wohl mithalten könnte. Ob mir nicht gleich nach einer Stunde die Puste ausgeht, ob ich nicht einfach komplett fehl am Platz bin etc. Die Nervosität hat sich auch nicht gelegt, als ich ziemlich zu Beginn gleich die Trophäen-Badekappen mancher TeilnehmerInnen gesehen habe: Challenge Kopenhagen stand auf einer sogar. Auch die drei Trainer haben sich mit ihren Triathlon-Erfolgen vorgestellt: 1. Bundesliga, Roth-Finisher, fünfzehn Jahre Triathlet usw.

Na super. Aber was hatte ich erwartet bei einem Seminar, das von triathlon.de veranstaltet wird?!

Aber schon beim Einschwimmen hat sich alles relativiert. Kann schon sein, dass das alles gestandene TriathletInnen sind und auch die 1,5 bis 3 km Schwimmen schaffen; aber es hatte schon auch seine Berechtigung, dass sie an diesem Seminar teilnehmen.

Für die Videoanalyse sollten wir 50 m locker schwimmen. Die Aufnahmen wurden über Wasser und unter Wasser gemacht. Diese Sichtung zusammen mit einer Zeitnahme hat dann zur Einteilung der beiden Gruppen geführt. Und – oh Wunder – ich war tatsächlich in der fortgeschritteneren Gruppe!

Was dann kam, hat wirklich Spaß gemacht: Lustige Übungen mit Flossen und Kickboards und mit Philipp, einem Trainer, der wirklich gut erklären kann. Erst haben wir die Beine gemacht (bei Triathleten “bekanntlich” ja nur für die Stabilisierung gebraucht, weil die dann später für Wichtigeres benötigt werden…)

In der Pause haben wir dann die Videos angesehen. Das hat dann nochmal an den Nerven gezerrt. Es ist nicht schön zu sehen, wie wenig athletisch der eigene Körper durch durchs Wasser treibt. Aber abgesehen davon, war es trotzdem interessant, weil ich eigentlich immer dachte, einen ganz guten Armzug zu haben, mit Ellbogen oben und so. Pustekuchen. Da ist enormes Verbesserungspotential. Und der Unterwasserzug war auch ein wenig ineffizient, aber das konnte ich am selben Nachmittag dann schon ausbügeln.
Und die Beine, die hängen. Und zwar zu tief. Drei Punkte, auf die ich in meinem weiteren Training noch achten soll.
Mach ich, denn ich habe mich gleich für den Folgekurs beim SCW angemeldet.

Run – bike – swim

Mein erster Triathlon – nur in der falschen Reihenfolge und in keiner üblichen Distanz.
Ich war jetzt schon zwei Tage hinter meinem Trainingsplan hinterher, deswegen musste ich heute unbedingt laufen. Statt der vierzig Minuten waren es nur dreißig, aber nicht schlimm, denn ich hatte ja noch mehr vor, Schwimmen nämlich. Und dort bin ich mit dem Rad hin – mit einem kleinen Schlenker durch dir Stadt. Alles in allem 16 Kilometer. Das ist der Vorteil einer großen Stadt: man kriegt schnell ein paar Kilometer zusammen.
Schwimmen war dann heute nicht so ergiebig. Nur 1900 Meter, und selbst die sind nicht verbürgt. Und so richtig ausgelastet war ich auch nicht. Ohne angeben zu wollen: ich bin die schnellste der Gruppe – insbesondere heute, wo die andere Frau nicht da war.
Der Trainer hat meine Enttäuschung ob der geringen Strecke gemerkt und meinte, das nächste Mal kriege ich einen extra Plan. Mal sehen. Hoffentlich habe ich mich nicht zu weit aus dem Fenster gehängt.