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Gastbeitrag: Regeln für den Island-Läufer

Heute eine Premiere: Der erste Gastbeitrag in diesem Blog. Natürlich gebührt diese Ehre “dem Mann”. Viel Spaß beim Lesen. Andra.

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Island liegt zwar weit weg vom europäischen und amerikanischen Festland aber auch hier gelten die Regeln, die wir aus unserer heimatlichen Sportwelt kennen. Auch hier spielt man Fußball mit zwei mal elf Spielern – und das bekanntermaßen nicht mal schlecht – und auch hier kann man einen Halbmarathon bewältigen ohne 21 Runden am Vulkankrater drehen zu müssen.

Alle laufen in Reykjavik
Alle laufen in Reykjavik

Vor unserer Anreise in den diesjährigen Sommerurlaub nach Island waren meine Vorstellungen da noch etwas verschwommener, nach zwei Wochen in diesem schönen Land sehe ich jetzt aber etwas klarer. Und das liegt nicht nur an der klaren Luft, die es oft möglich macht um ein mehrfaches weiter in die so fremdartige Landschaft zu schauen, als das in Mitteleuropa möglich ist.

Das Feld zieht sich auseinander
Das Feld zieht sich auseinander

Aber wir waren bei den Regeln: Die Regeln sind die gleichen, die Rahmenbedingungen aber oft anders. Am deutlichsten wird das erlebbar am Wetter. Der Spruch auf unserem obligatorisch erworbenen Kühlschrankmagneten verdeutlicht es am besten: “Welcome to Iceland! If you don’t like the weather, just wait five minutes…”. Das ist die positive Darstellung der etwas anderen Rahmenbedingungen in diesem Land. Meine Übersetzung für den Läufer in Island lautet: “Denke nicht, dass Du trocken nach Hause kommst, wenn Du bei Sonnenschein startest”. Nach meinem ersten akribisch geplanten Lauf in Reykjavík starte ich den zweiten eher unvorbereitet. Nur eine grobe Vorstellung von der Route, keine Ahnung, wie weit die Füße heute tragen. Wetterbericht? Ungelesen! Kein Handy dabei, aber erst nach einem Kilometer gemerkt. Egal! Gastbeitrag: Regeln für den Island-Läufer weiterlesen

Offiziell vorbei

Hier kommen meine elf Punkte, an denen ich merke, dass der Sommer offiziell vorbei ist.

  1. Am Morgen ist es so zapfig kalt, dass ich in der Radlhose frieren würde. Also fahre ich in Zivil nur in Jeans, T-Shirt und Fleecejacke. Damit spare ich mir auch das Mitschleppen der Wechselklamotten und das Umziehen in der Arbeit. Das hat leider aber auch zur Folge, dass ich am Nachmittag beim heimfahren manchmal noch ganz ordentlich ins Schwitzen komme. Fünfundzwanzig Grad schafft der Planet doch noch ab und an.
  2. Morgens steht ebendieser Planet noch so tief, dass ich oft nichts sehe und in Blindflug gern Osten radeln. Am Abend dann da gleiche Spiel nochmal, nur diesmal gen Westen. Sonnenbrille?
  3. Die abendliche Walkingrunde endet unerwartet im Dunkeln. Jetzt dämmert es tatsächlich um halb acht schon ganz ordentlich.
  4. Der Himmel ist so unglaublich blau und klar und weit, dass mir die Adjektive fehlen.
  5. Morgens gibt es jetzt wieder wunderschöne Bergpanoramen an Horizont zu bewundern.
  6. Sonst eigentlich ganz normale Leute laufen auf einmal wieder in Dirndl bzw. Lederhosen herum, und die Stadt ist unerträglich voll. Es ist Oktoberfest.
  7. In Supermarkt gibt es endlich wieder Weihnachtsgebäck, diesmal sogar schon zwei Tage vor Wiesnanstich. Wer braucht jetzt schon Spekulatius?
  8. In der Arbeit sind alle aus dem Urlaub zurück und Hektik bricht aus.
  9. Die beiden Eichhörnchen haben es endlich geschafft, unseren Walnussbaum leer zu räumen und die ganze Ernte zu verstecken. Ich finde sie dann im Laufe des nächsten Jahres in Form von Schösslingen.
  10. Im Garten stehen Paletten mit vier Ster Brennholz, die darauf warten umgeschichtet zu werden.
  11. Die Federbetten sind auf einmal nicht mehr todbringend heiß sondern schön kuschelig.