Archiv der Kategorie: Gastbeiträge

Hier schreiben andere über ihre Erlebnisse oder werden interviewt.

Gastbeitrag: Interview mit einem Neu-Marathoni

Ein neuer Gastbeitrag von einem alten Bekannten: Ein Interview mit dem Mann (nennen wir ihn ab jetzt Jürgen). Er lief neulich seinen ersten Marathon und beantwortet hier unsere Fragen.


Du bist vor fünf Wochen deinen ersten Marathon gelaufen. Wie geht es Dir? Jetzt und damals direkt danach?

Den einfacheren Teil der Frage “wie geht es Dir jetzt” kann ich frei nach Sepp Herberger beantworten: Nach dem Marathon ist vor dem Marathon. Jetzt, wo ich erlebt habe, dass ich es schaffen kann, möchte ich nicht gleich wieder aufhören. Welcher Marathon es nächstes Jahr werden wird, steht noch nicht fest. Wenn es geht, soll es aber nicht wieder ein “Heimspiel” werden.

Die Frage nach dem Gefühl direkt nach dem Lauf ist nicht so einfach zu beantworten. Mir war die Freude am Angekommen-sein fast ein wenig im Hals stecken geblieben. Woran das lag, kann ich nicht beantworten. Das gute Gefühl und auch ein wenig Stolz kam erst die Tage danach langsam. Gastbeitrag: Interview mit einem Neu-Marathoni weiterlesen

Gastbeitrag: Regeln für den Island-Läufer

Heute eine Premiere: Der erste Gastbeitrag in diesem Blog. Natürlich gebührt diese Ehre “dem Mann”. Viel Spaß beim Lesen. Andra.

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Island liegt zwar weit weg vom europäischen und amerikanischen Festland aber auch hier gelten die Regeln, die wir aus unserer heimatlichen Sportwelt kennen. Auch hier spielt man Fußball mit zwei mal elf Spielern – und das bekanntermaßen nicht mal schlecht – und auch hier kann man einen Halbmarathon bewältigen ohne 21 Runden am Vulkankrater drehen zu müssen.

Alle laufen in Reykjavik
Alle laufen in Reykjavik

Vor unserer Anreise in den diesjährigen Sommerurlaub nach Island waren meine Vorstellungen da noch etwas verschwommener, nach zwei Wochen in diesem schönen Land sehe ich jetzt aber etwas klarer. Und das liegt nicht nur an der klaren Luft, die es oft möglich macht um ein mehrfaches weiter in die so fremdartige Landschaft zu schauen, als das in Mitteleuropa möglich ist.

Das Feld zieht sich auseinander
Das Feld zieht sich auseinander

Aber wir waren bei den Regeln: Die Regeln sind die gleichen, die Rahmenbedingungen aber oft anders. Am deutlichsten wird das erlebbar am Wetter. Der Spruch auf unserem obligatorisch erworbenen Kühlschrankmagneten verdeutlicht es am besten: “Welcome to Iceland! If you don’t like the weather, just wait five minutes…”. Das ist die positive Darstellung der etwas anderen Rahmenbedingungen in diesem Land. Meine Übersetzung für den Läufer in Island lautet: “Denke nicht, dass Du trocken nach Hause kommst, wenn Du bei Sonnenschein startest”. Nach meinem ersten akribisch geplanten Lauf in Reykjavík starte ich den zweiten eher unvorbereitet. Nur eine grobe Vorstellung von der Route, keine Ahnung, wie weit die Füße heute tragen. Wetterbericht? Ungelesen! Kein Handy dabei, aber erst nach einem Kilometer gemerkt. Egal! Gastbeitrag: Regeln für den Island-Läufer weiterlesen