Jetzt wird es dann langsam ernst

Vier Wochen Angststarre lösen sich langsam und ich fahre wieder Rennrad.

What?!? 

Großes Schiff mit Containern auf dem Kanal
Großes Schiff mit Containern

Ja, ich weiß, nicht so ganz die richtige Strategie für eine Wettkampfvorbereitung. War aber so, und ist jetzt vorbei und am Sonntag fahre ich halt einfach so mit. Werde schon unter die vorderen Zehntausend kommen. Vielleicht. Erzählen wollte ich aber hier und jetzt nur kurz von meiner heutigen Ausfahrt. Die ging nämlich von Felde nach Eckernförde. Vollkommen unbekanntes Terrain für mich, was daran liegt, dass wir hier im Urlaub sind, und vorher noch nicht hier waren. Jetzt wird es dann langsam ernst weiterlesen

Waterloo liegt im Vilstal

Generalprobe, es ist dringend Zeit für eine  Generalprobe. Für die Cyclassics.  Endlich die hundertzwanzig Kilometer fahren, vielleicht auch mehr. Und mit den voraussichtlichen fünfhundert Höhenmetern. Diese Gedanken spuken schon länger in meinem Hirn herum.

Schon letztes Wochenende sollte es sein, aber da war es zu heiß, zu gewittrig, und so wurden es nur fünfundsechzig. Also dann nochmal. Ich frage beim Bruder an, der winkt aber ab, er ist überbucht. Der Mann dagegen sagt sofort ja. Wir wollen früh los, die Zeit nutzen, die der Sohn in seinem Teenagerkoma verschläft. Ich bastel eine Acht durch das Vilstal zusammen, weil die Landschaft dort ist hügelig (wegen der Höhenmeter), ich will dem Mann den Vilstalradweg zeigen (weil den mag ich), und weil es dort insgesamt schön ist. Waterloo liegt im Vilstal weiterlesen

Halt mal schnell …

Seit ein paar Wochen fahre ich nun mein Giant Anyroad 2 mit dem Bremsenupgrade. Die alte Avid BB5, die bei meinem 2015er Modell noch serienmäßig verbaut war, verabschiedete sich ja auf besorgniserregende Weise. Der Radschrauber meines neuen Vertrauens empfahl eine TRP Spyre-Scheibenbremse sowie eine größere Scheibe. Und er versprach soundsoviel Prozent bessere Leistung. Halt mal schnell … weiterlesen

Flicken oder nicht?

Während ich gemütlich den Grand Départ deR Tour de France ansehe und mich an den schönen Rädern und den strammen Wadeln ergötze, obduziert der Mann mein Rad. Er muss genau hinschauen, denn das Loch befindet sich unter einem Schlauchflicken. Die Naht dort ist geplatzt. Und das wirft wieder die Frage auf: Flicken oder nicht flicken. Ich bin ja eher der Neuerschlauchdraufundgut-Typ während der Mann gerne flickt. Wobei wir bei letzterem schon recht gemischte Erfahrungen gemacht haben. Gute und nicht so gute.

Wie haltet Ihr es mit einem punktierten Schlauch? Flickt Ihr oder zieht Ihr gleich einen neuen ein?

Einmal Ödenpullach und zurück

Nur noch zwei Monate! Vorgestern tauchte diese Meldung in meiner Facebook-Timeline auf. Ohne das “Nur” natürlich, das sich in meinen Kopf beim Lesen ganz selbstverständlich davor drängelte. Nur noch zwei Monate bis zum Rennen, den Cyclassics in Hamburg. Einmal Ödenpullach und zurück weiterlesen

Ohne Berge ist auch doof. Amper-Donau 2

Nach einem göttlichen Frühstück machen wir uns weiter auf unserem Weg gen Norden. Ingolstadt ist nach wie vor unser Ziel. Ich schmiere uns dick mit Sonnenmilch ein, besonders die rückwärtigen Körperpartien, weil wir ja nach Norden fahren. Ein bisschen habe ich schon gelernt aus meinen diversen Sonnenbränden und tan lines.

Der Bürgerpark in Pfaffenhofen ist gerade Gartenschau.

Der Weg aus Pfaffenhofen heraus gestaltet sich schwierig, zum einen weil der Bürgerpark an der Ilm derzeit Gartenausstellung, kostenpflichtig und somit abgesperrt ist. Zum anderen folge ich nicht dem Navigator, wie ich sollte. Ich sehe das Umleitungsschild und biege flink links ab, während der Navigator rechts navigiert. Wir verlieren uns für etwa fünf Minuten aus den Augen, was den Navigator komplett aus der Bahn wirft. Nachdem wir uns wieder beruhigt haben, geht es weiter.

Dieser Hopfen hat noch was vor sich

Eine meine Lieblingsgegenden Deutschlands ist ja die Holledau. Die wellige Gegend, die Hopfengärten, die hellen Betonstraßen dazwischen, riesige weißgetünchte Höfe mit roten Dächern gehören zu meinen Kindheitserinnerungen, die ich auch als Erwachsene schön finde.   Ohne Berge ist auch doof. Amper-Donau 2 weiterlesen

Take it easy. Amper-Donau 1

Hier also der Ferien zweiter Teil. Der Sohn will nach Ingolstadt. Ich habe aufgegeben zu fragen, warum. Weil Isso. Also plan ich mal los. Mit dem Bayernnetz Routenplaner und zur Verfeinerung dann mit komoot. Drei Tage haben wir, die müssten reichen für München-Ingolstadt, dann Altmühl und weiter bis Regensburg. Als Startpunkt gönnen wir uns Dachau. Die halbe Stunde S-Bahn spart uns anderthalb Stunden Großstadtquerung.  Take it easy. Amper-Donau 1 weiterlesen

Rosa Brillen und schöne Aussichten. Adria-Alpe 4

Es muss gesagt werden, weil es wahr ist: Der Weg zurück war schön. Knallblauer Himmel, angenehme Temperaturen, eine humane Abfahrtszeit des Zuges. Zwischendurch hatte ich schon nochmal einen Kloß im Hals, wenn ich an Italien dachte, aber was soll’s? Wir sind zeitig am Bahnhof und chillen (mal wieder) herum. Ich starre die Berge an, während der Sohn mir auf seinem Handy irgendwelche Präludien vorspielt. (Nein, er ist kein Klaviervirtuose, es handelt sich um eine Spiele-App, bei der man ganz schnell irgendwelche Tasten drücken muss. Die klassische Musik ist nur Begleiterscheinung. Man ist ja dankbar für alles.)

Irgendsoeinberg und blauer Himmel

Der Zug ist noch schön leer. Ich sitze die meiste Zeit auf einem Klappsitz im Fahrradwagen, weil da die Fenster größer und die Aussicht schöner ist. Der Zugführer, der sein Abteil auch im Fahrradwagen hat, gibt mir zwischendurch den guten Rat, mich doch auf einen ordentlichen Sitz zu setzen. Ich lehne ab wegen der Aussicht. Rosa Brillen und schöne Aussichten. Adria-Alpe 4 weiterlesen

Lebensgefahr und Aus. Alpe-Adria 3

Sonne in Mallnitz. Vor uns liegt eine Mordsabfahrt. Serpentinen und insgesamt 700 Höhenmeter auf fünf Kilometer. Wir freuen uns darauf. Aber stell dir vor, du fährst bergab, und deine Bremsen machen nicht mit. Vorne zieht die Bremse so gut wie gar nicht, und die hintere schafft es nicht, mein Gewicht und das des Gepäcks bei dieser Geschwindigkeit abzubremsen. Ein ganz übles Gefühl. Ganz übel. Hinter mir juchzt der Sohn, der mit seinen hydraulischen Bremsen den Spaß seines Lebens hat.  Lebensgefahr und Aus. Alpe-Adria 3 weiterlesen