Der Mann läuft jetzt dann

Der Mann ist hektisch. Er packt seinen Koffer, weil er morgen in Urlaub fährt. Wie schon erwähnt, macht er sich auf nach Spanien, um auf dem Jakobsweg zu joggen. Start ist in Bilbao, Leon steht auf dem Plan und dann die letzten hundert Kilometer nach Santiago de Compostela rein.

Bis vor drei Stunden war der Mann außerordentlich gut gelaunt. Er wollte noch schnell zum Sportgeschäft, weil die seine Laufschuhe im Angebot haben. Als er zu Hause ankommt, sieht er gar nicht gut aus. Es hat ihn mit dem Rad gelegt. An einer Kante zwischen Rad- und Fußweg ist er hängen geblieben und hat sich Schulter geprellt und Beine aufgeschrabbt. Kein optimaler Beginn für einen Laufurlaub. Zum Glück hat er noch zwei Tage bis es wirklich los geht.

Dies ist übrigens der erste Tweet des Mannes. Diesen Account hat er extra für den Jakobslauf eingerichtet und Andraktiv.de hat sich die Exklusiv-Rechte gesichert. Soll heißen, die Tweets des Mannes sind hier zu lesen. Demnächst mehr auf diesem Kanal.

7 Gedanken zu „Der Mann läuft jetzt dann“

  1. Gute Besserung!

    Und vor allem — Glück gehabt! Mich hat’s vor eineinhalb Jahren an genauso einer Längskante zwischen Rad- und Gehweg bei (wirklich!) mäßigem Tempo gelegt. Resultat war ein Armbruch, der meinen “Marktwert” durch Titan in der Speiche bis heute erhöht.

    Auch wenn ich mich fürs Laufen überhauptnicht zuständig fühle, wünsche ich doch auf allen Kilometern viel Spaß und gute Erholung vom hiesigen Radelelend!

    1. Achherrje, diese Kante ist ebenso gefährlich wie überflüssig. Obwohl so ein bisschen Werteinlagerung ja schon gut ist, für schlechte Zeiten. Deine Besserungswünsche habe ich ausgerichtet. Sowas wirkt auch von Nichtläufern.

  2. Ach oje, Misto! Gute Besserung.

    Auf dem Jacobsweg zu joggen finde ich ja schon etwas … nun … ääääh … sagen wir mal: hochmütig im humoristischen Sinne. Alle schleppen sich dahin, mit Gepäck auf dem Rücken und Blasen an den Füßen und der Mann joggt leichtfüßig an allen vorbei. Ey, das hat was.

    Großartig und ich bin total gespannt. Also, schmier reichlich Bepanthen auf die Wunden, damit es losgehen kann 🙂

    1. Liebe Irina, der Mann hat ja seine Absolution schon mal vor vier Jahren auf die harte Tour erwandert. Vielleicht reicht das noch für ein bisschen Hochmut jetzt. Und außerdem ist der ja dann am Ende der Pilgerfahrt auch vergeben, wenn ich das System richtig verstanden habe. Schon praktisch eigentlich: Urlaub, Fun und Rotwein und am Ende Absolution. 🙂

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