Alltagsbewegung

Gestern mit dem Rad in der Arbeit. Durch den Nebel, durch die Kälte und so ganz gut habe ich mich nicht gefühlt. Hat dann auch ewig gedauert. Gefühlt ging es nur den Berg hoch mit Gegenwind. Aber dann war ich doch ganz stolz auf mich. Vor allem, wenn die KollegInnen (auch die Dauerradler) anerkennende Töne von sich geben.
Leider ging es mir dann im Laufe des Tages immer schlapper und der Kreislauf macht keine ordentlichen Kreise mehr. Ich weiß nicht, was das war, und das Heimkommen machte mir Sorgen. Radeln traute ich mir nicht zu, genauso wenig wie den öffentlichen Nahverkehr. Zum Glück hat sich ein netter Kollege gefunden, der mich heim brachte.
Daheim versuchte ich mich zu kurieren und tatsächlich nach zwölf Stunden Schlaf geht es mir heute in der Früh wieder ganz gut. Keine Ahnung was das war. Vielleicht zu wenig getrunken?
Herausforderung jetzt: Mein Rad ist nicht da, wo ich bin. S-Bahn-Fahren mag ich nicht, zumindest nicht die volle Strecke. Heute bin ich zu geizig, die fünf Euro für das Ticket auszugeben. Ich entscheide mich, nur eine Kurzstrecke für einen Euro dreißig zu fahren und den Rest zu gehen. Das bedeutet knapp zwei Kilometer am Anfang, dann zwei Stationen S-Bahn, und dann nochmal drei Kilometer. Ist gar nicht so wild. Weder in der Vorstellung noch in realiter. Ich entscheide mich für meine Laufschuhe anstelle der schweren Trekkingschuhe, die ich sonst immer anhabe. Das war eine gute Entscheidung und es macht Spaß mit den leichten Schuhen. Allerdings hätte das eine halbe Stunde später schon ganz anders ausgesehen, denn dann wäre der Weg aufgetaut gewesen und alles hätte sich in eine schöne Matschpiste verwandelt.
Insgesamt kriege ich einen Schnitt von unter zehn Minuten pro Kilometer hin. Trotz schweren Gepäcks (Schwimmsachen für alle Fälle) und rutschigen Teilstücken. Ein schöner Anfang für den Tag. Und eine alternative Möglichkeit, den Tag mit Bewegung zu beginnen.

4 Gedanken zu „Alltagsbewegung“

  1. Diese "Kurzstrecken-Spar und Bewegtaktik" praktizieren also noch andere Verrückte und nicht nur ich?!

    Vielleicht war der Kreislaufhänger eine "Virenabwehrreaktion" – bisher hatte ich auch Glück und obwohl alle, aber wirklich ALLE um mich herum krank waren oder noch sind, einige davon recht schwer, blieb es bei mir bei einem deiner genannten Schilderung ähnlichen Kurzaufflackern. Dachte zwei, drei Tage lang, es würde mich auch erwischen – aber mit etwas Glück *auf Holz klopfend* war`s das für mich schon. Und für dich vielleicht auch?!

    Bleib fit und gesund!

    Gruß
    Lizzy

    1. Es ist aber auch eine Ungerechtheit an der Zonengrenze zu wohnen bzw. zu arbeiten und wegen einer solchen willkürlichen Grenze mehr zahlen zu müssen. Jawoll, das wollte ich mal sagen.
      Ansonsten ist alles gut. Mir war noch ein paar Tage flau im Magen und ab und zu Watte um den Kopf, aber kein Grund zu jammern, denn so richtig krank war ich auch schon länger nicht mehr *auch auf Holz klopf*.
      Dann mal viel Spaß mit den Enkelinnen!

  2. Na das nenn ich mal Einsatz :-). Da hast du schon ordentlich Bewegung gehabt. Und Schwimmen warst du bestimmt auch noch, oder?
    Ich glaube die Entscheidung, am Vortag nihct mit dem Rad zurück zufahren war richtig. Vielleicht ein Anflug von Erkältung oder sowas und du hast das einzig richtige gemacht: lange Schlafen 🙂
    Liebe Grüße
    Helge

    1. Nein, Helge, ich muss zugeben, dass ich mich zum Schwimmen nicht mehr aufraffen konnte. Als ich am Studio vorbeiradelte, waren meine Beine schon bis auf die Knochen durchgefroren und ich wollte nur noch nach Hause. Mit Wärmflasche vor dem Kamin sitzen, was ich jetzt gerade tue. Jeans taugt auf dem Rad bei diesen Temperaturen nicht. Das weiß ich jetzt wieder.
      Viele Grüße, Alexandra

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