2100 Meter

2100 Meter – soviel konnte ich vor ein paar Wochen nicht am Stück Laufen. Und das bin ich heute geschwommen. Das war richtig cool. Und im Grunde auch gar nicht anstrengend. Der Trainier macht das wirklich gut: er lässt uns viele Pausen machen. Für eine Bahn dürfen wir uns eine Minute Zeit nehmen. Also Schwimmen und Warten, Schwimmen und Warten. Am Anfang sind die Pausen noch richtig lang, aber je mehr Bahnen wir gezogen haben, desto kürzer wurden auch die Pausen am Ende einer Bahn. Aber so schaffen wir die anderthalb Stunden locker durchzuschwimmen.

Ich habe mir die Bahn mit der anderen Frau im Kurs geteilt. Sie hat ungefähr mein Niveau (oder ich das ihre) und so waren wir immer gut beisammen – und haben gemeinsam die Männer auf den anderen Bahnen versägt. Naja, wir waren halt immer einen Tick schneller fertig mit der Übung und einen Tick weniger aus der Puste. An der Kondition kann das nicht liegen, denn ich denke mal, jeder von diesen Männern wird mich im Trockenen und laufend gaanz alt aussehen lassen. Das ist alles die Technik, und die ist bei mir eben noch besser als bei den anderen und das hilft ungemein.

Die andere Frau und ich haben übrigens krampfhaft versucht Bahnen zu zählen und uns zu merken, was wir schon hatten. Am Ende sind wir bei 2100 Meter gelandet. Und das deckt sich mit dem, was der Trainer uns gemeldet hat – halb ungläubig, halb stolz hat er uns diese Zahl genannt, gleich mehrfach. Das macht stolz.