Der Besuch bei der alten Dahme

Schon wieder Berlin? Ich weiß, war ganz schön oft in der letzten Zeit. Diesmal bin ich im Auftrag (und auf Kosten) des Arbeitgebers hier. Ich darf mich auf einer Tagung meines Berufsverbandes fortbilden. Mach ich natürlich auch gerne und gewissenhaft. Und nach einem Tag voll mit viel Interessantem brauche ich ein bisschen Ausgleich. In weiser Voraussicht meldete ich mich schon vor Tagen bei Call a Bike an. Den ganzen Tag war das Wetter einigermaßen greislich und feucht, aber pünktlich mit Ende des letzten Vortrags kommt die Sonne raus. Ich also schnell ins Zimmer, umziehen, frisch geladenes Handy einpacken und los.
Das Call a Bike zu entsperren ist eine Sache von Sekunden und  schon geht´s los in den schönsten Neuköllner Feierabendverkehr. Ich ziele auf die Spree und hoffe an ihr entlang nach Köpenick zu gelangen, weil auf Innenstadt habe ich keine Lust.

Sonnenuntergang an der Spree
Sonnenuntergang an der Spree

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Der Spreeradweg ist keiner im Berliner Stadtgebiet, also fahre ich nach Sonnenstand bzw. Kompass. Der direkteste Weg ist es bestimmt nicht, aber ich komme nach zehn Kilometern in Köpenick an. Und dann stehe ich schon wieder, wie vor vier Wochen schon, am Zusammenfluss von Dahme und Spree und finde es schon wieder, oder immer noch schön. So viel Wasser! Inzwischen auch mit Wassersportlern darauf.

Weil ich meine Hoffnung auf einen ordentlichen Flussradweg noch nicht aufgegeben habe, bemühe ich doch mal Google Map. Einen kurzen Schnipsel direkt am Ufer sehe ich auf der Karte, verpasse ihn aber in realiter, so dass ich doch wieder durch die Straßen hoppele. Wirklich hoppele, denn das Call A Bike ist nicht merklich gefedert und die Viertel, durch die ich fahre, sind schon sehr kopfsteinlastig.

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Zwei Stunden und gut zwanzig Kilometer später bin ich wieder im Hotel und versuche mit dem dünnbrüstigen “Free WiFi” diesen Beitrag zu schreiben, inklusive Bilder hochladen (gaaanz langwierig), und die Garmin auslesen (fail).

4 Gedanken zu „Der Besuch bei der alten Dahme“

  1. Das ist ja ne gute Idee. Einfach so ein Bike ausleihen und los.
    Auf so eine Idee bin ich bisher noch nicht gekommen. Haben diese Räder denn verschiedene Größen?
    Kann man darauf denn vernünftig fahren?
    Tolle Berlintour 🙂
    Liebe Grüße
    Helge

    1. Hi Helge, nennen wir es nicht “Bike” sondern “Fahrrad”, denn dann fällt die Note besser aus. Eine Größe für alle. Sattel lässt sich mit Schnellspanner verstellen, Lenker nicht. Ich glaube Sechsgang-Schaltung, Keilriemen statt Kette, Licht und Gepäckträger. Entspannte Sitzhaltung. Für City-Cruisen ist das voll OK. Längere Touren würde ich damit eher nicht machen, so wie ich längere Touren mit keinem Rad machen würde, an das meine Anatomie nicht gewöhnt ist.
      Viele Grüße, Alexandra

  2. Liebe Alexandra,
    ach wie schön, wenn in einer Stadt so viel Wasser ist! 🙂

    Die Idee mit dem Leihrad den abendlichen Bewegungsdrang auszuleben, gefällt mir sehr gut. Ich hatte mich bisher immer in dien Laufschuhen aufgemacht, aber mit dem Rad hat man eben einen deutlich größeren Radius!

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