Jog on the beach

Vierundzwanzig Stunden waren um. Also auf zum Lauf. Zunächst jedoch unvorstellbare Qualen als ich mir den engen Sport-BH über den Sonnenbrand zwirbel.
Elf in der Nacht. Auf der Straße steppt der spanische Bär. Die Hitze des Tages lungert noch in den engen Gassen. Der kühlende Wind von der See weht heute andernorts.
Meine Entscheidung, ob Promenade oder Wasserkante ist schnell gefällt, weil die Promenade einfach noch zu voll ist.

Also runter ans Wasser. Dieser Strandabschnitt ist etwa fünfhundert Meter lang, was ich eine ganz gute Länge finde. Ich trabe also hin und her und hin und her. Immer wieder vorbei an der Großfamilie, die immer noch unter ihren Sonnenschirmen sitzt und wohl vergessen hat zu gehen. Und an dem einsamen Herrn,  der ein Herz in den Sand gemalt hat und es jetzt fotografiert. Und an der Gruppe Jugendlicher, die im weichen Sand Fußball spielt. Und an der Frau mit den Schuhen in der Hand, die durchs Wasser planscht. Insgesamt acht mal laufe ich dieses Szenario ab, bis es mir reicht. Vollkommen nass geschwitzt,  aber zufrieden sprinte ich dann noch der Show halber die Rampe zur Promenade hoch und mach mich auf den kurzen Heimweg.
Das war jetzt schon ein ganz anderes Laufgefühl als sonst. Auf dem harten glatten Sand des ablaufenden Wassers läuft es sich wirklich gut. Zwischendurch braucht es mal einen kleinen Sprung über einen kleinen Bach, in dem Nachzüglerwasser dem sich zurück ziehendem Meer hinterherläuft. Die Luft ist bestimmt auch gesund, wenngleich ich das Meer nicht so deutlich schmecke und rieche wie an der Nordsee zum Beispiel.
Das Dauerrauschen der Wellen schluckt alle anderen Geräusche, was mir in diesem Moment auch entgegen kommt, weil ich wieder mit Adele im Ohr unterwegs bin und zwischendurch mal mitsingen muss. Es ist besser, wenn das niemand hört.
Nach den Perseiden habe ich auch noch Ausschau gehalten, aber die hatten gegen die Flutlichtanlage der Uferstraße leider keine Chance.

2 Gedanken zu „Jog on the beach“

  1. Am Strand? Warme Luft?
    Das alles klingt nach Urlaub 🙂
    Hier ist es gerade ziemlich kalt und unschön. Aber man kann ja nicht alles haben.
    Mit der Sonne unbedingt aufpassen. Ich hoffe, der Sonnenbrand tut nicht mehr so dolle weh 🙂
    Viel Spaß noch. Und liebe Grüße nach Spanien
    Helge

    1. Hallo Helge. Aber ganz sicher ist das Urlaub. Vom feinsten sogar. In Cadiz. Und Sonnenbrand ist auch schon fast wieder gut 👍

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