Archiv der Kategorie: Reisen

Urlaube und andere Reisen

Stolz und Vorurteil. Alpe-Adria 1

Zugegeben, der Titel ist etwas pretentiös, aber passt auch irgendwie. Stolz ist der Sohn, der seine längste Radfahrt ever (52km) geschafft hat, seine schnellste Abfahrt (47 km/h) und die meisten Höhenmeter (428 hm, warum Strava daraus über 1.000 macht, kann ich nicht sagen). Stolz bin auch ich, nämlich auf den Sohn, dass er fast gar nicht gejammert hat und auch nur wenige Pausen brauchte. Und stolz bin ich auf mich, dass ich diese Tour einigermaßen locker die Berge hochgekommen bin. So ganz sicher war ich mir nämlich nicht, mit Gepäck und allem. Stolz und Vorurteil. Alpe-Adria 1 weiterlesen

Natur, Park und Geschichte 

Alle Jahre wieder treffe ich mich mit Schulfreundinnen und den jeweiligen  Familien irgendwo in Deutschland zum Wandern. Dieses Jahr im Nationalpark Eifel, allerdings bin ich alleine unterwegs, weil ich übersehen hatte, dass der Sohn keinen Brückentag frei nehmen kann. So müssen er uns der Mann daheim bleiben.

Die Anreise mit dem Zug dauert lange, ist aber entspannt, wenn man sich die sieben Vatertagsväter mit ihren zwei Kästen Bier wegdenkt. Die fangen nämlich schon vor sieben Uhr morgens an, das Bier zu killen und leider fahren sie auch bis Köln. Naja.

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Throwback und Blick nach vorn

Wenn aktuell nicht viel los ist, dann muss man sich an aufregendere Zeiten erinnern. Und das kann ich seit gestern ausführlich tun. Gestern vor einem Jahr begann am südlichen Bodensee nämlich meine große Tour durch Deutschland. Heute vor einem Jahr war ich zwischen Schaffhausen und Basel unterwegs. Das Wetter war heute wie damals auch deutlich zu nass, was aber der authentischen Erinnerung recht zuträglich ist.

Natürlich erinnere ich mich das ganze Jahr schon immer wieder an unterschiedliche Aspekte meiner Tour. An Gefühle, an Gerüche, an Orte oder an Menschen. Throwback und Blick nach vorn weiterlesen

Dahme, Gurken und Bergbau

Ostern = Feiertage = freie Tage = Kurzurlaub. Mich hat die Radreiselust schon lange im Griff, insbesondere seit ich auf Instagram den Fernreisenden folge,  und der Mann hat auch mal wieder Lust auf ein Türchen/Tourchen. Weil wir am Karfreitag Termine in Berlin haben, beginnen wir unsere Tour halt dort. Angedacht ist Dresden als Ziel, weil wir von da einigermaßen zuverlässig wieder mit dem Zug heim kommen. Der ADFC empfiehlt für Berlin-Dresden eine gut ausgeschilderte Tour, der wir folgen wollen.

Tag 1: Köpenick bis Lübbenau

In Köpenick beginnt unsere Reise mit dem Dahmeradweg, der dort endet. Er führt uns durch so noblige Gegenden wie Grünau oder Schmöckwitz. Immer wassernah und rudersportgeprägt. Dann durch Königs Wusterhausen und bis Märkisch Buchholz. Meist geradeaus, gut ausgeschildert und ohne großen Kopfeinsatz zu fahren. In größeren Orten leitet uns der Radweg ab und zu weg von der Hauptstraße, was unweigerlich zu Kopfsteinpflasterreiten führt. Ich stelle mir Paris-Roubaix vor und alles ist nicht mehr so schlimm. 

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In vollen Zügen

Dies ist noch ein Nachtrag zu meinem Berlin-Trip. Weil der vorige Beitrag eh schon recht divers war und die Fahrradschau ein wenig zu kurz gekommen ist, berichte ich von den sechzehn Stunden Zugfahrt hier gesondert.

Morgens um sieben ist der Zug noch leer

Hinfahrt an einem Donnerstag im IC vor sieben ab München. Am Tag vorher nochmal zum Bahnhof gefahren, weil ich über die App keine Fahrradkarte bekommen habe, das Reisebüro mir keine verkaufen wollte (“die andere Fahrkarte konnten Sie ja auch online kaufen”), und im Lottoladen die Bahnverkaufsmaschine sich gerade aktualisiert und ein Ende nicht absehbar ist. Am nächsten Morgen: Stellplatz im leeren Radabteil, Sitzplatz angrenzend mit Steckdose und Tisch. Sechs Stunden,  um am Re-Design meines Blogs zu arbeiten. Schön!

Die Rückfahrt ist schon ein bisschen anstrengender. Das Fahrrad hat seinen Platz, ich nicht, also bleibe ich einfach neben ihm stehen bis in Leipzig ein Sitzplatz frei wird. In Saalfeld wird unser Zugführer krank und muss von Sanitätern abtransportiert werden. Der Ersatz ist aber schon unterwegs  und so verlieren wir nur ein kleines Stündchen. Macht nichts. Ich liege gut in der Zeit, die Schwiegeltern erwarten mich erst zum Abendbrot.

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Berlin und Berliner Fahrradschau 

Zwei Tage Urlaub und einen Grund in Berlin zu sein. Wetter soll einigermaßen werden. Also Fahrrad bepackt, Zug gebucht und Donnerstag angekommen. Für die Fahrt vom Bahnhof Südkreuz zu meinem Domizil in Köpenick überlasse ich das Denken komoot. Kopfhörer rein, Orientierungshirn ausschalten (besser: ausgeschaltet lassen) und der Fahrt hingeben. Eine gute Stunde später bin ich am Ziel. Vollkommen entspannt und der Meinung, dass die ganzen Horrormeldungen über die schlimmen Radfahrverhältnisse in Berlin nicht stimmen können. Die Radwege sind sehr breit, kaum zugeparkt und die Ausschilderung auch OK. Na gut, ab und zu gibt es ein paar sehr verfallene Abschnitte, bei denen es sich lohnt auf die Straße auszuweichen. Aber im Großen und Ganzen, nix zu meckern.

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2016 – das wars

Achtung Jahresrückblick! Keine Sorge, wird nicht schlimm und auch nicht wahnsinnig besinnlich oder rührselig. Eher schön und zufrieden. 2016 war für mich persönlich ein schönes Jahr, auch wenn drumherum alle sagen, wie schrecklich es war. Natürlich machen mich Kriege und verstorbene Prominente betroffen, aber die gibt es jedes Jahr. Durchgeknallte Politiker gibt es nicht jedes Jahr, aber die verschwinden hoffentlich auch bald wieder. Viel mehr bleiben doch die persönlichen Erinnerungen, oder nicht?

Hier sind ein paar von meinen. Die Dinge, mit denen 2016 mir in Erinnerung bleiben wird.

Und für die Leserinnen und Leser, denen das hier jetzt zu lang wird: Vielen Dank für Eure Treue, fürs Mitlesen, fürs Kommentieren (hier oder auf anderen Kanälen). Mir macht es Spaß für Euch zu schreiben und ihr seid mir immer wieder Motivation. Mag komisch klingen, sowas zu einer mehr oder weniger anonymen Menge zu schreiben, ist aber so. Also wünsche ich euch nicht nur einen guten Jahresanfang, sondern auch ein gutes Jahr 2017. Wir sehen uns hier. Liebe Grüße, Alexandra

Und jetzt der Jahresrückblick. 2016 – das wars weiterlesen