Archiv der Kategorie: Material

Räder, aber auch Computer und Sportuhren, wichtige Sachen für den Sport.

Folkloristische Eindrücke

Ganz spontan bin ich heute nicht auf dem direkten Weg zur Arbeit geradelt, sondern habe einen kleinen Umweg eingebaut, der mich über Poing und Neufarn wieder nach Purfing geführt hat. So langsam wächst mir dieser Weiler mit seiner Idylle und seinem Aroma ans Herz. Heute kam mir eine Prozession von Burschen mit einem Maibaum entgegen. Gelebte Folklore in der Morgensonne. Unklar ist und bleibt, ob es sich um einen Maibaumklau in flagranti oder um eine rechtmäßige Bewegung handelte.
Die Kamera meines Minihandys war leider mit den Gegebenheiten überfordert, aber der Eindruck bleibt.

Die Tour heute morgen hat einen mittelmäßigen Geschwindigkeitsdurchschnitt. Das liegt daran, dass ich gestern in meinem neuen Rennradbuch geblättert habe und dort stand, dass ich nicht auf Geschwindigkeit sondern erstmal auf Trittfrequenz trainieren soll. Das habe ich dann brav gemacht. Kette links und treten. Zwischendurch kam ich mir ein bissel affig vor, weil ich so viel getreten habe und nicht vorwärtsgekommen bin, da habe ich dann doch heimlich hochgeschaltet.

Purfing, Frotzhofen und Obelfing

Heute habe ich schon um drei Feierabend gemacht mit der Absicht noch eine laaange Runde zu radeln. Ich habe mich richtig drauf gefreut!
Der Rucksack mit meinen Arbeitssachen (und Klamotten) hat ein bissel genervt; wenig genug ums zu ignorieren. Dann bin ich los in die gleißende Nachmittagssonne des Münchner Ostens. Und da waren sie auf einmal, die lustigen Orte: Purfing, Frotzhofen und Obelfing. Nicht mehr als ein paar Häuser und eine agrikulturelle Dunstglocke, dass es eine wahre Freude für die Nase war.
Mich hat es gefreut, einmal Ecken im Umland zu sehen, die ich noch gar nicht kenne. Noch nicht mal von gehört habe. So was von ländlich und doch so nah an der großen Stadt.
Diesmal hat mich das Radeln mehr angestrengt als letzten Samstag. Die Schulter ist mächtig verspannt, die Handgelenke etwas müde, und zwischendurch hat mir der Lendenwirbelbereich ganz schön weh getan.
Am Ende dieser schönen Tour waren 45 Kilometer auf dem Tacho.

50 Kilometer auf einer Pobacke

 Ja, es ist da. Mein neues, erstes und einziges Rennrad. Letzten Samstag bin ich quer durch Deutschland gefahren, um es endlich in Empfang zu nehmen. War das spannend. Das erste Mal drauf setzen. Das erste Mal die Schuhe einklicken. Das erste Mal die Schuhe wieder ausklicken. Ich musste ein bisschen auf der Straße auf- und abfahren und Norbert und Katharina, die Radl-Profis, haben geschaut, ob der Sattel zu hoch oder der Lenker zu niedrig ist. Dann haben sie ein bissel hier und ein bissel dort geschraubt und mir gute Tipps gegeben, was ich alles mit der Kette machen muss und wie ich das gute Stück zu pflegen habe. Eine neue Welt für mich. Bisher hat mein Rad Pflege gekriegt, wenn es sie offensichtlich gebraucht hat, beispielsweise weil der Reifen platt und das Rad somit nicht mehr fahrbar war. Aber so ein Rennflitzer braucht extra Wartung. Ein Tropfen Öl in jedes Kettenglied. Sprühwachs auf den Rahmen. Alle paar Tausend Kilometer eine neue Kette. Ist ja anstrengender als ein Haustier. Aber wer sein Radl lieb hat …

camera_20140323175635384Und ich habe es lieb. In dieser ersten Woche sind wir schon 156 Kilometer zusammen gefahren. Die ersten dreißig oder so waren ein bissel schmerzhaft. Andere Knochen und Muskeln kamen zum Einsatz, und die mussten erstmal eingewöhnt werden. Auch der Rücken, die Arme und die Handgelenke haben plötzlich was zu tun. Da fiel mir der gute Rat von einem Triathleten neulich ein: Stabi-Training hilft auch beim Radln. Ich beginne zu verstehen.

Nachdem wir (das Rad und ich) also vier mal zur Arbeit und zurück gefahren sind (100 Kilometer,) und ich mich einigermaßen sicher damit fühle, haben wir heute eine längere Ausfahrt gemacht. Getrieben von der Wettervorhersage, bin ich schon vor zehn Uhr los. Gen Osten durch das platte Land. Am Ende der zwei Stunden waren es knapp über 50 Kilometer. Wow. Ich bin beeindruckt – von mir und von dem Unterschied zwischen dem alten Rad (16 kg) und dem neuen (9 kg). Unterwegs hatte ich streckenweise und ohne bergab ein Tempo von 30 km/h und mehr auf dem Tacho. Unglaublich.

Und was noch unglaublicher ist: Kein Muskelkater, noch nicht mal erschöpft. Klar, bin ich zuhause ein bissel rumgeeiert und die Knie haben geschmerzt, aber das hat sich auch wieder gegeben. Die einzige Blessur, die ich davon getragen habe, ist ein leichter Sonnenbrand auf den Schienbeinen. Das lässt sich ertragen 🙂

Im Fahrrad-Tempel

Das Projekt Fahrrad hat seinen ersten Meilenstein erreicht und ich kann jetzt nichts mehr tun als zu warten. Wir haben den passenden Rahmen gefunden, ich habe mich auf die Farbe geeinigt, und wegen der restlichen Teile, die das Rad zu einem Fahrrad machen, verlasse ich mich auf das Urteil des Fachmanns.
Zur Sicherheit und wegen des Gesamterlebnisses sind wir dann noch in den Canyon Showroom. Edle Räder auf leuchtenden Podesten und ehrfürchtige Kenner, die auf Zehenspitzen herumschleichen.
Mein Radberater hat dann noch eine Probefahrt für mich organisiert. Mächtig aufgeregt habe ich dann ein paar Runden auf dem Parkplatz gedreht. Und was soll ich sagen? Es hat super Spaß gemacht und das Rad und ich haben uns gleich gut verstanden.
Der Rahmen dieses Canyon-Radls ist angeblich meinem zukünftigen Müsing-Rahmen sehr ähnlich, deshalb war dieses Gefühl aussagekräftig und wichtig.

Ich freue mich dann mal auf irgendwann im März, wenn mein Rad zu mir kommt. Mehr kann ich jetzt nicht machen. Leider.

Auf dem Weg

Derzeit bin ich in diversen Zügen quer durch die Republik unterwegs zu meinem neuen Rad.
Es befindet sich – noch in Einzelteilen – in einem kleinen Dorf in der Eifel. Dort wartet es darauf, genau passend für mich zusammengebaut zu werden.
Ich bin schon sooo gespannt.

Spaziergang

 Am Tag nach meinen sagenhaften 9,9 gelaufenen Kilometern hatte ich keinen Muskelkater. Und deshalb sind wir am nächsten Tag auch gleich noch auf einen Spaziergang los durch die Rhön. Wir sind stramm marschiert (fand ich). Ich hatte mein neues Spielzeug dabei und habe meine Herzfrequenz mitgeschnitten. Ergebnis: Spazierengehen, auch mit knapp 6 km/h taugt nicht als Kardiotraining und schon gar nicht zum Fettverbrennen. Gut Dreiviertel der Zeit hat Garmin als “Pausieren” oder “Erholungsphase” eingestuft. Das fand ich jetzt ein bisschen streng. Schließlich habe ich mich doch bewegt. Muss ich doch wieder laufen…

Moränenhügel mag ich nicht

Endlich ergab sich mal wieder die Gelegenheit für ein Radtoürchen. Der Biobauer unseres Vertrauens lud zum Erntedankfest auf seinen Hof. Der Sohn war schon dort, und mein Mann erklärte sich sofort bereit, mich zu begleiten.
Die Tour plante komoot für uns und verkaufte sie uns als “mittelschwer”. Und 30 km ist jetzt auch nicht die Welt. Ein Teil ging entlang des Isar-Inn-Radwegs, den ich gerne habe.
Ich weiß inzwischen, dass alles, was von uns Richtung Süden geht, immer mehr Meter hoch als runter geht. Was ich jedoch total unterschätze, und zwar jedesmal, sind diese kurzen steilen Anstiege. Die bringen mich deutlich an meine Grenzen.
Und so sinnlos sind sie auch, denn alles was ich jetzt freudvoll herabrolle, geht gleich auch wieder hoch – manchmal schon in Sichtweite. Vielleicht sehe ich das auch ein wenig negativ.
Positives Fazit: Hundert Minuten was für die Kondition getan, schönen Herbsttag genutzt, und das zusammen mit dem Mann.
P.S.:  Auf den Rückweg habe ich zugunsten einer verlockenden Mitfahrgelegenheit verzichtet.