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Ungebremst auf dem Ring unterwegs

Wieder ein Fahrrad-Event in München: die Initiative Radlhauptstadt München lädt zur Ringparade auf dem Mittleren Ring. Für die Nicht-MünchnerInnen: Der Mittlere Ring ist ein vierspurige Straße um München herum, ist offiziell ein Teil der B2, hat eine Länge von etwa 28 Kilometern und gilt als Deutschlands staureichste Strecke, sagt Wikipedia und ich kann bestätigen, dass “Stau am Mittleren Ring” zum Münchner Autosalltag gehört. Auch so heute. Für die Ringparade war nämlich fast die ganze westliche Hälfte in einer Richtung für den Autoverkehr gesperrt. Die Autos, die das nicht wussten, stapelten sich schon weit vor der Sperrung.  Ungebremst auf dem Ring unterwegs weiterlesen

Schafe, Hühner und ein Rekord 

Am schönsten finde ich es, ein offizielles Ziel für eine Radtour zu haben anstatt nur einfach in der Gegend herum zu fahren. Und das war gestern gegeben und zwar so:

Der Sohn verbringt in diesem und im nächsten Schuljahr ziemlich viel Zeit auf einem Bauernhof. Achtmal fünf Tage, in denen die Kinder außerschulisch lernen, wie es heißt. Die Kochgruppe kümmert sich um fünf Mahlzeiten für die Arbeitsgruppen. Die Tierversorgungsgruppe versorgt die Schafe und sammelt die Eier aus dem Hühnermobil. Sie werken und werkeln, sie lernen über Landwirtschaft und Gemüse und lauter Zeug, was das typische Stadtkind nicht automatisch mitbekommt. Und Kinder kommen weg von daheim und lernen Selbständigkeit. In den ersten beiden Wochen hat sich jeder auch noch einen sensationell schönen Grünholzhocker gezimmert, was uns Eltern wirklich stolz machte. Damit wir Eltern sehen, wo unsere Kinder sind und  was sie machen, während wir daheim die sturmfreie Bude genießen, gab es ein Hoffest.

Siebzig Kilometer von daheim Richtung Berge am Kochelsee. Perfekte Strecke für das Rad. Der Sohn organisiert sich eine Mitfahrgelegenheit, ich backe noch schnell den obligatorischen Elternkuchen, packe ihn zusammen mit ein paar Zivilklamotten dem Sohn zum Mitnehmen ein, und dann fahren der Mann und ich los. Drei Stunden haben wir Zeit. Die halbe Stunde Puffer ist leider schon verpufft bevor wir wegkommen. Schafe, Hühner und ein Rekord  weiterlesen

Stadtrundfahrt mit Mission

Gestern war Ride of Silence-Tag. Hatte ich erwähnt, oder?
Treffpunkt um sechs im Norden der Stadt. Vorher noch aus der Arbeit im fernen Osten in Giesing (mittlerer Osten) den Sohn einsammeln. Ich habe ihn dazu verdonnert überredet mitzufahren.
Von dort einmal mitten durch die Stadt. Schönes Wetter und Feierabendzeit treiben Myriaden RadfahrerInnen auf die Straße bzw. Radwege. An den Ampeln und Kreuzungen ballen sie sich. Überholen, biegen ab, halten an, kümmern sich wenig um die hinter ihnen. Nicht alle natürlich, aber ganz schön viele.

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Lost in Nordost

Violett glasierte Plätzchen auf einem Backbrett
Muss ja nicht immer alles Rot an Weihnachten sein

Tagelang schon versprach Wetteronline Sonne. Mittwoch, Donnerstag, Freitag. Immer hieß es “Morgen wird es schön.” Haha, alles gelogen. War aber egal, weil ich eh nicht aus dem Haus konnte. Aber heute dann. Dieser Samstag ist ein wahrer Sonnentag. Gegen Mittag  wird es sogar schon fast warm. Noch schnell ein paar Plätzchen glasiert, dann ab in die Thermohose, doppelt Socken, Fleece-Pulli, warmes Wasser in die Flasche. Reifendruck prüfen. Los.

Ich bin mutig und fahre mal nicht wie üblich nach Osten raus sondern nach Norden. Da waren wir schon mal mit dem Marathon-Mann unterwegs. Lost in Nordost weiterlesen

Rüttelschall

Ich habe sie gesehen, die Vibrotrucks, direkt vor unserem Haus. Diese Trucks, die ihren Rüttelschall in die Tiefe senden. Und die Tiefe sendet ihn zurück zu den Messgeräten, die mit den orangen Kabeln in der Gegend herumliegen.

Und hier auch mit Sound (laut und nicht schön).

Zum passenden Beitrag hier im Blog

Münchner Momente

Dies ist eine Premiere: Ich folge einer Blogparade. Aufgerufen hat muenchen.de über unsere schönsten Münchner Momente zu bloggen. Seit einiger Zeit überlege ich schon hin über meinen schönsten Münchner Moment, aber Bier oder Fußball gehören nur peripher dazu.  Über den Föhn schreibe ich sowieso. Also was dann?

Wirre Wegführung
Wirre Wegführung

Seit es abends so früh dunkel wird, fahre ich ungern durch den unbeleuchteten Park, sondern nehme die Wasserburger Landstraße, eine große Ein-/Ausfallstraße. Der Fahrradweg dort entlang war bislang eine Katastrophe. Schmal und total kaputt. Baumwurzeln haben sich nach oben durchgebohrt. Schlecht reparierte Löcher sind zu Hügeln geworden. Kein Spaß. Insbesondere nicht, wenn es dunkel ist und die Beleuchtung nur auf Straße und Fußweg ausgerichtet ist. Und neulich dann das Aha-Erlebnis. Auf langen Strecken wird der Weg jetzt erneuert. Fast durch ganz Trudering haben wir RadlerInnen schon eine glatte Bahn. Das ist schön und hat mich ehrlich gefreut. Münchner Momente weiterlesen

Radpolitik

Noch ein Ausflug in ungewohntes Terrain. Diesmal die Verkehrspolitik. Jochen und sein Fahrrad bringen es immer besser auf jeden Punkt als das ich das je könnte, deshalb überlasse ich die Feinheiten ihm und reiche hier nur den Link weiter:

https://formularserver.bayern.de/intelliform/forms/rzsued/stmi/stmi/Radverkehrsplan/index

Das bayerische Innenministerium möchte dort gerne wissen, ob und wie die Untertanen so zum Rad und zum Radfahren stehen. Ein paar Fragen, die schnell beantwortet sind und, da muss ich Jochen recht geben, recht naiv daherkommen:

Wie wichtig sind mir “Informationen rund ums Fahrrad und Fahrradfahren”? Hm, lassen Sie mich mal überlegen. Ja, sehr wichtig. Aber dafür brauche ich nicht das Innenministerium. Die Infos, die ich haben will, bekomme ich anderweitig besser. Aber vielleicht wären die Hauptsächlich-Autofahrenden oder die Hundehalter-ohne-Leine an Informationen rund ums Fahrradfahren interessiert? Radpolitik weiterlesen

Spannung im Park

Heute morgen auf meinem Weg zu Arbeit fallen mir Kabel auf. Das erste ziemlich nah zu Hause, weil es über die Straße ging. Dachte ich mir aber noch nichts dabei. Dann im Park wurde es auffällig: Überall dieses orange Kabel, das aussieht wie unser Rasenmäher-Kabel daheim. Nur länger. Viel länger, denn dieses Kabel zieht sich durch den ganzen Park. Ein Kilometer, zwei Kilometer. Aus dem Park raus sehe ich es neben dem Radweg, halb im Feld versteckt. Drei Kilometer. Ich bin in Haar, fahre extra einen Umweg, um dem Kabel zu folgen. Im Ortskern verliere ich es aber. Leider habe ich keine Zeit und muss die Suche verschieben. Spannung im Park weiterlesen

Sommerabschlussfahrt

Der Sommer neigt sich jetzt wirklich dem Ende entgegen. Zeit wird’s für eine letzte große Ausfahrt. Das Wochenende habe ich frei, also suche ich mir einen schönen Weg zusammen. Nach Landshut wollte ich schon lange mal, Niederbayern finde ich schön. Also abgemacht. Samstag schnall ich meine Tasche ans Rad, zieh mich warm an und radel los in den Nebel.

Herbst an der Isar
Herbst an der Isar

Ich schleiche mich hintenrum zur Isar und treffe sie dank meines tollen Orientierungssinns erst in Ismaning. Ab hier also Isarradweg. Der Weg ist nicht asphaltiert und führt durch den Wald. Das bedeutet um diese Jahreszeit ein Haufen Vertrauen, denn wer weiß denn schon, was unter der dichten Schicht Blätter ist. Könnte ja ein Krater versteckt sein. Ich lese den Weg wie so ein Winnetou und fahre nur da, wo schon Spuren zu sehen sind. So komme ich ganz gut voran und akkurat bei Kilometer vierzig in Freising kommt die Sonne raus. Na also, geht doch. Ab jetzt wird’s toll.  Und ab jetzt befahre ich mir unbekanntes Terrain. Sommerabschlussfahrt weiterlesen

München Marathon 2015

Kaum ist das Oktoberfest vorbei und die Stadt wieder einigermaßen leer, strömen schon wieder viele Menschen zu uns, um beim München Marathon dabei zu sein. Gut, es sind nicht so viele wie beim Oktoberfest und sie sind definitiv auch nicht so aufdringlich, deutlich weniger betrunken, und sie treten meist auch nur an bestimmten Stellen und nicht überall in der Stadt auf. Die Gemeinsamkeit ist vielleicht die strenge Kleiderordnung bei beiden Gruppen. Und die Schnittmenge ist die Tracht. Jetzt gibt es tatsächlich Laufshorts wie Krachlederne und Shirts mit Karohemd- beziehungsweise Dirndl-Look. Tststs.  Heute auf der Strecke habe ich einige dieser Verkleidungsläufer gesehen und von den Vornamen her, waren es auch eher keine eingeborenen Bayern.

Der Mann startet dieses Jahr wieder beim Halbmarathon. Diesmal deutlich unaufgeregter als beim letzten Mal. Gestern radelten wir ins Olympiagelände, um seine Startunterlagen abzuholen und über die Messe zu schlendern (und besagte Trikot-Neuheit zu bestaunen). Pasta-Party war dann daheim.

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