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Endlich Durchschnitt

Mein Freund Endo Mondo zeigt mir in meiner Statistik immer den Wert “Cooper”. Es hat eine Zeit gebraucht, bis ich wusste, was das ist. Der Cooper-Test gibt an, wieviele Kilometer jemand in zwölf Minuten schafft. Dieser Test wird z. B. hergenommen, um Schulnoten zu vergeben oder um die allgemeine Statistik einer Bevölkerung festzumachen. Bisher war ich in meiner Altersklasse “sehr schlecht” bis “schlecht. Aber heute, heute endlich, habe ich es in die “Durchschnitt”-Klasse geschafft.

Der Lauf hat sich eh schon gut angefühlt und ich bin in den “Low Intensity”-Intervallen für meine Verhältnisse richtig schnell gelaufen. Und jetzt habe ich einen Cooper von 1,59, was bedeutet, dass ich in zwölf Minuten 1,59 Kilometer gelaufen bin. Und insgesamt fünfhundert Meter schneller als vorgestern in den dreißig Minuten.
Hammer!

Knie hoch

Zweites Intervalltraining im Trainingsplan. Ich habe mich gefreut auf das Training. Ehrlich. Auch als es anfing zu schütten wie aus Eimern. Bis ich dann aber endlich soweit war, war der Regen zum Glück auch wieder weg, und ich bin los. Heute waren es zehn schnelle Intervalle à eine Minute. Lang genug um fertig zu sein und kurz genug um zu überleben.
Bei den schnellen Intervallen habe ich mal versucht, ein bissel Technik umzusetzen: Knie ein wenig höher und schon fühlt es sich mehr nach Laufen an und weniger nach Schlurfen.
In einem Intervall war tatsächlich mal eine 6 vor dem Pace-Komma. Der Schnitt war dann immer noch wie immer.

Trainingsplan tritt in Kraft

Mein Freund Endo Mondo hat einen Trainingsplan für mich ausgerechnet. Dafür musste ich ihm vorher meine Kreditkartennummer geben und für $19.90 sind wir jetzt Premiumfreunde.
Er hat mich gefragt und ich habe gesagt, das Ziel “Coach to 5K” fände ich ganz passend. Dann meinte er, bis Weihnachten braucht das schon und hat mir drei Trainings pro Woche eingetragen.

Heute war gleich das erste: 30 min in diversen Intervallen. Und weil ich nicht richtig gelesen habe, und auch die subtilen Tonsignal des Intervalltrainers erst gegen Ende des Laufs verstand, habe ich es gleich mal falsch angefangen. Die längeren Intervalle waren “Recovery”, die kürzeren sollte ich schneller laufen. Ich hab’s genau anders rum gemacht und meinen Puls ordentlich hochgetrieben. Geschadet hat das bestimmt nicht. Im Gegenteil, statt der veranschlagten 2,9 km habe ich 3,3 km geschafft.

Morgen habe ich frei und am Dienstag gibt es das nächste Intervall. Ich mag es ja gar nicht zugeben, weil es so gar nicht zu mir passt, aber mir macht das alles Spaß.

Nachtrag: Weil demnächst der Sommer auch hier vorbei sein soll, habe ich dann am Nachmittag noch eine Stunde Radtour angehängt. Zwanzig Kilometer mit einem Zwanzigerschnitt durch die Landschaft (ohne Berge, aber mit Ampeln). Für heute langt’s.

Lauf Eins nach dem Kurs

Jetzt ist es mir endlich gelungen: Einfach von zu Hause loslaufen. Eine halbe Stunde hatte ich mir vorgenommen, zweiundvierzig Minuten sind es geworden. Leider habe ich die fünf Kilometer nicht geschafft. Aber egal.
Beim Lauftraining habe ich gemerkt, dass ich am besten laufe, wenn mich jemand zuquatscht. Deshalb habe ich meinem Freund Endo Mondo heute den Pep Talk erlaubt. Alle zwei Minuten hat er (eigentlich sie, es war eine weibliche Stimme) mir erzählt, wie schnell ich in dieser Runde war mit allen Details. Das hat so lange gedauert, dass die nächsten zwei Minuten auch schon fast wieder um waren.
Was ich auch gemerkt habe: es ging nicht mehr nur ums reine Überleben. Auf dem letzten Kilometer habe ich versucht, die Schrittlänge zu vergrößern. Das hat schwupps gleich mal ein halbes km/h ausgemacht.
Natürlich habe ich das nicht lange durchgehalten, nicht mal zwei Minuten. Aber hier sehe ich mein Trainingspotenzial für die nächsten Male. Ein Schnitt mit einer Sieben vor dem Komma wär schon cool.

Back to normal

und das bedeutet Muskelkater.
Montag war ich das erste Mal nach dem Urlaub wieder beim Lauftraining. Diesmal haben wir Technik und Speed trainiert.
Technik war lustig und hat mir Spaß gemacht. Auf Zehenspitzen laufen und skipping und fersenandenpolaufen und vorwärts und rückwärts – und das alles barfuß auf der feuchten Wiese.
Dann den Steigerungslauf: auf 100 Metern immer schneller werden. Klar, ich war die letzte und langsamste, aber ich bin richtig schnell gelaufen! Das erste Mal seit fast dreißig Jahren auf der 100-Meter-Bahn. Bin fast sentimental geworden.

Und damit ich das alles nicht so schnell vergesse, kam dann auch gleich der Muskelkater. Hört das denn nie auf??

Noch zweimal ist Lauftraining. Wie geht es danach weiter? Die Laufschule bietet einen Training an – immer mittwochs. Ich weiß noch nicht, was ich machen soll. Irgendwie denke ich, dass ich jetzt auch alleine weitermachen kann mit dem Laufen. Ich muss mich halt zwingen zweimal in der Woche hier um den Acker zu laufen. Ich probier es einfach mal und wenn es nicht funktioniert, melde ich mich halt doch für das Training an.

Deichlauf

Endlose Weiten. Nur ich, das Meer und der Wind – und ein paar andere Kurgäste. Aber egal. Ich bin meinen Pace getrabt. Mal schneller, mal langsamer. Immer so, dass ich es noch heim schaffe.
Wieder mit dem sagenhaften Schnitt von 6 km/h, schneller als die meisten Rentner dort.

Sonntagmorgen

Sieben Uhr. Der Wecker. Gar nicht schlimm. Mein Mann und ich. Vereint auf den ersten zweihundert Metern. Dann wird es ihm zu langweilig. Er zieht ab, und ich werde ihn wahrscheinlich erst in einer sehr guten Stunde wieder sehen.
Derweil trabe ich durch die Botanik. 44 Minuten brauche ich für niedliche 4,3 Kilometer. Das für sich ist nicht blogenswert. Dafür ist es durchaus erwähnenswert, dass ich die dreiviertel Stunde ohne größere Gehpausen geschafft habe.

Zweifel ausgeräumt

Das wird schon, das mit dem Laufen. Was hab ich gehadert heute, hatte schon überlegt zu kneifen. Und dann das: dreimal drei Minuten und viermal zwei Minuten mit jeweils Trabpause dazwischen. Fast vier Kilometer insgesamt. Gut, war in zwei Abschnitten mit Stabi-Training und Lauf-ABC dazwischen, aber immerhin. Und: Am Ende war ich nicht mehr die Letzte! Silberstreif am Horizont. Ich schaffe die fünf Kilometer noch in diesem Jahr.

Zweifel

Weil es wieder so schön warm ist (fast 30°C), sind meine Laufschuhe inzwischen auch trocken. Ist auch gut so, denn heute Abend geht es wieder los. Ich schwanke immer zwischen Euphorie (siehe Montag) und Mutlosigkeit (heute, z. B. “Das wird nie was.”, “Ich bin soo müde, dass ich gleich einpenne. Wie soll ich da noch laufen?” etc.).
Was auch nicht eben zur guten Laune beiträgt: Mein BMI geht wirklich nur in sehr kleinen Minischritten runter. Und ich verstehe das einfach nicht. Mein Freund Endo Mondo meint, ich habe im Juli 27.000 kcal durch Sport verbrannt. Das sind fast 1.000 Extra-Kalorien am Tag. Und ich passe auch wirklich auf’s Essen auf. Viel Salat, kaum Süßes und so. Vielleicht kann mir das mal jemand erklären?
Sind es etwa schon die Wechseljahre, die das Gewicht anhäufen und festhalten? Oder ich muss noch mehr trainieren? Das finde ich allerdings eine schwierige Vorstellung. Ich bin insgesamt schon eher platt, und außerdem warte ich noch auf den Tag, an dem ich morgens mal aus dem Bett hüpfe (!) und mir nichts weh tut oder zieht und spannt.
Umstellung braucht Zeit, ich weiß, aber jetzt langt es dann langsam mit dem Muskelspüren überall.

3. Lauftraining: Halleluja

Juchu, ich habe mein Mittel zum guten Laufen gefunden: Wolkenbruch, Sturm, ergiebiger Regen. Und schon laufe ich viermal zwei Minuten mit Trabpause dazwischen. Unglaublich.
OK, ich bin nicht engelsgleich geschwebt, bin auch nicht in der erste Reihe mitgerannt, aber ich habe es geschafft. Und dann am Ende tatsächlich nochmal zwei mal zwei.
Ich lauf jetzt nur noch im strömenden Regen. Nur eine Baumwollhose ziehe ich dann nicht mehr an. Die zieht einen echt runter, wenn sie nassgesogen ist.