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Kreatives Freischwimmen

 Affenhitze, Feiertag, Besuch mit Kindern. Was gibt es in dieser Situation besseres als zum Baden zu fahren. Der übernächste Badesee ist zehn Kilometer weg, dafür aber ausreichend beschattet. Und die Strecke ist schön zu radeln. Zusätzlich habe ich mich dann noch eine Stunde weggestohlen und bin durch die flirrende Hitze gestrampelt. Ging eigentlich ganz gut und die Wege waren hübsch leer.
Danach endlich die Gelegenheit, meine Garmin 310 XT (sie, die Uhr) im Freiluftschwimmen auszuprobieren. Um es vorweg zu nehmen, das Ergebnis ist schon lustig.
Ich hatte die Uhr am Träger des Badeanzugs, zunächst vorne, festgemacht. Aber da kamen dauernd akustische Signale, dass das GPS-Signal nicht vorhanden war.
Dann schob ich die Garmin nach hinten, so dass sie quasi auf meinen Schultern lag. Da war dann wohl genug Signal zu empfangen. Aber das Ergebnis ist zum Lachen: Ich schwöre, ich war nicht betrunken, als ich diese Strecke geschwommen bin. Ich kann mich auch nicht erinnern, Schleifen geschwommen zu sein. Die Strecke, die mir Garmin noch in der Uhr angezeigt hat, sah einigermaßen gerade aus, fand ich.
Mit dieser Strecke hat mir Garmin aber einen neuen Geschwindigkeitsrekord errechnet und Endomondo hat mir einen neuen Pokal verliehen: 1000 Meter in 15 min. Ich dank recht schön, aber glauben kann ich es nicht. Auch die Höchstgeschwindigkeit von 149 km/h kommt mir unrealistisch vor. Insgesamt habe ich auch 64 Höhenmeter abwärts und 47 hoch bewältigt. An diesen Seegang kann ich mich auch gar nicht erinnern.
Ich weiß nicht, was schief gelaufen ist, aber so ist die Garmin für’s Schwimmtraining nicht zu gebrauchen. Hat jemand Erfahrung mit Sporttrackern im Wasser?

Noch 100 Tage

Ich habe mich angemeldet zum Volkstriathlon am 13. Juli.

Der Countdown auf deren Website zeigt heute die 100 Tage an. Meine Stimmung schwankt stündlich zwischen “wird schon” und “oh, wie werde ich mich blamieren”.

Nochmal meine Bilanz
500 m Schwimmen: 13 Minuten derzeit, das könnte auch noch besser werden. Heute war ich zum Morgenschwimmen, nur eine knappe halbe Stunde und mit Slalom-Schwimmen zwischen den Rentnern, aber ganz passablen und vor allem ausbaufähigen Zeiten.

26 km Radeln: müsste ich in einer Stunde und weniger schaffen, habe ich schon bewiesen und wenn es keine Ampeln und  Berge gibt, könnte das gut gehen.

5 km Laufen: Tja, mein Sorgenkind. Ich habe heute bei der Running Company angefragt, was sie mir an Training anbieten können, damit ich die 5K in 30 Minuten schaffe. Bin gespannt.

Die Garmin-Website hat mir einen Trainingsplan zusammengestellt: In zwölf Wochen zum Wettbewerb. Das fängt demnach am 21. April an. Aber es kann sich nicht schaden, wenn ich schon etwas früher anfange.

Der Countdown läuft. 

Hund, Ente und Badewanne

Mein neuer Kraulkurs bei den Wasserfreunden hat angefangen. Und der ist ganz anders als der vorherige, bei dem wir hauptsächlich Bahnen gezogen sind, mal mit mal ohne Pullbuoy. Aber auch ohne große Korrektur und Anweisung.
Jetzt weht jedenfalls ein anderer Wind. Unsere Trainerin hat wohl gerade ihren Schein gemacht – wir sind ihr erster Kurs – und ist noch voll ambitioniert. Sie lässt uns all die Übungen machen, die ich von dem triathlon.de-Technikkurs kenne. Und noch ein paar mehr. Und sie gibt ihnen nette Namen, wie beim Yoga. Das hat mir Spaß gemacht, weil ich es auch ganz gut kann. Konditionsmäßig geht da natürlich nicht soo viel voran, aber das passt auch. Muss ich mir das woanders her holen. Ich wollte mein Garmin eh mal bei Bahnenschwimmen ausprobieren.
Dieser Kurs ist übrigens hochgradiger besetzt, ich schwimme jetzt nur noch im Mittelfeld herum. Außer bei der “Badewanne” (auf dem Rücken mit den Füßen voran paddeln), da bin ich einsame Spitze. Schon wieder an der Homebase, während manche anderen noch nicht mal eine Bahn geschafft haben. Sehr lustig.

Mit den Großen gespielt

Am Montag bin ich beim Surfen auf ein Schwimmseminar von triathlon.de gestoßen und habe mich spontan angemeldet. Fünf Stunden Technik-Training mit Videoanalyse. Das hat sich wirklich spannend angehört. War es dann auch.
Vor Beginn war ich mächtig nervös, ob ich da wohl mithalten könnte. Ob mir nicht gleich nach einer Stunde die Puste ausgeht, ob ich nicht einfach komplett fehl am Platz bin etc. Die Nervosität hat sich auch nicht gelegt, als ich ziemlich zu Beginn gleich die Trophäen-Badekappen mancher TeilnehmerInnen gesehen habe: Challenge Kopenhagen stand auf einer sogar. Auch die drei Trainer haben sich mit ihren Triathlon-Erfolgen vorgestellt: 1. Bundesliga, Roth-Finisher, fünfzehn Jahre Triathlet usw.

Na super. Aber was hatte ich erwartet bei einem Seminar, das von triathlon.de veranstaltet wird?!

Aber schon beim Einschwimmen hat sich alles relativiert. Kann schon sein, dass das alles gestandene TriathletInnen sind und auch die 1,5 bis 3 km Schwimmen schaffen; aber es hatte schon auch seine Berechtigung, dass sie an diesem Seminar teilnehmen.

Für die Videoanalyse sollten wir 50 m locker schwimmen. Die Aufnahmen wurden über Wasser und unter Wasser gemacht. Diese Sichtung zusammen mit einer Zeitnahme hat dann zur Einteilung der beiden Gruppen geführt. Und – oh Wunder – ich war tatsächlich in der fortgeschritteneren Gruppe!

Was dann kam, hat wirklich Spaß gemacht: Lustige Übungen mit Flossen und Kickboards und mit Philipp, einem Trainer, der wirklich gut erklären kann. Erst haben wir die Beine gemacht (bei Triathleten “bekanntlich” ja nur für die Stabilisierung gebraucht, weil die dann später für Wichtigeres benötigt werden…)

In der Pause haben wir dann die Videos angesehen. Das hat dann nochmal an den Nerven gezerrt. Es ist nicht schön zu sehen, wie wenig athletisch der eigene Körper durch durchs Wasser treibt. Aber abgesehen davon, war es trotzdem interessant, weil ich eigentlich immer dachte, einen ganz guten Armzug zu haben, mit Ellbogen oben und so. Pustekuchen. Da ist enormes Verbesserungspotential. Und der Unterwasserzug war auch ein wenig ineffizient, aber das konnte ich am selben Nachmittag dann schon ausbügeln.
Und die Beine, die hängen. Und zwar zu tief. Drei Punkte, auf die ich in meinem weiteren Training noch achten soll.
Mach ich, denn ich habe mich gleich für den Folgekurs beim SCW angemeldet.

Run – bike – swim

Mein erster Triathlon – nur in der falschen Reihenfolge und in keiner üblichen Distanz.
Ich war jetzt schon zwei Tage hinter meinem Trainingsplan hinterher, deswegen musste ich heute unbedingt laufen. Statt der vierzig Minuten waren es nur dreißig, aber nicht schlimm, denn ich hatte ja noch mehr vor, Schwimmen nämlich. Und dort bin ich mit dem Rad hin – mit einem kleinen Schlenker durch dir Stadt. Alles in allem 16 Kilometer. Das ist der Vorteil einer großen Stadt: man kriegt schnell ein paar Kilometer zusammen.
Schwimmen war dann heute nicht so ergiebig. Nur 1900 Meter, und selbst die sind nicht verbürgt. Und so richtig ausgelastet war ich auch nicht. Ohne angeben zu wollen: ich bin die schnellste der Gruppe – insbesondere heute, wo die andere Frau nicht da war.
Der Trainer hat meine Enttäuschung ob der geringen Strecke gemerkt und meinte, das nächste Mal kriege ich einen extra Plan. Mal sehen. Hoffentlich habe ich mich nicht zu weit aus dem Fenster gehängt.

2100 Meter

2100 Meter – soviel konnte ich vor ein paar Wochen nicht am Stück Laufen. Und das bin ich heute geschwommen. Das war richtig cool. Und im Grunde auch gar nicht anstrengend. Der Trainier macht das wirklich gut: er lässt uns viele Pausen machen. Für eine Bahn dürfen wir uns eine Minute Zeit nehmen. Also Schwimmen und Warten, Schwimmen und Warten. Am Anfang sind die Pausen noch richtig lang, aber je mehr Bahnen wir gezogen haben, desto kürzer wurden auch die Pausen am Ende einer Bahn. Aber so schaffen wir die anderthalb Stunden locker durchzuschwimmen.

Ich habe mir die Bahn mit der anderen Frau im Kurs geteilt. Sie hat ungefähr mein Niveau (oder ich das ihre) und so waren wir immer gut beisammen – und haben gemeinsam die Männer auf den anderen Bahnen versägt. Naja, wir waren halt immer einen Tick schneller fertig mit der Übung und einen Tick weniger aus der Puste. An der Kondition kann das nicht liegen, denn ich denke mal, jeder von diesen Männern wird mich im Trockenen und laufend gaanz alt aussehen lassen. Das ist alles die Technik, und die ist bei mir eben noch besser als bei den anderen und das hilft ungemein.

Die andere Frau und ich haben übrigens krampfhaft versucht Bahnen zu zählen und uns zu merken, was wir schon hatten. Am Ende sind wir bei 2100 Meter gelandet. Und das deckt sich mit dem, was der Trainer uns gemeldet hat – halb ungläubig, halb stolz hat er uns diese Zahl genannt, gleich mehrfach. Das macht stolz.

Nostalgisch

Gestern war mein erstes Schwimmtraining, ein Kraulkurs für Fortgeschrittene bei den Wasserfreunden. Und es war toll. Nostalgisch bin ich geworden, weil mich das alles so an meine Jugend erinnert hat. Ich bin als Kind und Jugendliche im Verein geschwommen – mit Turnieren und dreimal Training die Woche.

Die Übungen, die wir gestern gemacht haben, kannte mein Körper noch und alles war kein Problem. Bis auf die Kondition natürlich. Es war lustig zu sehen, wie manche der Mitschwimmer bei einigen Übungen regelrecht abgesoffen sind, weil ihnen die Technik fehlte. Hier habe ich eindeutig einen Vorsprung.

Die Trainingsbedingungen sind der reine Luxus: Eine ganze Bahn für zwei bis drei SchwimmerInnen allein. Rückenschwimmen geht, ohne dass man dauernd auf Quer- und Sonntagsschwimmer schauen muss. Grandios.
Genervt hat mich nur, dass meine Schulter rumzickt. Da muss die Ostheopatin nochmal ran.

Affenhitze

35°C heute – das ist wirklich heiß. Aber trotzdem trainiert: Den örtlichen Badesee einmal längs durch und zurück. Geschätzte 800 m in einer halben Stunde. Und das war eigentlich nur ein Spazierenschwimmen. Da ist noch Luft nach oben.
Schwimmen ist wirklich meine Lieblingsdisziplin. Es hilft ungemein, dass ich die Technik beherrsche, weil sechs Jahre Leistungssport als Kind mit Wettkämpfen und so. Wenn jetzt noch die Kondition dazukommt, passt es eigentlich.

Beim Schwimmen mache ich mir  keine Sorgen für den Volkstriathlon, der ja nur 400 oder 500 m verlangt.
Die 20 km Radfahren schaffe ich auch, aber das Laufen…. Im Moment sieht es ja nicht danach aus, dass ich auch nur einen Kilometer schaffe, geschweige denn fünf. Gut, es waren erst zwei Trainingseinheiten beim Laufen (von zwölf) und es sind auch noch zehn Monate oder so bis es ernst wird. Da könnte noch ein Wunder geschehen. Soll ja schon vorgekommen sein.