Schlagwort-Archive: Laufen

Laufmütze

Manche finden Sie fragwürdig, schütteln aber nur inwendig den Kopf. Andere sind da direkter und finden sie rundweg albern. Ich finde sie lustig: meine neue Laufmütze.
Sie ist nicht aus dem Sportshop und auch nicht von alleswassienichtbrauchen.de, sondern persönlich farbausgesucht und dann maßgeschneidert von Becki-Design. Schön locker und luftig, und sie hat nicht diesen Badekappenschnitt meiner anderen Mütze. Aber das beste: Sie läuft, und zwar gut. Habe heute nach langer Zeit mal wieder einen Rekord gebrochen: meine Strecke auf eine Stunde habe ich um satte vierundvierzig Meter überboten. Na, wenn diese Mütze nicht mit einem extra schnellen Faden genäht ist.

Hinterhergelaufen

Gestern war Lauftreff von der Running Company, bei denen ich auch den initialen Laufkurs gemacht habe. An der Isar bei wunderschönem Wetter, und mit Bammel in den Beinen. Die ersten paar hundert Meter bin ich ganz gut hinterher gekommen, dann wurde der Abstand immer größer und größer. Eine Mitläuferin, die auch im Kurs im Juli dabei war, hat sich mit zurückfallen lassen, bis ich sie dann weggeschickt habe.
Tja, und dann war die Gruppe auf einmal nicht mehr zu sehen. Bin ich wohl irgendwo falsch abgebogen.

Egal, dachte ich mir, trab ich halt alleine weiter. Zwei mal um den Tümpel und Erinnerungen sind wach geworden: Damals als Vierjährige sollte ich einen Skikurs machen. Der war auch plötzlich weg und ich bin zusammen mit meiner Freundin Susi zwischen den Beinen der anderen Skiläufer am Lift herumgerutscht. Wir hatten Spaß und die Aufregung meiner Mutter, als sie uns dann  nach einer oder mehr Stunden gefunden hatte, konnte ich damals so gar nicht verstehen.

So schlimm war es diesmal nicht, es hat sich niemand aufgeregt. Nicht mal ich. Ich trab also so vor mich hin, bin eigentlich ganz zufrieden mit mir, und als mein Oberschenkel hart wird, mache ich mich auf den Weg zurück Richtung Dantestadion und eigentlich zum Auto. Und da ist sie plötzlich wieder, meine Laufgruppe. Machen sich gerade bereit für ein lustiges Laufspiel. Ich denke noch kurz drüber nach, ob ich mitmache, lasse es dann aber. Ich war ja schon gut vierzig Minuten gelaufen und  auch recht fertig. Das hat gepasst.
Jetzt überlege ich, wie es weitergeht. Soll ich nächsten Mittwoch wieder da hin? Wohl wissend, dass ich das Tempo nicht halten kann?
Erschwerend kommt noch eine weitere Entscheidung hinzu, nämlich, ob ich Mitte Juli beim Firmenlauf mitmachen soll. Gestern meinte ein Kollege, die Firma sei recht dünn besetzt und das Team vollkommen frauenlos. Aber das sind sieben Kilometer! Allerdings zusammen mit 30.000 Läufern, da fall ich dann nicht so auf. Ach, lauter Entscheidungen. Und das mir als Fischefrau; wir können uns doch so schlecht entscheiden.

Trainingsfreier Tag – erzwungenermaßen

Heute gönne ich mir einen trainingsfreien Tag. Oder besser verordne mir einen. Schon gestern nach dem Mittagessen in der Kantine ging es mir nicht so ganz gut. Dann war mir den ganzen Abend richtig schlecht und ich habe auch sehr wenig geschlafen.
Pflichtbewusst wie ich bin, schleppe ich mich heute in die Arbeit um festzustellen, dass die halbe Belegschaft fehlt. Mindestens zehn Leute haben sich heute mit den gleichen Symptomen krankgemeldet. Das Kantinenessen kann es demnach nicht sein, denn nicht alle der Kranken war gestern essen. Bin gespannt, wie sich das auflöst.

Eigentlich wollte ich heute abend zum Lauftraining der Running Company. Aber mit dieser Schlappheit verschiebe ich das um eine Woche.
Seufz.

Antrag auf Änderung der Statuten

Eben war ich so aus Jux mal wieder auf dem Crosstrainer. Ich wollte sehen, vielmehr spüren, ob mir bei dieser dem Laufen ähnlichen Bewegung auch die Schienbeine so weh tun. Tun sie nicht. Und deshalb bin ich vollkommen beschwerdefrei fünf Kilometer gelaufen oder wie sich das auf so einem Gerät nennt. Und das in 24 Minuten. Eine absolute Traumzeit!
Und da kam mir diese grandiose Idee. Ich werde den Antrag stellen, die Laufdistanz des Triathlon auf dem Crosstrainer absolvieren zu dürfen. Ich würde auch meinen eigenen mitbringen und ihn so aufstellen, dass ich niemanden störe. Nicht weit vom Zieleinlauf wäre ganz gut, dann könnte ich auch noch über die Ziellinie laufen. Das müsste schon sein.
Ich weiß nur noch nicht, wo ich meinen Antrag einreichen soll: beim austragenden Sportverein, beim Triathlon-Verband, oder doch besser gleich bei der UNO?

Noch 100 Tage

Ich habe mich angemeldet zum Volkstriathlon am 13. Juli.

Der Countdown auf deren Website zeigt heute die 100 Tage an. Meine Stimmung schwankt stündlich zwischen “wird schon” und “oh, wie werde ich mich blamieren”.

Nochmal meine Bilanz
500 m Schwimmen: 13 Minuten derzeit, das könnte auch noch besser werden. Heute war ich zum Morgenschwimmen, nur eine knappe halbe Stunde und mit Slalom-Schwimmen zwischen den Rentnern, aber ganz passablen und vor allem ausbaufähigen Zeiten.

26 km Radeln: müsste ich in einer Stunde und weniger schaffen, habe ich schon bewiesen und wenn es keine Ampeln und  Berge gibt, könnte das gut gehen.

5 km Laufen: Tja, mein Sorgenkind. Ich habe heute bei der Running Company angefragt, was sie mir an Training anbieten können, damit ich die 5K in 30 Minuten schaffe. Bin gespannt.

Die Garmin-Website hat mir einen Trainingsplan zusammengestellt: In zwölf Wochen zum Wettbewerb. Das fängt demnach am 21. April an. Aber es kann sich nicht schaden, wenn ich schon etwas früher anfange.

Der Countdown läuft. 

Prokrastination rächt sich

Gestern: Milde Temperaturen, fast sonnig und vor allem trocken, aber ich konnte mich nicht aufraffen laufen zu gehen.
Heute: Milde Temperaturen, trüb, Schneegestöber, Matsch und Wasser auf den Wegen. Jetzt muss ich aber los, weil ich die ganze Woche noch nichts richtiges gemacht habe, weil die nächste Woche auch nicht besonders sportlich wird, weil ich den komfortablen Vorsprung, den ich in unserem Familienwettbewerb bei Endomondo habe, nicht so schnell aufgeben will.
Also eingepackt und los. Gleich am Anfang tun mir wieder die Schienbeine weh, wie verkrampft. Das kenne ich eigentlich schon, und es wird meist bei Kilometer Zwei besser. Aber diesmal war es schlimm. Ich hatte bei jedem Schritt Angst, dass ich gleich hinfalle – falls ich die Füße überhaupt weit genug vom Boden hochkriege.
Normalerweise ist der Puls der begrenzende Faktor, aber der dümpelte heute bei knapp über 120 herum. Komisch.
Ich google jetzt mal, ob es Turnübungen für die Schienbeinmuskeln gibt.

Weihnachtsmann

Der Weihnachtsmann war nett zu mir und ich war heute nett zu ihm. Seit Monaten liebäugel ich ja schon mit so einem Handgelenk-Computer. Bei Ebay waren mir die Teile für einfach zwischendurch gebraucht auch noch zu teuer. Mein lieber Mann war dann so nett und hat mir den Garmin 310 XT geschenkt. Danke, Jürgen!

Über Weihnachten habe ich mir dann die Bedienungsanleitung verinnerlicht. Eigentlich gar nicht so schwer zu bedienen das Teil. Zumindest für den anfänglichen Gebrauch. Besonderheiten und Sportartwechsel habe ich ja noch nicht ausprobiert. Das Gewicht und der Umfang des Geräts sind schon beachtlich. Dadurch, dass es nicht schlackern sollte am Handgelenk, habe ich es recht fest zurren müssen; das hat dann zu beachtlicher Schweißbildung geführt. Nur gut, dass das Teil wasserdicht ist. Uhr und Herzfrequenzmesser haben sich auch auf Anhieb gut verstanden.

Na dann los: Meine übliche Rhönstrecke. Gut zwei Kilometer die Runde. Heue habe ich sie viermal geschafft. Hammer. Hat zwar über eine Stunde gedauert, aber am Ende waren neun Kilometer auf der Uhr.

Auf meinem Smartphone habe ich meinen Freund Endo Mondo zur Sicherheit mitlaufen lassen. Der hat sich sehr angestrengt und mir auch gleich dreihundert Meter und dreihundert Kalorien mehr gutgeschrieben. Aber an das Höhenprofil des Garmin kam er doch nicht ran. Der GPS-Sender meines Smartphones ist doch recht kreativ und wenig zuverlässig. Insbesondere, was die Höhenmessung angeht.
Nach dem Training kam das eigentlich Spannende: Über die Website von Endo Mondo kann ich ein Training direkt aus dem Handgelenk-Computer hochladen. Hört sich einfach an und ist sogar noch einfacher. Unglaublich. Ich bin begeistert. Und das hochgeladene Ergebnis war deutlich präziser und mit mehr Infos als die Endomondo-App. Ich bin immer begeistert, wenn Geräte das tun, was sie sollen, und das ohne vorheriges Studium. Ich bin alt genug, um mich noch an Zeiten zu erinnern, in denen das nicht so einfach war und die Computer – egal welcher Art – sich sehr schwer getan haben, miteinander zu kommunizieren.

Ich bin wieder da

Jetzt war es doch ganz schön still um mich. Zwei Wochen mit Krankheit und folgender Schlappheit haben mich ruhig gestellt. Und dann die übliche Lethargie, bevor ich wieder anfange mit den “Ich bin so unfit, ich trau mich gar nicht los”-Gedanken.
Aber jetzt habe ich mich doch aufgerafft. Gestern habe ich erstmal den Trainingsplan mit meinem Freund Endo Mondo zurückgesetzt. Hinter dem alten Plan war schon so weit hinterher, dass es nicht mehr aufzuholen war. Der neue Plan ist der alte: “Coach to 5K”. Und heute war der erste Tag, der erste Abend, um genau zu sein. Ich laufe lieber in der Anonymität der Dunkelheit.

Der erste Run war gar nicht mal so schlecht. Guter Durchschnitt, um genau zu sein. Die drei Kilometer habe ich in 26 Minuten geschafft. Erstaunlich.
Viel mehr war aber auch nicht drin. Das linke Bein war schon bald recht müde, und die Sprunggelenke haben auch zwischendurch mal geschwächelt.
I am back on track.

Und noch downer

Ja, ist es denn die Möglichkeit? Das wird immer langsamer mit jedem Lauf. Demnächst überholen mich die Schnecken. Heute war die Katastrophe. Meine unteren Beine und die Knöchel sind sooo müde, dass ich nur rumgestolpert bin. Mit Laufen hatte das nichts zu tun. Gar nichts.
Dabei war ich so motiviert und bin ganz tapfer bei Minusgraden raus. Und dann das. Ich habe nach 26 Minuten und unter drei Kilometern abgebrochen.
Was kann ich machen: Größere Pausen zwischen den Läufen? Dann werde ich lieber zwischendurch eine Crosstrainer-Einheit einschieben. Ist auch gut für die Kondition und irgendwelche Muskeln werden da auch trainiert. Ist halt nur super langweilig.

Downsizing

Mein Freund Endo Mondo backt jetzt wieder kleinere Brötchen mit mir. Und das kam so: Neulich sollte ich einen Fitnesstest machen. “Run 12 minutes as fast as you can.” Und mit diesem Ergebnis würde er meinen Trainingsplan anpassen, hat er angedroht. Ist schon recht, dachte ich mir.
Ich lauf also los und gebe mein Bestes. Leider war das noch in meiner Erkältungsphase und mein Bestes an dem Tag war schlechter als mein Bestes, was ich schon mal September geschafft hatte. Aber mein Freund Endo Mondo ist da knallhart. Alle folgenden Trainingseinheiten sind jetzt wieder bei dreißig Minuten und um die drei Kilometer.
Ein bissel enttäuscht bin ich ja schon, aber realistisch ist es, muss ich zugeben. Und es bleibt ja mir überlassen, ob ich noch zehn oder fünfzehn Minuten drauf lege. Oder mal schneller laufe. Der nächste Fitnesstest folgt erst wieder nach achtzehn Läufen. Das ist voraussichtlich Mitte Dezember, denn inzwischen bin ich etwa zwei Wochen im Verzug. Es ist eher unwahrscheinlich, dass ich das Trainingsziel, nämlich die fünf Kilometer in dreißig Minuten, bis Silvester schaffe.